
Bernau / Barnim: Das Thema Mitbestimmung hat an der Bernauer Grundschule am Blumenhag eine ganz praktische Form angenommen.
Angeregt durch das lokale Bürgerbudget, bei dem die Initiative „Demokratie leben, wir sind bunt!“ die meiste Zustimmung der Bürgerschaft erhielt, organisierten die Lehrkräfte eine viertägige Projektphase.
Dabei gestalteten 20 Kinder aus den Jahrgangsstufen vier bis sechs ein imposantes, rund 12 Meter breites und knapp 1,70 Meter hohes Kunstwerk auf dem benachbarten Sportplatz. Begleitet wurde die Gruppe von der Pädagogin Elisabeth Holzer und dem Künstler Juan Camilo Alfonso. Das Resultat der gemeinsamen Arbeit ist ein farbenfrohes Statement für Toleranz, Freiheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Basis für die Wandgestaltung entstand bereits im regulären Kunstunterricht. Fünf Klassen hatten sich dort im Vorfeld mit Graffiti-Skizzen auseinandergesetzt und Kernbegriffe gesammelt, die ihnen für ein demokratisches Miteinander wichtig sind. In gemeinsamen Diskussionen filterten die Heranwachsenden die zentralen Motive heraus.
Für die visuelle Umsetzung diente der Schulname als kreativer Wegweiser: In Anlehnung an den „Blumenhag“ sammelte die Gruppe Naturmaterialien auf dem Schulgelände. Die Blätter und Blüten wurden abgezeichnet und dienten als Schablonen für das finale Gesamtkonzept, um die Vielfalt der Schulgemeinschaft symbolisch darzustellen.
Unter dem verbindenden Motto „Wir wollen in Freiheit zusammenwachsen“ ging es schließlich an die praktische Umsetzung. Der Künstler Juan Camilo Alfonso leitete die Schulkinder im Umgang mit Fassadenfarben und Spraydosen an. Dank großer gestalterischer Freiheiten konnten die Teilnehmenden ihre eigenen Ideen und Farbvorstellungen direkt auf die Betonwand übertragen.
Mit dem Abschluss der Projektwoche hat die Grundschule am Blumenhag ein weithin sichtbares Wahrzeichen erhalten. Das großflächige Graffiti setzt ab sofort ein dauerhaftes und lebendiges Zeichen für die Werte der Schulgemeinschaft.
Genutzte Quelle(n): Stadt Bernau bei Berlin.