
Bernau / Eberswalde: Rund 30 touristische Dienstleister und Regionalentwickler kamen in dieser Woche im Familiengarten Eberswalde zusammen, um sich über die Sanierungen der historischen Schleusen zu informieren.
Eingeladen vom Zweckverband Region Finowkanal (ZRF) diente das Treffen als wichtige Plattform für den Austausch zwischen Baustellen-Realität und touristischer Vision.
Baufortschritt: Zwischen Winterpause und Meilensteinen
Dr. Adolf Maria Kopp, Verbandsvorsteher des ZRF, lieferte einen detaillierten Statusbericht zum ersten Baupaket. Trotz der Herausforderungen durch den strengen Winter – eine rund dreimonatige Eis-Zwangspause verzögerte die Finalisierung – blickt der Verband optimistisch nach vorn. Während an den ersten Schleusen noch die Steuerungstechnik sowie die obligatorischen Trocken- und Nassproben ausstehen, herrscht an der Schleuse Heegermühle derzeit Hochbetrieb. Hier werden aktuell die Tore eingesetzt; zudem werden die Spundwände im oberen Vorhafen zurückgebaut.
Besonders erfreulich für die Branche: An der Schleuse Ruhlsdorf hat bereits die Gestaltung der Außenanlagen begonnen. Läuft alles nach Plan, könnten die ersten modernisierten Schleusen bereits im zweiten Quartal 2026 wieder für den Bootsverkehr freigegeben werden.
Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg
Neben den technischen Details stand die Kooperation im Mittelpunkt. Unter den Gästen befanden sich neben Gastronomen und Hoteliers auch Bootsverleiher sowie Vertreter von Vereinen und Tourismusverbänden. Auch der Barnimer Landrat, in seiner Funktion als Vorsitzender der Verbandsversammlung des ZRF, unterstrich durch seine Teilnahme die Bedeutung des Projekts für die gesamte Region.
Das Treffen machte deutlich: Der Finowkanal ist mehr als eine Wasserstraße; er ist das Rückgrat des lokalen Tourismus. Die enge Vernetzung zwischen Verwaltung und privaten Akteuren ist dabei essenziell, um Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Ausblick auf die Saison 2026
Während die großen Bauarbeiten voranschreiten, steht der Termin für den Saisonstart der Bestandsstrecke bereits fest:
- 18. April 2026: Saisoneröffnung für die sechs Schleusen zwischen Drahthammer und Liepe.
- Betriebsmodus: Diese Abschnitte werden weiterhin im traditionellen Handbetrieb bedient, was den besonderen Charme des Kanals unterstreicht.
Das Fazit der Runde war eindeutig: Die Revitalisierung des Finowkanals ist ein Gemeinschaftswerk. Mit dem regelmäßigen Dialog stellt der Zweckverband Region Finowkanal sicher, dass die touristischen Partner stets über die neuesten Entwicklungen informiert sind und die Region Hand in Hand an der Attraktivität Brandenburgs ältester künstlicher Wasserstraße arbeitet.
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