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Verkehr und Infrastruktur: Ortsumgehung Bernau rückt wieder in den Fokus

Bernauer Stadtpolitik

Bernau / Barnim: Die Stadt Bernau will die Mittel aus dem landesweiten Sondervermögen „Zukunftspaket Brandenburg“ gezielt nutzen, um zukunftsweisende Bau- und Infrastrukturprojekte voranzutreiben.

In einer der jüngsten Sitzungen fassten die Stadtverordneten einen grundlegenden Beschluss: Ab dem Haushaltsjahr 2027 wird regelmäßig eine Prioritätenliste erstellt, die wesentliche Investitionen der Stadt ordnet und finanziell untermauert.

Die Fraktion BVB / FREIE WÄHLER Bernau begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. „Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht“, betont Fraktionsvorsitzender Jan Bernatzki. Mit der Priorisierung schaffe man eine verlässliche Grundlage, um Fördermöglichkeiten gezielt zu nutzen und notwendige Planungen rechtzeitig anzustoßen. Thomas Werner, Fraktionsvorsitzender von Bündnis für Bernau, ergänzt, man wolle die Chancen des Sondervermögens konsequent nutzen, um die Stadt „zukunftsfest und bürgernah aufzustellen“.

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Ortsumgehung und Projekte in den Ortsteilen im Blick

Mit dem Beschluss rückt unter anderem das lang diskutierte Projekt der Ortsumgehungsstraße wieder stärker in den Mittelpunkt. Erstmals wurde die Dringlichkeit der Umgehung nicht nur symbolisch bekräftigt, sondern auch finanziell hinterlegt.

Neben der Ortsumgehung umfasst die geplante Priorisierung weitere Kernbereiche der Stadtentwicklung. Dazu zählen der Neubau der Feuerwachen in Bernau und Ladeburg sowie Vorhaben in den Ortsteilen – etwa die Neugestaltung der Alten Feuerwache in Schönow oder ein Gemeinschaftshaus in Waldfrieden. Laut Cassandra Lehnert, Fraktionsvorsitzende der SPD, sei das Ziel des ausgewogenen Beschlusses, „wichtige Projekte rechtzeitig auf den Weg zu bringen und die Lebensqualität in Bernau und seinen Ortsteilen langfristig zu verbessern“.

Künftig wird die Prioritätenliste transparent im Rahmen der Haushaltsplanung vorgelegt. Die Bewertung berücksichtigt neben den Kosten und Fördermöglichkeiten unter anderem eine nachhaltige Stadtentwicklung sowie die Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien.

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Zusammenarbeit von Stadt, Kreis und Land erforderlich

Während die Kommunalpolitik vor Ort die Weichen stellt, bleibt die Realisierung des Großprojekts Ortsumgehung von einer überregionalen Zusammenarbeit abhängig. Eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger setzt voraus, dass sich auch das Land Brandenburg und der Landkreis Barnim beteiligen.

Péter Vida (BVB / FREIE WÄHLER) unterstreicht die Erwartung an die weiteren Handlungsträger: „Wenn wir die Ortsumgehung ernsthaft voranbringen wollen, müssen Land und Landkreis ihre Verantwortung wahrnehmen und ihren jeweiligen Finanzierungsbeitrag auf den Tisch legen.“ Bernau sei bereit, die nächsten Schritte konstruktiv zu begleiten – nun müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Genutzte Quelle(n): Fraktionsmitteilungen / Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen / Freie Wähler.

 

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