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Krisengipfel mit der Deutschen Bahn in Bernau fällt ernüchternd aus

Kaum Verbesserungen in Sicht

Bernau / Barnim: Vor wenigen Tagen informierten wir in einem Beitrag über eine gestartete Petition für die Nachbesserung der Verkehrsplanung für die Linien RB24 und RE3.

Insbesondere geht es hier auch um den Halt des RE3 in Melchow, Biesenthal und Rüdnitz. Nach nur etwa 14 Tagen konnte die Fahrgastinitiative bereits über 1.750 Unterschriften sammeln, die am vergangenen Freitagnachmittag, den 20.01.23, an Holger Auferkamp von der Deutschen Bahn und Max Göthel vom Ministerium Infrastruktur und Landesplanung – Referent Bahn übergeben wurden. Im Anschluss traf man sich zu einem Krisengipfel im Bernauer Rathaus.

Der Frust bei den Pendlern im Regionalverkehr ist groß.

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Der RB24 pendelt bis Dezember 2023 nur zwischen Eberswalde und Bernau, der RE3 ist oft überfüllt und hält nicht in Rüdnitz, Biesenthal oder Melchow und der Schienenersatzverkehr ist schlecht abgestimmt.  So sehen es zumindest die Initiatoren der „Fahrgastinitiative zum Halt des RE3 in Melchow, Biesenthal und Rüdnitz“ und vermutlich viele Menschen, die tagtäglich pendeln müssen.

Entsprechend groß waren die Hoffnungen in den Krisengipfel, der hinter verschlossenen Türen stattfand. Neben Landrat Daniel Kurth und Bernaus Bürgermeister André Stahl waren am Freitag unter anderem der Eberswalder Bürgermeister Götz Hermann, Biesenthals Amtsdirektor André Nedlin und zahlreiche Vertreter der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbundes Berlin / Brandenburg anwesend.

Es war bereits der zweite Termin zwischen den Politikern und dem Bahnkonzern in wenigen Wochen und während sich die Politik Lösungen für die momentane Situation rund um den RB24 und dem Schienenersatzverkehr erhoffte, nutze die Bahn den Termin eher um ihre Herausforderungen rund um die Baumaßnahmen zu erläutern. Denn was die Bahn in ihrem Handgepäck mit sich trug, waren eher schlechte Nachrichten, statt Lösungsvorschläge.

So wird die Bahn den Termin zur Beendigung der Brückenbaumaßnahmen in der Wiltbergstraße in Berlin / Buch im Dezember 2023 nicht halten können. Die Brückenbauarbeiten sorgen dafür, das der Zugverkehr nur eingleisig passieren kann, dieses eine Gleis sei dem Regionalexpress und dem Güterverkehr vorbehalten. Für den RB24 ist schlicht weg kein Platz und dies bis ins Jahr 2024 hinein.

Weiterhin kein Halt des RE3

Die Hauptforderung der „Fahrgastinitiative zum Halt des RE3 in Melchow, Biesenthal und Rüdnitz“, war ein zusätzlicher Halt des RE 3 in den Ortschaften Melchow, Biesenthal und Rüdnitz. Auch dies kann die Deutsche Bahn aus organisatorischen Gründen nicht umsetzten. Der RE3 bedient die genannten Ortschaften während der Rushhour-Zeiten in den Morgen- und Abendstunden. Tagsüber hingegen würde ein zusätzlicher Halt des Zuges den ganzen Fahrplan und damit die feine Abstimmung zwischen den Anschlusszügen in den Knotenpunkten Berlin und Angermünde durcheinanderbringen. Auch eine bessere Taktabstimmung zwischen den Zügen RB24 und den Anschlusszügen in Bernau, bei denen die Pendler*innen zum Teil lange Wartezeiten mitbringen müssen, wurde durch die Bahn geprüft, aber auch hier ist eine Fahrplananpassung nicht möglich.

Angesprochen auf die Probleme im Schienenersatzverkehr winkten die Vertreter des Bahnkonzerns ab. Der Schienenersatzverkehr sei aufgrund der Fahrgastzahlen in den betroffenen Zügen erstellt worden und ist aus Sicht der Bahn-Vertreter ausreichend aufgestellt.

BLR09013 2Fahrgastinitiative übergibt 1.750 Unterschriften

„Natürlich ist der erste Bus überfüllt, weil ihn viele Pendler nutzen. Der dritte Bus hingegen fährt dann fast leer die Strecke ab. Lediglich Herr Dill vom Verkehrsverbund Berlin / Brandenburg räumte Probleme beim Schienenersatzverkehr ein, diese seien zwar selten, sind aber schmerzhaft. „Es ist nicht zufriedenstellend, wenn ein Kind nicht zur Schule kommt und seine Eltern bemühen muss, um pünktlich zu sein. Diese Probleme müssen wir lösen.“

Fehler in der Kommunikation der Bahn

Fehler räumte der Bahnkonzern allerdings beim Thema Kommunikation ein. „Es bringt nichts, wenn die Kommunikation innerhalb der Bahn funktioniere aber weder der Fahrgast noch die betroffenen Städte und Gemeinden involviert sind.“, so Holger Auferkamp Deutsche Bahn. Auch Landrat Daniel Kurth setzte auf mehr Kommunikation: „Jedem Pendler ist klar, dass es Baumaßnahmen geben muss und die Akzeptanz hierfür ist groß, jedoch müssen sich die Pendler*innen darauf einstellen können. Hierfür ist eine frühzeitige Kommunikation zwischen der Deutschen Bahn und den betroffenen Städten und Gemeinden unabdingbar.“

Für die Deutsche Bahn gibt es nun einige Hausaufgaben zu erledigen um die Situation zu verbessern, denn das nächste Krisenreffen ist bereits für Ende Februar anberaumt. Hierfür möchte der Konzern noch einmal die möglichen Technologien, Fahrpläne und Kommunikationswege prüfen, sowie Info-veranstaltungen an den betreffenden Bahnhöfen organisieren.

Bürgermeister André Stahl räumte ein, mit großen Erwartungen gerade in Bezug auf den RB24 in das Treffen hineingegangen zu sein. So hatte Stahl gehofft, man könne die Bauzeit der Wiltbergstraße verkürzen und den RB24 eventuell früher wieder auf die Schiene bringen. Das nun sogar eine Verlängerung der Bauzeit bis 2024 geplant sei, ist wenig zufriedenstellend, gar ärgerlich aber eben auch nicht änderbar. Er hoffe nun, dass die Deutsche Bahn im Bereich Schienenersatzverkehr nachbessert und optimiert um die Belastungen für die Pendler*innen so gering wie möglich zu halten.

Um die Probleme im Schienenersatzverkehr und auf der Schiene schnell erfassen zu können, bittet die Deutsche Bahn darum, die Kommunikationsmöglichkeiten direkt mit der Bahn zu nutzen. Hierfür steht die Telefonnummer des Kundendialogs DB Regio Nordost 033312356881 und die E-Mail-Adresse: kundendialog.berlin-brandenburg@deutschebahn.com zur Verfügung.

Online-Petiton weiterhin aktiv

Um eine Nachbesserung der Verkehrsplanung im Regionalverkehr des RE3, bzw. der RB24 geht es weiterhin in einer Online-Petition.

Unter dem Titel „RE3-Halt in Melchow, Biesenthal und Rüdnitz!“ sind alle eingeladen, sich mit ihrer Unterschrift für Verbesserungen im Regionalverkehr einzusetzen und auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen.

Bis zum heutigen Mittag haben sich etwa 1.830 Menschen an der Petition beteiligt.

Hier kannst du mehr über die Petition erfahren: https://chng.it/nv8nrSbyFq

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