Bernau / Barnim: Die Stadt Bernau erprobt neue Wege für eine flexiblere Mobilität: In einem Pilotprojekt wurden im Stadtgebiet die ersten drei Mitfahrbänke aufgestellt.
Zwei der Bänke stehen im Ortsteil Börnicke, eine weitere in Lobetal. Ziel der Testphase ist es, herauszufinden, wie gut das Angebot im Alltag angenommen wird. Bei positiver Resonanz ist nach Angaben der Stadt Bernau der Ausbau auf insgesamt zwölf Bänke im gesamten Stadtgebiet geplant.
Nahverkehr ergänzen und Lücken schließen
Das Prinzip ist simpel: Die Bänke sollen als spontane Treffpunkte für Fahrgemeinschaften dienen und somit den klassischen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sinnvoll ergänzen. Bürgermeister André Stahl betont dabei das Zusammenspiel der Bürgerinnen und Bürger: „Bei der Platzierung der drei Testbänke war uns die Nähe zu bestehenden Bushaltestellen wichtig, um einen Anschluss zum ÖPNV herzustellen. Nun müssen wir prüfen, wie das Angebot angenommen wird. Einerseits braucht es Bernauerinnen und Bernauer, die bereit sind, an den Bänken Halt zu machen und Mitfahrende mitzunehmen. Andererseits müssen andere Personen sich proaktiv an die Bank stellen und ihren Mitfahrwunsch deutlich machen.“
Sorgfältige Planung und Finanzierung
Die Initiative geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 6. März 2025 zurück. Im Vorfeld prüfte die Stadtverwaltung potenzielle Standorte auf barrierefreie Erreichbarkeit sowie die Möglichkeit, bereits vorhandene Bänke umzufunktionieren. Mit dem Projekt setzt Bernau auf eine nachbarschaftliche und umweltfreundliche Mobilitätslösung.
Die Gesamtkosten für die drei Testbänke inklusive Beschilderung, Lieferung und Montage belaufen sich auf 3.800 Euro. Die Finanzierung erfolgte über Mittel der Wirtschaftsförderung sowie des Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements der Stadt.
Aktuelle Standorte
- Börnicke: In unmittelbarer Nähe zur Bushaltestelle in der Ernst-Thälmann-Straße.
- Lobetal: Nahe der Bushaltestelle „Lobetal, Am Sportplatz“ (Bodelschwinghstraße / Ecke Ladeburger Weg).
Genutzte Quelle(n): Stadt Bernau.