
Bernau / Barnim: Eine bittere Auswärtsreise für den Brandenburger Basketball-ProB-Ligisten: Trotz einer leidenschaftlichen Aufholjagd im letzten Viertel musste sich Lok Bernau am Samstagabend den EN Baskets Schwelm mit 81:84 geschlagen geben.
In einer Partie, die von personellen Sorgen und defensiver Intensität geprägt war, fehlte den Bernauern am Ende nur ein Quäntchen Glück zum Sieg.
Personeller Rückschlag vor dem Tip-off
Bereits vor Spielbeginn musste Headcoach Dan Oppland seine Pläne anpassen. Point Guard Shawn Scott II (#8) fiel kurzfristig verletzungsbedingt aus. Für ihn rückte Mathéo Hermann (#4) in das Aufgebot für die Reise nach Nordrhein-Westfalen. Der Ausfall des Leistungsträgers zwang das Team zu einer schnellen taktischen Umstellung gegen den Play-off-Anwärter aus Schwelm.
Wechselbad der Gefühle in der ersten Halbzeit
Der Start in die Partie verlief für die Gäste zunächst verheißungsvoll, doch die EN Baskets fanden schneller zu ihrer defensiven Stabilität. Besonders eine zweieinhalbminütige Phase ohne Bernauer Punkte nutzten die Hausherren konsequent aus, um sich zweistellig abzusetzen. Erst ein Distanzwurf von Anthony Watkins brach den Bann. Mit einem Stand von 28:20 ging es in den zweiten Abschnitt.
Dort bewies Lok Bernau jedoch Moral. Während die Defensive der Gastgeber zunächst kaum Lücken ließ, fanden die Bernauer über eine verbesserte Ballbewegung zurück ins Spiel. Ein Trio aus Distanzschützen – Emanuel Schüler (#2), Anton Nufer (#7) und Meo Martin (#18) – brachte die Gäste mit wichtigen Dreiern zurück in Schlagdistanz. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 46:43 wieder gänzlich offen.
Defensive Intensität und ein dramatisches Finale
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Begegnung zu einer physischen Abwehrschlacht. Beide Mannschaften schenkten sich unter den Körben nichts. Während Bernau zwischenzeitlich ausgleichen konnte, erarbeitete sich Schwelm dank einer starken Dreierquote bis zum Ende des dritten Viertels erneut einen Acht-Punkte-Vorsprung (64:56).
Im Schlussabschnitt schien die Vorentscheidung gefallen, als die Gastgeber ihren Vorsprung auf 14 Punkte ausbauten. Doch die Bernauer Löwen gaben sich nicht geschlagen:
- Die Aufholjagd: Zwei Dreier von Guy Artmann (#24) und ein Distanztreffer von Marco Rahn (#15) verkürzten den Abstand rapide.
- Der Moment des Spiels: Ein spektakulärer Dunk von Akim-Jamal Jonah (#34) versetzte die mitgereisten Fans in Ekstase und brachte Lok bis auf zwei Zähler heran.
In der dramatischen Schlussphase entschied das Nervenkostüm an der Freiwurflinie. Während Bernau eine Chance zum Ausgleich liegen ließ, verwandelte Schwelm seine Freiwürfe sicher. Der letzte Verzweiflungswurf von Marco Rahn verfehlte in der Schlusssekunde knapp das Ziel, sodass die Anzeigetafel ein denkbar knappes 84:81 für die Gastgeber auswies.
Fazit und Ausblick
Trotz der Niederlage lässt die kämpferische Leistung aufhorchen. Ein besonderes Lob verdienten sich die mitgereisten Lok-Fans, deren lautstarke Unterstützung sogar die Kommentatoren des Livestreams beeindruckte. Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht: Bereits am kommenden Samstag steht das nächste richtungsweisende Spiel vor heimischer Kulisse an.
Nächstes Heimspiel: Lok Bernau vs. TSV Neustadt temps Shooters
Datum: Samstag, 21.03.2026, um 19:00 Uhr
Ort: Sparkassen-Arena Bernau
Details zum Spiel, weitere Informationen und Tickets auf den Seiten von LOK Bernau. Titelgrafik: LOK Bernau.
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