Süßes, Saures und Glühwein an der Haustür: Rückblick auf Halloween in und um Bernau
Danke für die zahlreichen netten Begegnungen!
Bernau / Barnim: Im herbstlich-trüben Grau präsentierten sich am vergangenen Samstagabend das Städtchen Bernau und die umliegenden Gemeinden zu Halloween.
Zahlreiche Bernauer und Barnimer ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, ihre Häuser und Grundstücke liebevoll wie schaurig zu dekorieren.
Wo man an diesem Abend durch die Straßen spazierte, bot sich örtlich ein buntes Bild: Unzählige kleine Gespenster, Hexen und Monster zogen von Tür zu Tür. Bei recht mildem Wetter feierten Groß und Klein das gemeinsame Treiben, sammelten fleißig Süßigkeiten und füllten die Nachbarschaften mit Leben und Lachen.
Als echte Hochburg des verkleideten Treibens erwies sich einmal mehr der Bernauer Ortsteil Ladeburg. Wer sich dort auf den Weg durch den Ort machte, begegnete zahlreichen Kindergruppen und gut gelaunten Familien. Viele Anwohner zeigten sich besonders gastfreundlich und luden Vorbeiziehende spontan an der Haustür oder im Garten auf einen wärmenden Glühwein ein. Wer es noch geselliger mochte, schaute auf dem Ladeburger Sportplatz vorbei, wo der SV Blau-Weiß Ladeburg zur ausgelassenen Halloween-Party lud.
Doch nicht nur in Ladeburg war die Begeisterung spürbar. Auch in den Nachbargemeinden zeigten viele Familien ihre schaurig-schöne Seite – so etwa in Panketal. Dort gab es das vielleicht spektakulärste Gruselhaus des gesamten Landkreises zu bewundern: Remo (13) hatte über Wochen hinweg mit enormer Liebe zum Detail eine Kulisse geschaffen, die den Besuchern echten Nervenkitzel bescherte.
Wer sich beim Anblick der vielen leuchtenden Kürbisfratzen fragte, woher dieser Brauch eigentlich stammt, findet die Antwort in der Geschichte: Ursprünglich wurde Halloween vorrangig in den katholischen Regionen der Britischen Inseln gefeiert, allen voran in Irland. Der beleuchtete Kürbis geht auf die irische Sage von Jack Oldfield zurück. Dieser überlistete einst den Teufel und handelte aus, dass dieser ihm nie wieder nachstellen dürfe. Als Jack schließlich starb, blieben ihm sowohl der Himmel als auch die Hölle verwehrt. Der Teufel hatte jedoch Erbarmen und schenkte ihm eine glühende Kohle in einer ausgehöhlten Rübe, damit Jack den Weg durch die Dunkelheit fand.
Erst als irische Auswanderer den Brauch in die USA brachten, wich die traditionelle Rübe dem heimischen Kürbis. Als leuchtende „Jack O’Lanterns“ schmücken sie seither auch im Barnim die Vorgärten, um böse Geister fernzuhalten und allen Vorbeigehenden ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern.
Wir danken für die zahlreichen netten Begegnungen!
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