
Bernau / Brandenburg: Brandenburgs Bauminister Detlef Tabbert hat am gestrigen Mittwoch die „Bilanz Wohnen 2025“ vorgelegt.
Mit einem Fördervolumen von rund 250 Millionen Euro hat die Landesregierung die Mittel für die soziale Wohnraumförderung im Vergleich zum Vorjahr (212 Millionen Euro) deutlich aufgestockt. Die Bilanz weist die Förderung von insgesamt 1.153 Wohneinheiten aus, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen.
Den Schwerpunkt der Förderung bildete mit 1.005 Einheiten der mietpreis- und belegungsgebundene Wohnraum. Dabei orientiert sich der Mitteleinsatz an den regionalen Gegebenheiten:
- Berliner Umland: Rund 54 Prozent der Mittel flossen in diese Region, wobei der Fokus auf dem Mietwohnungsneubau lag.
- Weiterer Metropolenraum: In der Fläche Brandenburgs (46 Prozent der Mittel) standen primär die Modernisierung und der Erhalt bestehender Bestände im Vordergrund.
Für den Neubau und die Wiederherstellung von Mietwohnungen wurden insgesamt 191 Millionen Euro (790 Einheiten) bewilligt. Weitere 24 Millionen Euro flossen in die Instandsetzung von 216 Wohnungen. Auch die Wohneigentumsförderung verzeichnete eine stabile Nachfrage: Rund 34,6 Millionen Euro wurden für 144 Wohneinheiten bereitgestellt, wovon insbesondere junge Familien und Schwellenhaushalte profitierten.
Neben der direkten Finanzierung setzt das Land auf regulatorische Instrumente. So wurden die Förderrichtlinien evaluiert und die Kappungsgrenzen- sowie Mietpreisbegrenzungsverordnung verlängert, um die Mietpreisentwicklung in angespannten Märkten zu dämpfen. Zudem befindet sich die Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung im parlamentarischen Verfahren; die erste Lesung im Landtag fand am 28. Januar 2026 statt. Ziel der Änderung ist eine Vereinfachung der Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau.
Für das laufende Jahr 2026 plant die Landesregierung eine Fortführung der Wohnraumförderung auf konstantem Niveau. Im Haushaltsplan sind erneut 250 Millionen Euro für diesen Zweck veranschlagt.
Bauminister Detlef Tabbert: „Wir nehmen die Wohnbauoffensive in Brandenburg sehr ernst. Die Rahmenbedingungen sind schwierig, trotzdem wurden alle vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel voll ausgeschöpft. Wir sehen, dass weiter hoher Bedarf an Wohnungsbau für breite Schichten der Bevölkerung besteht. Die soziale Wohnraumförderung kann einen entscheidenden – und anteiligen – Beitrag leisten, gegenzusteuern. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass auch in den kommenden Jahren die Förderung auf hohem Niveau erfolgen kann.“
Die vollständige Präsentation kann HIER angesehen werden.
Unsere Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.
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