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Polizei warnt vor Betrugsmasche im Landkreis Barnim

Meldungen der Polizei

Bernau / Barnim: Erneut haben Betrüger die Angst und Hilflosigkeit von älteren Mitbürgern ausgenutzt. Sie verwendeten dabei die Masche des angeblichen Polizeibeamten, der mit seinen Kollegen einer Diebesbande auf die Spur gekommen sei.

Das Ganze läuft i. d. R. darauf hinaus, dass der Anrufer etwas von Durchsuchungsergebnissen erzählt und man auch einen Zettel oder eine Notiz mit den Namen und der Adresse potenzieller Opfer gefunden habe. Und natürlich taucht der Name des Angerufenen darauf auf…

Wenn dann bei den jeweiligen Gesprächspartnern nicht bereits die Alarmglocken ertönen, geht die Sache schon fast drehbuchartig in die nächste Etappe. Nun folgt nämlich die Frage nach vorhandenen Wertsachen und Bargeld. Wird dies auch noch beantwortet, schalten die Ganoven am Telefon umgehend in den Kümmermodus. Es kommt das Angebot, diese Sachen der Polizei in Verwahrung zu geben, damit niemand sich widerrechtlich daran vergreifen könne… Und wenn bei den zumeist älteren Gesprächspartnern daraufhin immer noch kein lichtes Erwachen zu bemerken ist, holen die Betrüger zum finalen Schlag aus. Man werde jemanden vorbeischicken, der die Sachen abhole. Häufig wird sogar noch ein Codewort vereinbart. Nicht viel später erscheint dann tatsächlich ein Abholer, der mitunter nicht einmal Deutsch spricht, alles an sich nimmt und in der Hoffnung auf ein Nimmerwiedersehen verschwindet.

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Beliebt ist auch die Aufforderung an die Geschädigten, das Geld und die Wertsachen in ein Behältnis oder einen Beutel zu packen und dann an den Grundstückszaun zu hängen oder auf dem Grundstück oder im Treppenhaus zu deponieren. Und es wird nicht vergessen zu erwähnen, dass sich die Betroffenen ja ruhig verhalten und nicht nachschauen sollten, um mögliche Komplizen der bereits gefassten Bande, die ja das Haus ausspähen könnten, nicht zu verschrecken… Genauso gingen die Täter bei einer nun betroffenen Rentnerin in einer Gemeinde im Landkreis Barnim vor. Leider durchschaute die hochbetagte Dame das böse Spiel nicht, welches da mit ihr getrieben wurde.

Stattdessen packte sie Geld und Wertsachen in einen Topf und stellte diesen vor die Tür. Nun versuchen Kriminalisten, die Ganoven namentlich bekannt zu machen und der Dame das so hart Ersparte wieder zurückzubringen. Immerhin entstand ihr ein Schaden in sechsstelliger Höhe.

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Damit Ihnen derartiges nicht auch widerfährt, hier noch einmal einige Tipps der Polizei:

  • Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihr Bargeld oder Ihre Wertsachen!
  • Die echte Polizei wird Sie am Telefon auch niemals nach Bargeld und Wertsachen fragen!
  • Bewahren Sie nie größere Bargeldsummen zu Hause auf!
  • Rufen angebliche Polizisten an und erkundigen sich nach solchen Dingen, dann fragen Sie nach Namen und Dienststellen und merken/notieren sich diese Angaben. Legen Sie anschließend unbedingt und umgehend auf und rufen die 110 an! Dort können Sie sich erkundigen, ob Sie es mit echten Polizeibeamten zu tun hatten.
  • Von bei Ihnen auftauchenden Polizeibeamten können Sie jederzeit das Vorzeigen eines Dienstausweises verlangen.
  • Wenn Sie trotzdem überlegen, Geld zu übergeben, rufen Sie zunächst unbedingt Verwandte oder gute Bekannte an und erzählen das Geschehene! Gemeinsam überlegt es sich viel besser, ob die Übergabe wirklich eine gute Idee ist…

Darüber hinaus informiert die Polizei des Landes Brandenburg regelmäßig in den sozialen Medien u.a. zu aktuellen Betrugsphänomenen. Auf den Kanälen bei WhatsApp, Instagram, X und Facebook finden Bürgerinnen und Bürger Präventionshinweise und Verhaltenstipps zu unterschiedlichsten Themen.

Unsere Quelle(n): Polizeidirektion Ost / im Wortlaut.

 

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