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Bernau bekommt vorerst wohl kein eigenes Impfzentrum

Sitzung des Gesundheitsausschusses

Bernau / Barnim: Erst gestern informierten wir über die überparteilichen Bemühungen der Stadt Bernau, ein Covid-Impfzentrum in der Hussitenstadt zu errichten.

Die Forderung nach einem Standort in Bernau, die auch Bürgermeister André Stahl in einem Brief an Gesundheitsministerin Nonnemacher verdeutlichte, wurde am heutigen Mittwoch in der Sitzung des Gesundheitsausschusses des Brandenburger Landtages vorerst „abgewiesen“.

Nachdem BVB / FREIE WÄHLER in der Beratung über die Notwendigkeit der Forderung informierte, das entsprechende Anliegen vortrug und begründete, erklärte Gesundheitsministerin Nonnemacher, dass ein Standort in Bernau nicht vorgesehen sei. Somit bleiben die bisher geplanten 11 Impfzentren-Standorte im Land Brandenburg vorerst bestehen.

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Landtagsabgeordneter Péter Vida zeigte sich heute enttäuscht, dass die Brandenburger Landesregierung die Vorbereitungen so schleppend vorangetrieben hat. Er hatte bereits in den Landtagsdebatten vor einem Monat – unmittelbar nach den ersten Impfstoffzulassungen im Ausland – dafür geworben, dass ein deutlich engmaschigeres Netz errichtet wird.

„Wenn dies enttäuschender Weise nicht erfolgt, sollte zumindest der Einsatz mobiler Impfteams ausgeweitet werden. Zudem muss die Beförderung älterer Bürger zu den Impfzentren vom Land übernommen werden. Wenn über 80-jährige große Distanzen zu ihren Impfungen zurücklegen müssen, sollte das Land – ähnlich dem Senat von Berlin – eine Vereinbarung mit Taxiunternehmen und etwa dem Roten Kreuz eingehen, um die Transportkosten zu tragen. Der Einwand der Landesregierung, dass Brandenburg als Flächenland nicht mit Berlin verglichen werden könne, trägt nicht. Denn die Notwendigkeit der langen Fahrtwege ergibt sich ja aus dem Umstand, dass zu wenig Impfzentren eingerichtet werde, so Péter Vida in einem Statement.

Mit Stand von heute sind in Brandenburg drei Impfzentren in Betrieb. Die anderen sollen bis Anfang Februar eröffnet werden. Die Eröffnung des Standortes Eberswalde ist für den 27. Januar 2021 geplant. (Potsdam, Cottbus und Schönefeld bereits offen – in Planung: Elsterwerda, Frankfurt (Oder), Oranienburg, Eberswalde, Brandenburg an der Havel, Prenzlau, Kyritz und Luckenwalde.) So wie es jetzt aussieht, werde das dafür benötigte Personal erst Mitte Februar vollständig zur Verfügung stehen.

Wenn man sich die Standorte anschaut, so machen sich viele Menschen sorgen darüber, wie sie zum Beispiel von Panketal oder Bernau nach Eberswalde zum impfen kommen sollen. Gerade ältere Menschen haben hier nur begrenzte Möglichkeiten. Zudem besteht bei der Impfung durch mobile Teams unter Umständen auch das Problem der nötigen Kühlung der Impfdosen. Bereits in den letzten Wochen wurden Stimmen stark, die ein weiteres Impfzentrum für den Niederbarnim fordern.

Für einen Standort in Bernau hatte sich auch die Stadt selbst stark gemacht und bot jegliche Unterstützung an. So könnten bei Bedarf Räumlichkeiten kurzfristig zur Verfügung gestellt und hergerichtet werden. Zudem hält es die Stadt Bernau für sinnvoll, Bürgerinnen und Bürger schriftlich über mögliche Impftermine zu unterrichten. Bereits im Dezember 2020 sprach sich Bürgermeister André Stahl nach einer Bernau LIVE – Anfrage für einen Impfstandort in Bernau aus.

Momentane Lage unbefriedigend

Wer dieser Tage die Impf-Zentralnummer Rufnummer 116117 anrief, brauchte viel Geduld. Wie wir bereits in Beiträgen berichteten, war ein Durchkommen teils unmöglich, bzw. man brauchte sehr lange Geduld.

Mittlerweile hat sich die Lage diesbezüglich zwar leicht verbessert, aber nun werden die Impfstoffe knapp. Wie das Land Brandenburg selbst informiert: “Aktuell können nur noch wenige Impftermine vergeben werden, da vorhandene Impfstoffmenge begrenzt und schon fest gebunden ist”.

Das Land Brandenburg hat bisher (12.01.2021) insgesamt 58.500 Impfstoffdosen von BioNTech und Pfizer tatsächlich erhalten. Bis zum 16. Februar 2021 sollen es laut Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) insgesamt 156.000 Impfstoffdosen von BioNTech und Pfizer sein. Die ersten 2.400 Impfstoffdosen von Moderna soll Brandenburg am 12.01.2021 bekommen. Laut BMG-Ankündigung sollen es bis Mitte Februar insgesamt 12.000 Moderna-Dosen sein. Für den vollen Impfschutz sind zwei Impfungen notwendig. So können in Brandenburg bis Mitte Februar voraussichtlich 84.000 Personen geimpft werden.

Holger Rostek, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), sagte: „Grundsätzlich können derzeit Termine nur für die jeweils nächsten 21 Tage vergeben werden. Die ersten drei Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld sind für die kommenden drei Wochen nahezu ausgebucht. So können jetzt täglich jeweils nur eine begrenzte Anzahl neuer Termine für die nächsten Impfzentren in Elsterwerda, Frankfurt (Oder), Oranienburg, Brandenburg an der Havel, Eberswald und Prenzlau vergeben werden. In der vergangenen Woche haben über unsere Call Center 16.146 Bürgerinnen und Bürger ihre Erst- und Zweittermine erhalten, insgesamt wurden somit über 32.000 Termine vereinbart.“

Seit Montag (11.01.) sind 23 mobile Impf-Teams im Land Brandenburg im Einsatz, Anfang Februar werden es 33 sein. Von den insgesamt 345 stationären Pflegeeinrichtungen haben bis heute schon 228 Einrichtungen Termine für die erste und zweite Impfung gebucht. Bis zum 28.01. sind so 42.500 Impfungen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte (bei zwei Impfungen pro Person insgesamt also 21.250 Impflinge) verplant. Bis Mitte Februar sollen alle Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen ein Impfangebot erhalten haben, so das Gesundheitsministerium im Land Brandenburg.

Fragen und Antworten rund um die Corona-Impfung.

Verwendete Quellen: Land Brandenburg, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), Stadt Bernau bei Berlin, BVB / FREIE WÄHLER

 

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