Bernau / Barnim: Seit gut drei Jahren laufen die Erweiterung und Grundsanierung der Grundschule an der Hasenheide.
Mit der Fertigstellung des Neubaus hat das 20-Millionen-Euro-Projekt der Stadt Bernau bei Berlin nun einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Schule Platz für bis zu 720 Kinder bieten – bisher waren es 460.
Mehr Platz und modernste Bedingungen für Schule und Hort
Wie die Stadt Bernau informiert, ist mit der offiziellen Betriebserlaubnis vom Juni 2026 der bezugsfertige Erweiterungsbau behördlich freigegeben und einsatzbereit. Der Umzug erfolgt schrittweise während der Sommerferien im laufenden Betrieb. Nach Jahren der Doppelnutzung von Klassenräumen verfügt der Hort dann erstmals über eigene Räumlichkeiten. Auf zwei Etagen erwarten die Kinder zwölf Themenräume – darunter Werkstätten, Forscher- und Medienräume – sowie ein neues offenes Betreuungskonzept. Zugleich steigt die Hortkapazität von 320 auf 420 Plätze. Ein weiterer Höhepunkt bildet die neue, 350 Quadratmeter große Mensa, die auch nachmittags genutzt werden kann.
Zweite Etappe: Sanierung des Altbaus bei laufendem Schulbetrieb
Mit dem Neubau hat sich die Nutzfläche der Schule verdoppelt. Jetzt startet der anspruchsvollste Teil der Maßnahme: die schrittweise Sanierung des alten Schulgebäudes. Um den Schulbetrieb nicht zu gefährden, erfolgen die Arbeiten abschnittsweise pro Gebäudeflügel. Lärmintensive Abriss- und Stemmarbeiten werden bevorzugt in die Ferien verlegt, während ein Außenkran den Materialtransport übernimmt.
Das Modernisierungspaket für das Bestandsgebäude umfasst:
- vollständige Erneuerung des Brandschutzes und der Sanitäranlagen,
- Einbau von Schallschutz und barrierefreiem Ersatz-Fahrstuhl,
- Verlegung moderner Elektro- und Glasfaserleitungen,
- Frischer Anstrich und Ausbesserungsarbeiten im gesamten Haus.
Trotz verbleibender Einschränkungen auf dem Pausenhof steht den Kindern mit dem nördlichen Schulhofbereich samt Bodentrampolin bereits ein erster neuer Außenbereich zur Verfügung. Der endgültige Umbau des Außengeländes zu einer kombinierten Sport-, Spiel- und Freiluft-Lernlandschaft bildet den Abschluss des Großprojekts.
Zukunftsinvestition für Bernau
Das Vorhaben wird über Städtebaufördermittel von Bund und Ländern („Stadtumbau“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“) und das Investitionsprogramm des Landes Brandenburg zum Ganztagsausbau finanziert. Für Bernaus Bürgermeister André Stahl hat die Maßnahme höchste Priorität: Investitionen in die Bildung seien die wirksamste Investition in die Zukunft der Stadt, um allen Kindern bestmögliche Lernbedingungen zu bieten.
Genutzte Quelle(n): Stadt Bernau bei Berlin.

