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Gemeinde Wandlitz: Kita „Pusteblume“ soll nicht geschlossen werden

Aus dem Rathaus Wandlitz

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Wandlitz / Barnim: Die Spekulationen um eine mögliche Schließung der Kita „Pusteblume“ im Ortsteil Wandlitz wurden im Rahmen eines Informationsabends entkräftet.

In einem offenen Austausch zwischen Gemeindevertretern, Eltern und Mitarbeitenden am 10. März in der Kulturbühne „Goldener Löwe“ wurden die aktuellen Planungen sowie die Gründe für die laufenden Kapazitätsprüfungen erläutert. Heute äußerte sich die Gemeinde Wandlitz im Rahmen einer Pressemitteilung und betonte: „Keine Schließung der Kita Pusteblume geplant.“

Hintergrund der Debatte ist die notwendige Anpassung der Betreuungskapazitäten an die demografische Entwicklung. Da die Geburtenzahlen sinken, prüft die Verwaltung derzeit gemeindeweit, wie die vorhandenen Plätze verantwortungsbewusst auf alle Träger verteilt werden können. Ziel sei es laut Gemeindeverwaltung, eine einseitige Benachteiligung einzelner Einrichtungen zu verhindern.

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Sanierungsstau in Haus 1 als zentraler Faktor

Ein wesentlicher Diskussionspunkt ist der bauliche Zustand von „Haus 1“ der Kita Pusteblume. Das rund 60 Jahre alte Gebäude entspricht nicht mehr modernen energetischen Standards und weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Erste Berechnungen der Gemeinde zeigen, dass eine umfassende Modernisierung – insbesondere im Bereich Barrierefreiheit und Energieeffizienz – kostenintensiver wäre als ein moderner Anbau an das bestehende „Haus 2“.

Prüfung von Übergangslösungen und Kapazitäten

Aktuell untersucht das Bauamt, ob die Kinder aus Haus 1 perspektivisch in Haus 2 untergebracht werden können. Dabei genieße die Kontinuität der pädagogischen Arbeit Priorität: Bestehende Gruppenstrukturen und die Betreuung durch vertraute Erzieherinnen sollen erhalten bleiben.

Parallel dazu wird die tatsächliche Auslastung der Kitaplätze ermittelt. Da viele Eltern ihre Kinder aufgrund früherer Knappheit in mehreren Einrichtungen gleichzeitig angemeldet haben, rechnet die Gemeinde erst im Mai mit belastbaren Daten zur realen Nachfrage.

Sollten die Kapazitäten in Haus 2 nicht ausreichen, werden alternative Szenarien geprüft:

  • Reduzierte Belegung: Haus 1 könnte vorübergehend mit weniger Kindern weiterbetrieben werden.
  • Interimslösung Barnim-Panorama: Es wird geprüft, ob die AWO als Träger vorübergehend Räumlichkeiten in der neuen Kita am Barnim-Panorama anmieten kann. Hierzu stehen noch Abstimmungen mit dem Landkreis und dem zuständigen Ministerium bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen aus.

Fokus auf Transparenz und Trägerwahlfreiheit

Bürgermeister Oliver Borchert betonte während der Veranstaltung, dass es nicht um eine Schließung der Einrichtung gehe, sondern um eine zukunftsfähige Neuausrichtung. Er hob die Bedeutung der pädagogischen Arbeit vor Ort hervor und versicherte, dass das Recht der Eltern auf die freie Wahl des Kita-Trägers unberührt bleibe.

Die Gemeinde kündigte an, den Dialog mit der Elternschaft und dem Träger AWO fortzusetzen, sobald im Mai die detaillierte Auswertung der Anmeldezahlen vorliegt. Eltern und Mitarbeitende wurden dazu aufgerufen, bei Unklarheiten den direkten Kontakt zur Verwaltung zu suchen, um Missverständnissen vorzubeugen.

Genutzte Quelle: Gemeinde Wandlitz.

 

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