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Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) passt Tarife zum 1. Januar 2027 an

ÖPNV Berlin-Brandenburg

Bernau / Berlin-Brandenburg:  Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhöht seine Fahrpreise zum 1. Januar 2027 um durchschnittlich 3,72 Prozent.

Wie der Verband mitteilt, soll mit dieser Anpassung das bestehende Verkehrsangebot in der Region gesichert und eine stabile finanzielle Grundlage für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geschaffen werden.

Die Tarifanpassung ist nach Angaben des VBB eine Reaktion auf die weiterhin hohen Kosten im ÖPNV‑Sektor. Neben der allgemeinen Inflationsentwicklung belasten vorwiegend notwendige Investitionen in Fahrzeuge, Infrastruktur und die Modernisierung des Streckennetzes die Bilanzen der Verkehrsunternehmen. Berechnet wurde die Erhöhung über das standardisierte VBB‑Tarifentwicklungsverfahren. Der dabei genutzte Tarifindex bildet die Preisentwicklung wichtiger Kostenfaktoren wie Lebenshaltung, Strom und Kraftstoff über einen Zeitraum von 60 Monaten ab.

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Da die Fahrgeldeinnahmen die steigenden Ausgaben nicht vollumfänglich decken, verbleibt ein wesentlicher Teil der Finanzierung bei Bund und Ländern. Vor dem Hintergrund angespannter öffentlicher Haushalte fordern die Länder den Bund dazu auf, die im Koalitionsvertrag angekündigte Erhöhung der Regionalisierungsmittel zügig umzusetzen.

Die Preisänderungen im Überblick

Bei der Ausgestaltung der neuen Tarife wurde angestrebt, die Mehrbelastung für die Fahrgäste auszugleichen. Der Einzelfahrausweis für den Bereich Berlin AB bleibt mit 4,00 Euro preisstabil. Auch der Umrechnungspreis der 4-Fahrten-Karte Berlin AB verändert sich nicht (3,30 Euro pro Fahrt, insgesamt 13,20 Euro). Ebenso unverändert bleiben die Preise für den Einzelfahrschein AB sowie die 4-Fahrten-Karten in den kreisfreien Städten Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel (jeweils 2,70 Euro für den Einzelfahrschein).

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Anpassungen gibt es hingegen in folgenden Tarifbereichen:

  • Berlin Kurzstrecke: Anstieg von 2,80 Euro auf 2,90 Euro
  • Berlin ABC: Anstieg auf 5,20 Euro
  • Potsdam AB: Anstieg um 10 Cent auf 3,10 Euro

Übergangsregelungen für bereits gekaufte Tickets

Für Fahrausweise, die noch im Jahr 2026 erworben werden, gelten klare Übergangsfristen:

  • Fahrausweise mit festem Datum: Behalten ihre Gültigkeit entsprechend der aufgedruckten Datumsangabe.
  • Unentwertete Fahrausweise ohne Preisänderung: Bleiben weiterhin unbegrenzt gültig.
  • Unentwertete Fahrausweise mit Preiserhöhung: Fahrausweise zur Entwertung (wie Einzelfahrscheine oder Abschnitte von 4-Fahrten-Karten), deren Preise sich zum Jahreswechsel erhöhen, können noch bis zum 30. Juni 2027 genutzt oder beim jeweiligen Verkehrsunternehmen zur Erstattung eingereicht werden.

Eine vollständige Übersicht aller ab dem 1. Januar 2027 geltenden Fahrpreise ist auf der Website des Verkehrsverbundes unter vbb.de/tickets/ einsehbar.

Unsere Quelle(n): Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

 

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