Land Brandenburg fördert Schulprojekt der Feuerwehr mit 500.000 Euro
26 Schulen nehmen bereits daran teil

Bernau / Land Brandenburg: Das Land Brandenburg baut das Schulprojekt „Feuerwehr macht Schule“ weiter aus.
Bildungsminister Gordon Hoffmann und Innenminister Dr. Jan Redmann übergaben am gestrigen Montag einen Förderbescheid über 500.000 Euro an Rolf Fünning, den Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg. Mit den Mitteln soll das Angebot des gleichnamigen Wahlpflichtfaches an den Schulen des Landes erweitert werden.
Das Projekt, das im Schuljahr 2019/20 an drei Standorten begann, wird im laufenden Schuljahr bereits an 26 Schulen angeboten. Die Schülerinnen und Schüler lernen im Unterricht Grundlagen des Brandschutzes, der Ersten Hilfe sowie das richtige Verhalten in Gefahrensituationen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Qualifikation als Truppfrau oder Truppmann zu erwerben.
Bildungsminister Gordon Hoffmann betonte die Bedeutung des Faches für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Bei „Feuerwehr macht Schule“ lernten junge Menschen Qualitäten wie Teamgeist, Hilfsbereitschaft und das Handeln in Notfällen. Mit der Förderung verfolgt das Land das Ziel, die Kooperation zwischen Schulen und Feuerwehren zu stärken und den Nachwuchs für das Ehrenamt zu begeistern. Hoffmann dankte den beteiligten Lehrkräften und Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz.
Innenminister Dr. Jan Redmann hob den präventiven Charakter der Initiative hervor. Sicherheit beginne nicht erst beim Einsatz, sondern bei der Aufklärung und dem frühzeitigen Wecken von Verantwortungsbewusstsein. Das Projekt bringt die Feuerwehr direkt in den Schulalltag der Jugendlichen, um das gesellschaftliche Engagement nachhaltig zu fördern.
Auch Rolf Fünning, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, begrüßte die finanzielle Unterstützung. Die Kombination aus Schule und Feuerwehr sei ein wirksames Modell zur Nachwuchsgewinnung, von dem auch die Schulen durch die Vermittlung praktischer Lebenskompetenzen profitierten.
Die Förderung beträgt bis zu 10.000 Euro pro Kurs und deckt den Zeitraum vom 24. August 2026 bis zum 31. März 2027 ab. Gefördert werden unter anderem Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche, Honorare, Fahrtkosten sowie Unterrichtsmaterialien. Ziel beider Ministerien ist es, das Angebot in Kooperation mit den Partnern künftig weiter flächendeckend auszubauen.
Genutzte Quelle(n): Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)