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Schulterschluss für die Schwächsten: Landkreise eröffnen Kinderschutzambulanz

Kinderschutz ist in Nordost-Brandenburg

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Oldies an More in Eberswalde - Bild kann nicht geladen werden.

Bernau / Eberswalde: Wenn es um das Wohl von Kindern und Jugendlichen geht, spielen Grenzen keine Rolle – das beweisen die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland und die Uckermark.

Zum 1. April 2026 nimmt am GLG Werner Forßmann Klinikum in Eberswalde eine der ersten Kinderschutzambulanzen des Landes Brandenburg ihren Betrieb auf. Damit schließt die Region eine kritische Versorgungslücke und professionalisiert die Hilfe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung massiv.

Die neue Einrichtung ist das Ergebnis einer engen interkommunalen Kooperation. Ziel ist es, bei Hinweisen auf körperliche oder seelische Misshandlung, Vernachlässigung oder sexualisierte Gewalt schnell und rechtssicher zu reagieren. Das Besondere: In der Ambulanz arbeitet ein multiprofessionelles Team aus der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Psychiatrie Hand in Hand.

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Ein zentraler Vorteil des neuen Zentrums ist die gerichtsfeste Dokumentation von Verletzungen. Bisher mussten betroffene Kinder oft langwierige und mehrfache Untersuchungen über sich ergehen lassen. In der neuen Fachstelle wird diese Belastung minimiert, indem standardisierte Abläufe eine umfassende Diagnostik „aus einer Hand“ ermöglichen.

Die Landräte der beteiligten Kreise sehen in der Kooperation einen Meilenstein für die regionale Sozial- und Gesundheitsstruktur:

Daniel Kurth (Barnim) betont die moralische Pflicht: „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, bei Verdachtsfällen schnell und sensibel zu handeln. Wir zeigen, dass wir über Kreisgrenzen hinweg Lösungen für junge Menschen schaffen.“

Karina Dörk (Uckermark) hebt die strukturelle Bedeutung hervor: „In anderen Bundesländern gehören solche Ambulanzen längst zum Standard. Wir schließen hier eine Lücke und schaffen eine verlässliche Anlaufstelle für besonders schutzbedürftige Kinder.“

Gernot Schmidt (Märkisch-Oderland) lobt die medizinische Qualität des Standorts: „Mit dem GLG-Klinikum haben wir einen Partner auf höchstem Niveau, um den Schwächsten unserer Gesellschaft zu helfen.“

Die Kinderschutzambulanz fungiert als spezialisierte Fachstelle, die ausschließlich von den zuständigen Jugendämtern beauftragt wird. Durch die enge Verzahnung von medizinischer Expertise und staatlicher Jugendhilfe können notwendige Schutzmaßnahmen ohne Zeitverzug eingeleitet werden.

Mit diesem Projekt bündeln die drei Landkreise ihre Kompetenzen und setzen ein deutliches Zeichen: Kinderschutz ist in Nordost-Brandenburg keine bloße Verwaltungsaufgabe, sondern gelebte interkommunale Priorität.

Genutzte Quelle: Landkreis Barnim.

 

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