Landkreis Barnim: Baustart für neue Rettungswache in Blumberg
Fertigstellung: Sommer 2027
Blumberg / Landkreis Barnim: Im stark wachsenden Süden des Landkreises Barnim nimmt ein wichtiges Infrastrukturprojekt Form an.
In Blumberg haben die Bauarbeiten für eine neue, moderne Rettungswache begonnen. Damit erhält der Notfalldienst in der Region eine zukunftsfähige und dauerhafte Grundlage. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Sommer 2027 geplant.
Von der Übergangslösung zum festen Standort
Dem offiziellen Baustart ging ein mehrjähriger Praxistest voraus. Da im bisherigen Versorgungsbereich Seefeld – der sich von Tiefensee bis Eiche erstreckt – die Fahrwege zu lang wurden und sich Hilfsfristen verlängerten, richtete der Landkreis 2022 zunächst testweise eine Rettungswache in Blumberg ein. Die Auswertung der Einsatzdaten gab dem Experiment recht: Der Standort verkürzte die Anfahrtszeiten im Ernstfall spürbar. Nach dem Provisorium auf dem kommunalen Bauhof schufen der Landkreis Barnim und die Gemeinde Ahrensfelde auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Gemeindegrundstück schließlich die Voraussetzungen für den dauerhaften Neubau.
Landrat Daniel Kurth betont die Bedeutung des Vorhabens im Rahmen der kreisweiten Infrastrukturstrategie: Während im Norden mit Projekten wie Joachimsthal, Oderberg oder Finowfurt bereits modernisiert wurde, schaffe man nun im Süden optimale Bedingungen für die Einsatzkräfte. Auch Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke begrüßt die Entwicklung: In einer wachsenden Gemeinde zähle im Notfall jede Minute; die enge Kooperation von Kreis und Kommune habe hier eine tragfähige Lösung hervorgebracht.
Krisensichere Technik und durchdachte Logistik
Die neue Rettungswache wird speziell auf moderne Anforderungen zugeschnitten. Das Gebäude umfasst eine etwa 134 Quadratmeter große Fahrzeughalle, fünf Ruheräume, Sozial- und Sanitärbereiche sowie separate Desinfektions- und Lagerräume. Besonderer Wert wird auf die Ausfallsicherheit gelegt: Als Teil der kritischen Infrastruktur wird die Wache so ausgerüstet, dass der Betrieb auch bei Stromausfällen oder Notlagen unterbrechungsfrei weiterlaufen kann.
Auch verkehrstechnisch ist das Areal optimal angebunden. Einsatzfahrzeuge rücken künftig direkt auf die Freienwalder Chaussee aus, während der reguläre Anliefer- und Dienstverkehr über die kürzlich ertüchtigte Straße am Bahnhof geleitet wird. Ein zusätzlicher Synergieeffekt: Auf dem Gesamtareal entsteht neben der Rettungswache zeitgleich ein neues Busdepot der Barnimer Busgesellschaft.
Genutzte Quelle(n): Landkreis Barnim. Titelbild: Bürgermeister Wilfried Gehrke (l.), Rettungsdienst-Geschäftsführer Claudius Kaczmarek (m.) und Landrat Daniel Kurth bei der Besichtigung der Baustelle – witterungsbedingt aus dem Rettungsbus der BGG heraus.