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Bernau: Neuer Stadtteil an der Schwanebecker Chaussee wird „Lindow“ heißen

Nach einigen Jahren der Suche

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Bernau / Barnim: Wie bekannt, sollen in den kommenden Jahren an der Schwanebecker Chaussee in Bernau bis zu 2.000 neue Wohnungen entstehen.

Mit Kitas, einer Schule, Gewerbeflächen und Geschäften soll auf dem ehemaligen Heeresbkleidungsamt ein komplett neuer Stadtteil realisiert werden. Es ist eines der größten Wohnungsbauprojekte im Land Brandenburg, klar, dass solch ein neuer Stadtteil einen eigenen Namen benötigt.

Lange wurde um diesen abgestimmt, beraten oder diskutiert. Hierfür hatte die Stadt Bernau bei Berlin unter anderem Ende 2019 im Amtsblatt / Stadtmagazin „BERNAUER“ aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Das Interesse schien nicht wirklich groß, denn nur 23 Personen beteiligten sich an der Namens-Suche. Aus ihr gingen insgesamt 17 Vorschläge heraus. Mit 5 Stimmen wurde der Name „Neu-Lindow“ als Sieger auserkoren und blieb dann erst einmal eine Weile im Schubfach liegen.

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Auch die Bernauer CDU startete kürzlich eine Namensumfrage – immerhin haben sich etwa 50 Bernauer Haushalte beteiligt. Als Favorit ging hier LINDOW hervor. Mit diesem Ergebnis zogen die Christdemokraten vergangenen Woche in die Stadtverordnetenversammlung und stellten einen Sachantrag mit der Namensgebung LINDOW zur Abstimmung.

Die große Mehrheit der Bernauer Stadtverordneten setzten der Namenssuche ein Ende und stimmten dem Antrag zu. Somit heißt der neue Stadtteil LINDOW und lehnt sich so an die bisherige Namensgebung an. Ob LINDOW später ein eigenständiger Ortsteil werden wird, bleibt abzuwarten. Angesichts, der dann vielen Einwohnerinnen und Einwohner dürfte aber davon auszugehen sein.

Hintergrund zum neuen Wohngebiet an der Schwanebecker Chaussee

Mit dem geplanten Wohngebiet soll die ehemals militärisch genutzte und seit vielen Jahren brachliegende Fläche verschwinden. Im Video findet Ihr ein mögliches Konzept, bzw. eine Visualisierung des Projektes. Es wurde vor etwa 3 Jahren erstellt.

Die Nordland Projekte Bernau GmbH & Co. KG erwarb im Jahr 2015 die Liegenschaft des ehemaligen Heeresbekleidungshauptamtes an der Schwanebecker Chaussee. Das Areal in der Größe von ca. 40 Hektar soll vorrangig als Wohngebiet entwickelt werden.

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung des Wohngebiets zu schaffen, hat die 6. Stadtverordnetenversammlung am 10. März 2016 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohngebiet westlich der Schwanebecker Chaussee (ehemaliges Heeresbekleidungshauptamt)“ sowie die Einleitung der 9. Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren beschlossen.

 

Im Vorfeld gab es allerdings eine große Menge an Diskussionsbedarf rund um die Errichtung des neuen Wohngebiets. Insbesondere ging es hier um die Anzahl der Wohnungen, um fehlenden sozialen Wohnungsraum, den Lärmschutz oder den zukünftigen Verkehr rund um das Wohngebiet. Letztlich einigte man sich darauf, dass der Bauherr die Planungen von ursprünglich 2.300 Wohnungen auf etwa 2.000 herabsetzt. Zudem errichtet der Investor 2 Kita sowie eine Schule, die kostenlos an die Stadt Bernau übergeben werden. (So die Ursprungsplanung)

Fürsprecher begrüßen hingegen das neue Wohngebiet. Immerhin wurden viele Jahre erfolglos nach einem Investor gesucht, der das Grundstück „wiederbeleben“ möchte. Etwa 10 Millionen Euro betragen allein die Kosten für die Entsorgung von Altlasten der ehemaligen sowjetischen Armee. Zudem hat der Denkmalschutz sehr hohe Auflagen an die zukünftigen Bauherren oder Investoren.

Zuletzt war das Wohngebiet im November 2023 noch einmal Thema in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung. Hier ging es um die Änderung des städtebaulichen Vertrages. Beitrag

Im Übrigen sollen die etwa 2.000 Wohnungen nicht auf einmal gebaut werden. Die Bauzeit erstreckt sich über etwa 10 Jahre, so zumindest die bisherige Planung.

Verwendete Quellen: Stadt Bernau, CDU Bernau, Bürgerinformationssystem, Nordland GmbH, AI.STUDIO GmbH Architekten + Ingenieure / Video verlinkt via YouTube

 

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