Bundesweiter Warntag – Sirenen und Benachrichtigungen auch im Barnim
Mit Infos des Landkreis Barnim
Bernau / Deutschland: Am heutigen Donnerstagvormittag haben Bund und Länder erneut ihre Warnmittel zum bundesweiten Warntag ausprobiert.
Um kurz nach 11 Uhr gaben am 10. September 2026 Sirenen in und um Bernau, Mobiltelefone, Smartwatches oder Tablets einen ziemlich auffälligen Warnton von sich und informierten mit einem Text über die „Warnlage“. Auch Apps wie NINA, KATWARN oder BIWAPP warnten zum heutigen Probealarm. Eine Entwarnung gab es gegen 11:45 Uhr. Auf unseren zahlreichen Geräten kamen die Warnungen gleichzeitig und zuverlässig an.
Ziel des bundesweiten Warntags, der im Jahr 2020 zum ersten Mal durchgeführt wurde, ist es, die in Deutschland vorhandene Warninfrastruktur in einem abgestimmten Prozess auf allen staatlichen Ebenen zu erproben. Gegebenenfalls noch vorhandene Schwachstellen können dabei identifiziert und im Anschluss behoben werden. Der Probealarm zielt zugleich darauf ab, die Bevölkerung für das Thema Warnung in Notlagen zu sensibilisieren, sie mit den verschiedenen Mitteln der Bevölkerungswarnung vertraut zu machen und über das richtige Verhalten im Ernstfall zu informieren, so der Landkreis.
Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.
Ausbau der Warninfrastruktur im Landkreis Barnim
Der Landkreis Barnim hat seine Warninfrastruktur seit dem ersten bundesweiten Warntag im Jahr 2020 kontinuierlich modernisiert und erweitert.
Während damals keine Sirene die technischen Voraussetzungen für eine Bevölkerungswarnung erfüllte, können inzwischen 62 Sirenen Warn- und Entwarnsignale aussenden. Alle modernisierten Sirenen werden heute zentral durch die Integrierte Regionalleitstelle NordOst ausgelöst, wodurch Warnmeldungen zeitgleich im gesamten versorgten Gebiet ausgesendet werden können.
Der weitere Ausbau des Sirenennetzes wird schrittweise fortgesetzt. So hat der Bund in diesem Jahr die Fördermittel zur Errichtung von vier zusätzlichen Sirenenstandorten bewilligt. Nach deren Errichtung wird sich die Warnabdeckung im Kreisgebiet weiter verbessern. Dennoch kann es in einzelnen Bereichen des Landkreises weiterhin vorkommen, dass noch keine Sirenenalarmierung möglich ist.
Landrat Daniel Kurth betont: „Eine funktionierende Warninfrastruktur kann im Ernstfall Leben retten. Der bundesweite Warntag bietet die Möglichkeit, unsere Warnsysteme unter realitätsnahen Bedingungen zu testen und zugleich das Bewusstsein der Bevölkerung für mögliche Gefahrenlagen zu stärken. Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und einer veränderten sicherheitspolitischen Lage gewinnt das Thema Bevölkerungsschutz weiter an Bedeutung.“
Wie verhalte ich mich im Ernstfall?
Bei Sirenenalarm (1 Minute auf- und abschwellender Heulton) gilt ansonsten prinzipiell: Es besteht für Sie eine Gefahr!
- Bewahren Sie Ruhe,
- informieren Sie sich in den Medien (z.B. Lokalradio) über offizielle Warninformationen*,
- schließen Sie Fenster und Türen,
- schalten Sie Klimaanlagen und Belüftungen aus,
- helfen Sie Kindern und hilfsbedürftigen Menschen,
- Informieren Sie Ihre Nachbarn.
*Vornehmlich in Notlagen ist es von besonderer Bedeutung, die Verbreitung von Falschinformationen zu verhindern. Prüfen Sie deshalb die zur Verfügung stehenden Informationen sowie die Kanäle, über die Sie diese erhalten, sorgfältig.
Bei Warnungen über andere Warnmittel erhalten Sie in der Regel Empfehlungen, was Sie zu Ihrem Schutz tun können oder wo Sie weitere Informationen erhalten. Weiterhin hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Tipps und Checklisten für die Vorsorge zusammengestellt. Alle Broschüren können Sie von der BBK-Webseite herunterladen.
Weiterführende Informationen:
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Internetseite zum bundesweiten Warntag
Auswertung per Umfrage
Im Anschluss an den heutigen Warntag soll mit einer Umfrage ermittelt werden, wie die Probewarnung wahrgenommen wurde. Ergebnisse sollen dann etwaige Verbesserungen ermöglichen. Den Link zum Mitmachen findet Ihr hier: https://www.warntag-umfrage.de.
Unsere Quelle(n): Landkreis Barnim / Bundesamt für Bevölkerungsschutz.