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Verunsicherung nach Aus der Geburtshilfe: Bernau sucht gemeinsam nach Lösungen

SVV am 10. September 2026

Bernau / Barnim: Nach der angekündigten Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe am Immanuel Klinikum ziehen Stadtpolitik und Verwaltung an einem Strang. Ein gemeinsamer SVV-Antrag soll den Gesundheitsstandort stärken und die Versorgung vor Ort dauerhaft sichern.

Die Nachricht sorgte mitten in der Sommerferienzeit für Unruhe in der Region: Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg muss seine Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe zum 1. Oktober dieses Jahres schließen. Als Gründe führt der Klinikbetreiber unter anderem die bundespolitischen Neuregelungen, die anstehende Krankenhausreform sowie sich verschlechternde wirtschaftliche Rahmenbedingungen an.

Für Bernau ist dieser Schritt ein spürbarer Einschnitt. Die florierende Stadt, die einen ihrer Schwerpunkte in der Gesundheitswirtschaft hat, verliert damit eine traditionelle Fachabteilung. Betroffen ist weit mehr als die reine Geburtshilfe: Mit der Schließung endet auch eine umfassende stationäre Versorgung im Bereich der Frauengesundheit.

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Besorgnis über Versorgungslücke

„Das Ende der Abteilung bildet das Ende einer mehr als 116-jährigen Tradition der Geburtshilfe in Bernau und macht die Bewohnenden der Stadt, die Stadtpolitik und die Stadtverwaltung gleichermaßen betroffen. Die Sorge vor einer Lücke in der medizinischen Versorgung der Region ist in Teilen der Bevölkerung groß“, betont Bernaus Bürgermeister André Stahl. Um diesen Befürchtungen entgegenzuwirken und die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu sichern, setzen Stadtverwaltung und Politik auf einen engen Schulterschluss.

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In einer gemeinsamen Beratung zwischen den Fraktionsvorsitzenden, dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, dem Bürgermeister und der Geschäftsführung des Immanuel Klinikums wurde das weitere Vorgehen abgestimmt. Das Ergebnis ist ein starkes Signal des Zusammenhalts: Politik und Verwaltung bringen gemeinsam einen fraktionsübergreifenden Antrag ein.

Péter Vida, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, zeigt sich erfreut über das einheitliche Auftreten: „Ich bin sehr froh, dass wir uns in dieser Beratung mit allen Fraktionen einvernehmlich auf die Einbringung eines gemeinsamen Antrages mit der Verwaltung verständigt haben. Das zeigt ganz deutlich, dass wir in dieser Sache überfraktionell mit einer Stimme sprechen und das Anliegen unterstützen.“

Ziel des Vorhabens ist es, den Bürgermeister offiziell mit Verhandlungen mit der Klinikleitung zu beauftragen. Dabei geht es vor allem um eine Ausweitung und Stärkung der ambulanten medizinischen Struktur – etwa durch den Ausbau eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) oder direkt am Krankenhaus Bernau.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf zwei Bereichen: zum einen die Sicherung der gynäkologischen Versorgung im ambulanten Sektor und zum anderen die Stärkung der allgemeinmedizinischen Versorgung für die wachsende Bevölkerung der Region.

Neben einer regelmäßigen Berichterstattung über den Stand der Verhandlungen beinhaltet der Antrag auch die Prüfung finanzieller Hilfen: Die Stadt möchte untersuchen, inwieweit investive Zuschüsse möglich sind, um den Standort nachhaltig zu unterstützen.

Der gemeinsame Antrag steht auf der Tagesordnung der kommenden Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bernau am 10. September 2026.

Der Antrag kann HIER eingesehen werden.

Im Bürgersaal des Neuen Rathauses wird am Donnerstag, dem 10. September 2026, um 16 Uhr zur Stadtverordnetenversammlung eingeladen. Die Tagesordnung der SVV beinhaltet zahlreiche interessante Themen und Punkte, die den einen oder anderen interessieren könnten oder sollten.

Neben all den Tagespunkten bietet jede SVV ab 19 Uhr eine Einwohnerfragestunde. Hier könnt ihr persönlich vor Ort eure Fragen oder Vorschläge an den Bürgermeister und alle Stadtverordneten richten. Dies ist auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Ort: Neues Rathaus Bernau, Bürgermeisterstraße 25.

Alle Informationen, Anträge und Dokumente der SVV könnt Ihr im Detail auf den Seiten des Bürgerinformationssystems der Stadt Bernau bei Berlin einsehen.

 

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