Anzeige
Anzeige  
Anzeige - Siebenklang Festival Bernau Siebenklang Festival Bernau 2022
 
           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
ÖPNV: Das 9-Euro-Ticket für Juni, Juli und August ist ab heute offiziell überall erhältlich
Flüchtlinge aus der Ukraine: Hinweise zu Hilfsmöglichkeiten – Beitrag
Covid19: Wegfall der meisten Corona-Maßnahmen ab 03. April. Alle Infos
Verkehr: Vollsperrung der L31 zw. Ladeburg-Lanke bis 24. Juni – Beitrag
Wetter am Montag: Mix aus Sonne und einigen Wolken bei bis zu 23 Grad

Bernau: Hund oder Wolf? Gerissenes Reh im Wohngebiet Panke-Park

Zahlreiche Fragen offen

Bernau / Barnim: Eine recht ungewöhnliche Entdeckung machten Anwohner des Panke-Parks am heutigen Sonntag in Bernau.

Unmittelbar am Wohngebiet „Pankebogen“ lag ein gerissenes Reh, von welchem nur noch der halbe Körper mit den Hinterläufen aufgefunden wurde.

Ein wirklich unschöner Anblick bot sich Spaziergängerinnen und Spaziergänger am heutigen Sonntagmittag. Förmlich in Teile zerrissen lagen die übergebliebenen Reste eines jungen Rehs im feuchten Gras in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens und eines Wohngebietes. Auf den ersten Blick könnte man meinen, ein Wolf hätte zugeschlagen.

Anzeige Stellenangebote Maerkisch Edel

Wenngleich die Wolf-Theorie für einen Laien recht naheliegt, so ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass ein Wolf so dicht an einem Wohngebiet auf Beutezug geht. Dies sah auch der herbeigerufene Jagdpächter Erich Einecke so. Im Beisein der ebenfalls informierten Tierärztin Lisanne Tesch, gab der Fund allerdings jede Menge Fragen auf. Vom gerissenen Tier fehlten weit und breit die Vorderläufe sowie der Kopf. Auch scheint es so, als wäre das leblose Tier oder Teile davon, noch einige Meter gezogen worden. Die Stelle an der das etwa einjährige Reh getötet wurde, war einige Meter entfernt vom Fundort. Das kuriose: Zwischen den beiden Orten befindet sich ein Zaun.

Wie Jagdpächter Erich Einecke Bernau LIVE an der Fundstelle berichtete, gab es vor gut einem Jahr an fast gleicher Stelle einen ähnlich fraglichen Vorfall – die Todesursache wurde damals jedoch nicht geklärt. Zwar seien im Umland, bzw. am Rand der äußeren Ortsteile von Bernau bereits Wölfe gesehen worden, allerdings bisher noch nicht in solch dicht bewohnter Ortslage. Die Fundortsituation, bzw. die Verletzungen des Tieres, könnte allerdings für einen Wolf sprechen, wenngleich so recht niemand der anwesenden Fachleute daran glauben wollte. Auch fehlten typische Wolfspuren in unmittelbarer Nähe. Die Möglichkeit, dass es ein größerer Hund war, wurde ebenfalls in Betracht gezogen – in der Nähe gab es zumindest Hunde- und Menschenspuren. Allerdings spreche auch hier einiges dagegen oder zeichnet sich eher als unwahrscheinlich ab. Festlegen wollte sich keiner der Anwesenden. Dass der Kopf, Vorderläufe und innere Organe gleichermaßen fehlten, ist allerdings für Hund und Wolf gleichermaßen absolut ungewöhnlich. Andere Tiere wurden hingegen ausgeschlossen.

Um nun Genaueres zu erfahren, wurde der Kadaver eingepackt und soll nun von Fachleuten im Veterinäramt untersucht werden. Bei intensiver Untersuchung ist es möglich, auch im Nachhinein noch festzustellen, ob es sich eventuell doch um einen Wolf gehandelt haben könnte*.

Die Auffindsituation lässt allerhand Fragen offen. Was jedoch feststeht ist, dass das Tier in den heutigen frühen Morgenstunden zu Tode kam. Zum Glück wurde es heute aufgefunden. Man möchte sich nicht vorstellen, wenn es Kinder des nahegelegenen Kindergartens entdeckt hätten.

IMG 6881

IMG 6900 2Teile der Bilder wurden unkenntlich gemacht

*Nachtrag 24. Januar: Nach einhergehender Untersuchung kamen die Fachleute zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem „Jäger“ mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um einen Wolf handelte.

 

Anzeige
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Anzeige
error: Alert: Inhalt ist geschützt !!