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Nitratbelastung im Kreis Barnim: VSR-Gewässerschutz legt Langzeitauswertung vor

Ergebnisse aus 6 Jahren

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Bernau / Barnim: Die gemeinnützige Organisation VSR-Gewässerschutz hat erstmals eine umfassende Auswertung zur Nitratbelastung des Brunnenwassers im Landkreis Barnim für den Zeitraum von 2006 bis 2025 vorgelegt.

Die Datenbasis umfasst insgesamt 1.511 Wasserproben, die im Rahmen von regionalen Labormobil-Aktionen sowie durch postalische Einsendungen von Brunnenbesitzern erhoben wurden.

Rückgang der Grenzwertüberschreitungen, aber weiterhin Handlungsbedarf

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Die Auswertung zeigt, dass in zahlreichen Gartenbrunnen des Landkreises der Grenzwert der europäischen Nitratrichtlinie von 50 Milligramm pro Liter (mg/l) überschritten wird. Dennoch ist im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte ein rückläufiger Trend messbar:

  • Jahre 2006 bis 2010: In diesem Zeitraum lag der Anteil der Brunnen mit einer Nitratbelastung über dem Grenzwert bei 22,8 %.
  • Jahre 2021 bis 2025: Der Anteil der betroffenen Brunnen sank auf 12,4 %.

Laut Harald Gülzow, der die Untersuchungen im Kreis Barnim langjährig begleitet hat, belegen diese Zahlen, dass die Maßnahmen zur Reduzierung des Nitrateintrags in der Landwirtschaft Wirkung zeigen. Allerdings liege die Belastung weiterhin über dem angestrebten Niveau. Der Anteil der Brunnen mit einer sehr hohen Belastung von über 100 mg/l sank im gesamten Untersuchungszeitraum lediglich geringfügig auf 2,9 %.
Um die weitere Entwicklung zu dokumentieren, wird das Labormobil des Vereins auch im laufenden Jahr wieder im Landkreis Barnim Station machen. Die genauen Termine sowie detaillierte Grafiken sind auf der Website der Organisation einsehbar.

Unterschiede zwischen Wasserschutzgebieten und Außenbereichen

Ein Großteil der belasteten Gartenbrunnen befindet sich außerhalb der offiziellen Wasserschutzgebiete für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Während in den Schutzgebieten viele Wasserversorger bereits frühzeitig reagierten und freiwillige Kooperationen mit der Landwirtschaft eingingen, blieben die gesetzlichen Düngeregelungen im Außenbereich lange Zeit hinter den notwendigen Anforderungen zurück.

Die Kooperationen zwischen Wasserversorgern und Landwirten setzen auf:

  • Effizientere und bedarfsgerechtere Düngung,
  • Gewässerschonende Anbausysteme über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus.

Durch diese Maßnahmen konnte in den Schutzgebieten die Notwendigkeit kostenintensiver technischer Verfahren zur Nitratentfernung vermieden werden.

Ökologische und gesundheitliche Relevanz

Der VSR-Gewässerschutz betont die Notwendigkeit einer flächendeckenden Senkung der Nitratwerte auch außerhalb der Schutzgebiete. Eine zu hohe Nitratkonzentration schränkt nicht nur die sichere Nutzung des Brunnenwassers im Garten (etwa zum Gießen, zur Teichbefüllung oder als Tränkwasser) ein, sondern hat auch ökologische Folgen.

Belastetes Grundwasser speist lokale Bäche und Flüsse, über die der Nährstoffüberschuss letztlich in die Meere – wie die Nordsee – transportiert wird. Dort führt der hohe Kausalanteil an Stickstoff zu verstärktem Algenwachstum (Eutrophierung), was den Sauerstoffgehalt reduziert und die marine Artenvielfalt gefährdet. Eine konsequente Reduzierung der Nitratbelastung sei daher ein wesentlicher Beitrag zum lokalen und überregionalen Artenschutz.

Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und der Gewässer. Die gemeinnützige Organisation führt eigene Untersuchungen durch. Die Beprobung von Flüssen und Bächen kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist der Verein jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.

Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und der Gewässer. Die gemeinnützige Organisation führt eigene Untersuchungen durch. Die Beprobung von Flüssen und Bächen kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist der Verein jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.

Unsere Quellen: VSR-Gewässerschutz e.V.

 

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