Anzeige Willkommen beim VAMPER Sommerfest  
 

Bernau: Sanierung von Straße und Radweg zwischen Ladeburg und Lobetal

Berlin-Usedom-Radweg

Bernau / Ladeburg-Lobetal: Es ist ein Dauerthema, das die Gemüter in Bernau und Ladeburg seit Jahren erhitzt: der Zustand und die (Fahrrad-)Nutzung des Biesenthaler Weges.

Die wichtige Verbindungsstrecke zwischen den beiden Ortsteilen ist nicht nur für den alltäglichen Pendelverkehr entscheidend, sondern als Teil des Berlin-Usedom-Radwegs auch eine Hauptschlagader für den regionalen Radtourismus.

Spätestens seit die Verkehrsbehörde des Landkreises Barnim der Straße den Status als Fahrradstraße aberkannte, stand die Region vor einem echten Dilemma. Am vergangenen Donnerstag machte die Bernauer Stadtverordnetenversammlung nun endlich Nägel mit Köpfen und brachte den lang ersehnten Beschluss für den grundhaften Ausbau auf den Weg.

Anzeige

Dass es bis zu dieser Entscheidung so lange gedauert hat, lag keineswegs am fehlenden Willen der Beteiligten. Alle bisherigen Versuche des Fachamtes, der brenzligen Situation mit einem nachträglich angefügten Geh- und Radweg Herr zu werden, scheiterten an der harten Realität. Jede vermeintlich einfache Lösung hätte massiv in die Natur eingegriffen, Grundstücke dritter Eigentümer tangiert und die Kosten ins Unermessliche getrieben. Da sich die Fahrbahn ohnehin in einem desolaten Zustand befindet, folgt nun der große Wurf: Die gesamte Straße wird von Grund auf saniert und erhält einen parallel verlaufenden Radweg.

Diese Variante bringt den großen Vorteil, dass sich die meisten betroffenen Flurstücke bereits im Besitz der Stadt Bernau befinden und das örtliche Ökosystem weitgehend geschont wird. Für mehr Sicherheit in den Abendstunden sorgt zudem eine neu beschlossene Beleuchtungsanlage entlang der Strecke.
Eine kleine Ausnahme gibt es lediglich am Ortseingang von Lobetal. Hier wird der Radweg von der Straße entkoppelt und über ein Flurstück der Hoffnungstaler Stiftung geführt. Die Zusammenarbeit steht jedoch auf sicherem Fundament: Nach Vorlage des Ausbaubeschlusses wird ein Bauerlaubnisvertrag geschlossen, ehe die Stadt die Fläche nach Abschluss der Arbeiten und der nötigen Vermessung offiziell erwirbt.

Bis die ersten Reifen über den neuen Asphalt rollen können, ist allerdings noch etwas Geduld gefragt. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen und abschnittsweise Vollsperrungen mit sich bringen. Die Stadt betont jedoch bereits jetzt, dass die Anwohner ihre Grundstücke auch während der Bauphase stets erreichen können.

Insgesamt schlägt das Großprojekt inklusive aller Umwelt- und Ausgleichsmaßnahmen mit rund 6,4 Millionen Euro zu Buche, die im städtischen Haushalt für die Jahre 2026 bis 2028 bereits fest eingeplant sind. Um die Stadtkasse zu entlasten, hofft Bernau auf Fördermittel des Landes Brandenburg, die bis zu 75 Prozent der Kosten decken könnten. Die Entscheidung darüber fällt Anfang 2027 – erst danach dürfen die Bagger offiziell anrollen.

Auch wenn somit noch einige Monate ins Land gehen, ist der Beschluss eine durchweg gute Nachricht für die Ortsteile und alle Radbegeisterten der Region.

 

Enthält Werbung
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"