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Brandenburg-Tag auf der Grünen Woche in Berlin

Grüne Woche noch bis 27. Januar 2018

Bernau (Berlin): Mehr als 1700 Aussteller präsentieren sich seit vergangenen Freitag auf der Grünen Woche in Berlin.

Am gestrigen Montag stand das Land „Brandenburg“ im Mittelpunkt der größten Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau zum Brandenburg-Tag.

In Halle 21a präsentieren knapp 80 Aussteller Produkte aus unserer Region und werben für die Regionalität oder den Tourismus. So unter anderem die Lobetaler BIO-Molkerei, Eberswalder Wurstwaren, Beelitzer Spargel, Hemme Milch, Klosterfelder Senfmühle oder die WITO Barnim.

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Eröffnet wurde der gestrige Brandenburg-Tag von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Agrarminister Jörg Vogelsänger. Neben einem bunten Bühnenprogramm gab es vor allem viele Infos rund um die Landwirtschaft in Brandenburg und deren Produkte.

Interessante Zahlen hierzu liefert das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Bauern bewirtschaften mit rund 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche fast 45 Prozent der Bodenfläche des Landes. Nach den zuletzt verfügbaren Erhebungen sind in 5.400 Agrarbetrieben fast 39.000 Mitarbeitern beschäftigt. 2016 erwirtschafteten die landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe 733 Millionen Euro Bruttowertschöpfung. Obwohl der Anteil der Landwirtschaft von 1,2 Prozent an der Bruttowertschöpfung der gesamten brandenburgischen Wirtschaft auf den ersten Blick gering erscheinen mag, ist dies doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt!

Ackerbau

80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden als Ackerland und 20 Prozent als Dauergrünland genutzt.

Von Brandenburgs Feldern wurde 2018 mit 1,9 Millionen Tonnen Getreide rund ein Viertel weniger als im Vorjahr geerntet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch 2017 kein gutes Erntejahr war. Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt 2012 bis 2017 ergibt sich ein deutliches Minus von 31 Prozent. Eine noch geringere Erntemenge als 2018 wurde zuletzt 2003 mit knapp 1,6 Millionen Tonnen ermittelt. Der Hektarertrag liegt wegen der Trockenheit mit fast 40 Dezitonnen pro Hektar fast ein Viertel unter dem Ertrag des Jahres 2017. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es nur 2003 mit knapp 32 Dezitonnen je Hektar ein noch schlechteres Ergebnis.

Gartenbau

Äpfel sind mit 873 Hektar im Land Brandenburg die wichtigste Obstart. 2018 gab es Brandenburgs Apfelanbauer eine sehr gute Apfelernte. So wird eine Gesamterntemenge von gut 30.100 Tonnen angegeben (335 Dezitonnen je Hektar). Dies entspricht nach 2016 dem zweithöchste Apfelertrag in Brandenburg seit 1991.

Die Brandenburger Landwirte erzielten mit rund 22.200 Tonnen Spargel erneut eine Rekordernte. Schon 2017 wurde mit fast 22.000 Tonnen ein sehr gutes Ernteergebnis realisiert. Zudem erwartet die kleine Gruppe der Brandenburger Weinbauer einen sehr guten 2018-er Jahrgang.

Tierhaltung

Zum Stichtag 3. November 2018 gab es in Brandenburg 518.700 Rinder. Besonders stark fiel der Rückgang bei den Jungrindern und der ein- bis zweijährigen Rinder auf. So verringerte sich der Bestand der männlichen Jungrinder um 2.500 auf 9.100 Tiere. Das entspricht einer Abnahme um 21,2 Prozent. Bei den weiblichen Jungrindern sank der Bestand um 2.800 auf 27.400 Tiere. Anteilig beträgt der Rückgang hier 9,2 Prozent. Der Bestand an Milchkühen sank um 2.400 auf 148.800 Tiere. Das entspricht einem Minus von 1,6 Prozent. Die Zahl der sonstigen Kühe, in Brandenburg sind dies fast ausschließlich Ammen- und Mutterkühe, ging um 1.700 auf 88.800 Tiere oder 1,9 Prozent zurück.

Ökologischer Landbau

Seit Beginn der aktuellen EU-Förderperiode im Jahr 2014 hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Brandenburg von 134.763 Hektar auf 155.431 Hektar im Jahr 2017 entwickelt. Das ist ein Anstieg von insgesamt 20.668 Hektar. Für 2018 wurden 8.000 Hektar neu im Förderprogramm ökologischer Landbau beantragt. Derzeit werden rund 11,4 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Brandenburgs nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Brandenburg gehört damit zur Spitze der deutschen Bundesländer. Rund 1.175 Unternehmen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg fallen unter das europäische Bio-Siegel.

Cluster Ernährungswirtschaft

Mit rund 3.400 Unternehmen – von der Land- und Ernährungswirtschaft, in Verbindung mit Logistik und Handel – zählt das Cluster Ernährungswirtschaft zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Brandenburgs. Das Cluster Ernährungswirtschaft umfasst die Erzeugung und Verarbeitung von Lebens- und Futtermitteln sowie deren Absatz. Wichtige Produktionsgebiete der Ernährungswirtschaft in Brandenburg sind das schlacht- und fleischverarbeitende Gewerbe, die Produktion von Back- und Teigwaren, die Getränkeherstellung, die Futtermittelproduktion, die Milchverarbeitung sowie die Obst- und Gemüseverarbeitung.

Mit über 3,8 Milliarden Euro und fast 13.000 Mitarbeitern in Betrieben mit über 20 Mitarbeitern gehört die Ernährungsbranche zu den stärksten Wirtschaftszweigen des verarbeitenden Gewerbes in Brandenburg.

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, MLUL, MWE, LELF, Cluster Ernährungswirtschaft

Öffnungszeiten der „Internationale Grüne Woche Berlin“

18. – 27. Januar 2018: 10 – 18 Uhr, Freitag, 25. Januar 2018: 10 – 20 Uhr

Weitere Infos, Anfahrt und Ticketpreise.

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