Mutmaßliche Bedrohung am Bahnhofsvorplatz Bernau und Betrüger räumten Konto leer
Meldungen der Polizei

Bernau / Barnim: Am Dienstag, den 22.09.2026, wurde die Polizei am Nachmittag zum Bahnhofsplatz in Bernau gerufen.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein mutmaßlich berauschter Mann ein Messer vorgezeigt haben und mehreren Kindern nachgelaufen sein. Die Kinder blieben unversehrt und verließen den Bereich.
Durch den Hinweis einer Zeugin konnten Polizeibeamte den Tatverdächtigen feststellen. Bei dem bereits polizeilich in Erscheinung getretenen Mann handelt es sich um einen 56-jährigen Deutschen. Ein Atemalkoholtest zeigte ein Ergebnis von 1,57 Promille. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Bedrohung aufgenommen.
Lassen Sie sich nicht betrügen! Hinweise der Polizei
Die Kriminalpolizei der Inspektion Märkisch-Oderland ermittelt gegenwärtig zu zwei Betrugsfällen, bei denen die Täter fast unisono vorgegangen sind. Am 21.09.2026 wandte sich eine Frau an die Polizei, nachdem sie im Internet Rechnungen per Kreditkarte bezahlt hatte und anschließend eine Mail erhielt, als deren Absender sich „American Express“ ausgab.
Tags darauf ploppte auf dem Mobiltelefon eines Mannes eine Nachricht auf, die ebenfalls von „American Express“ stammen sollte. Der jeweilige Text war identisch. So hieß es, dass vom Konto der Angeschriebenen eine Abbuchung größerer Summen in Schweizer Franken erfolgt sei und man doch über eine „Servicenummer“ Kontakt aufnehmen solle, wenn diese Abbuchungen nicht von den Betroffenen in Auftrag gegeben worden wären. Als beide tatsächlich diese Nummer gewählt hatten, wurde ihnen eingeredet, dass ein Computervirus hinter den Abbuchungen stecken würde, man ihnen aber helfen könne.
Die Frau ließ daraufhin einen Fernzugriff auf ihren Rechner zu und musste erleben, wie mehr als 60.000 Euro per Mausklick einfach vom Konto verschwanden. Der Mann gab ebenfalls persönliche Daten preis und folgte anschließend verschiedenen Anweisungen, die angeblich der sofortigen Rückbuchung der Überweisungen per Push-TAN dienten. Bei ihm waren im Endeffekt sogar mehr als 70.000 Euro verschwunden.
Denn bei den angeblichen Mitarbeitern der „Servicestelle“ handelte es sich um Betrüger, die mitnichten helfen wollten, sondern nur daran interessiert gewesen waren, mit ihrer Masche an das Geld der Betroffenen zu gelangen. Dies ist ihnen in den beiden genannten Fällen auch gelungen.
Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Identität der Ganoven und möchte allen Mitbürgern einige Verhaltenstipps für den Fall der Fälle an die Hand geben:
Erhalten Sie derartige Benachrichtigungen, dann bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie, panische Reaktionen zu vermeiden!
Es mag leicht gesagt sein, aber lassen Sie sich von solchen Nachrichten nicht unter Druck setzen und rufen Sie niemals die in Mails angegebenen „Servicenummern“ an! Wenden Sie sich stattdessen zur Klärung des Ganzen direkt an ihr Geldinstitut.
Ebenfalls ganz wichtig und eigentlich so offensichtlich, ist folgendes Gebot – niemals werden persönliche Kontodaten auf Anfrage am Telefon oder per Mail herausgegeben und es ist grundsätzlich Misstrauen angebracht, wenn Sie auf derartige Weise über angebliche Abbuchungen von Ihren Konten informiert werden.
Das Beispiel der geschädigten Frau sollte allen Mitbürgern, die künftig mit derartigen Dingen konfrontiert werden, eine Lehre sein. Gestatten Sie also niemals einen Fernzugriff auf Ihren Computer, wenn es um Kontoklärungen oder Geldgeschäfte geht! Und denken Sie nicht, dass Sie vor solchen Maschen gefeit seien! Dies kann nämlich jeden treffen. Auch wenn Sie die Ganoven durchschaut und abblitzen lassen haben und erst recht, wenn Sie Opfer eines Betruges wurden – informieren Sie darüber unbedingt die Polizei und erstatten Sie Anzeige! (Meldung im Wortlaut).
Unsere Quelle(n): Polizeidirektion Ost.