Bernau / Barnim: Wenn die Temperaturen steigen, wird Brunnenwasser zur idealen Alternative für den Garten oder den Pool im eigenen Hof. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch wertvolle Trinkwasserreserven.
Damit der Einsatz des eigenen Brunnens unbedenklich bleibt, ist eine Analyse der Wasserqualität ratsam. Für alle Brunnenbesitzer gibt es am Dienstag, 4. August 2026, ein praktisches Angebot direkt vor Ort: Das Labormobil macht von 15:00 bis 17:00 Uhr auf dem Bernauer Marktplatz Halt. Die Mitarbeiter der gemeinnützigen Organisation, Matthias Ahlbrecht und Harald Gülzow, nehmen während dieser Zeit die Proben aus der Bevölkerung entgegen.
Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt des kostbaren Leitungswassers verwendet wird. „Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Matthias Ahlbrecht. Im Labormobil untersucht er wieder gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer bereits noch am Infostand am Ende der Aktion. Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können auch zusätzliche Parameter analysiert werden. Durch die ergänzenden Untersuchungen erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüsegießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Harald Gülzow. Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. Die Gewässerexperten bieten zusätzlich jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr eine telefonische Beratung unter 02831 9763342 an.
Eine Beprobung des Gartenbrunnens ist ganz einfach. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme, 0,5 l Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zu nutzen. „Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen, ohne den Deckel oder die Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Matthias Ahlbrecht.
Präsentation der Messwerte aus 20 Jahren am Infostand
Der VSR-Gewässerschutz führte bereits Auswertungen der bisherigen Analyseergebnisse in der Region durch. Diese zeigen Matthias Ahlbrecht und Harald Gülzow am Informationsstand in Bernau auf einem Bildschirm.
„Unser Nitratdiagramm verdeutlicht, dass die Nitratbelastung nicht so gesunken ist, wie gehofft“, berichtet Matthias Ahlbrecht. Des Weiteren konnte die gemeinnützige Organisation feststellen, dass andere Belastungen, wie Bakterien nach Starkregenfällen im Brunnenwasser, zunehmen. „In Gesprächen mit den Brunnenbesitzern wird häufig klar, dass verschmutztes Regenwasser in die undichten Brunnen eindringen kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es für die Nutzung im Garten wichtig ist, das Brunnenwasser regelmäßig untersuchen zu lassen“, erklärt Matthias Ahlbrecht. So können Brunnenbesitzer bei der Verwendung ihres Wassers ausschließen, dass es zu Gesundheitsrisiken kommt.
Die ausführlichen Auswertungen findet man auch unter vsr-gewaesserschutz.de/regionales/brandenburg-berlin/kreis-barnim/brunnen.
Über den VSR-Gewässerschutz
Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und der Gewässer. Die gemeinnützige Organisation führt eigene Untersuchungen durch. Die Beprobung von Flüssen und Bächen kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist der Verein jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.
Eine Information des VSR-Gewässerschutz e.V.