
Bernau / Brandenburg: Die Polizeidirektion Ost, deren Zuständigkeit die Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie die Stadt Frankfurt (Oder) umfasst, zieht für das Jahr 2025 eine gemischte Bilanz.
Mit insgesamt 21.621 registrierten Verkehrsunfällen wurde der niedrigste Wert der vergangenen fünf Jahre erreicht. Während die Zahlen in den Polizeiinspektionen flächendeckend sanken, verzeichneten die Autobahnabschnitte mit 1.477 Unfällen jedoch eine Zunahme.
Positive Entwicklung bei Personenschäden und Verunglückten
Entgegen dem landesweiten Trend sank die Zahl der Verletzten in der Direktion um rund drei Prozent auf 3.085 Personen. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Schwerverletzten aus, deren Zahl um 12 % auf 483 sank. Im Sinne des integrierten Verkehrssicherheitsprogramms des Landes Brandenburg ist damit ein Rückgang der Gesamtzahl aller Verunglückten – die Summe aus Verletzten und Getöteten – auf 3.143 Personen gelungen.
Trotz der insgesamt rückläufigen Unfallentwicklung stieg die Zahl der Todesopfer jedoch massiv an. Im Jahr 2025 verloren 58 Menschen ihr Leben – 19 mehr als im Vorjahr (39), was einer Steigerung um fast 50 % entspricht.
Kritische Unfallursachen: Geschwindigkeit und Abstand
Trotz der positiven Gesamttendenz stieg die Zahl der Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit um 18 % auf 1.512 Fälle. Die Folgen waren hier besonders schwerwiegend: 30 Menschen verloren durch überhöhtes Tempo ihr Leben, was rund der Hälfte aller Verkehrstoten der Direktion entspricht. Auch Unfälle durch unzureichenden Sicherheitsabstand nahmen leicht auf 1.948 Fälle zu, wobei die Zahl der Todesopfer hier mit zwei Personen konstant blieb.
Fahrten unter berauschenden Mitteln
Bei den Fahrten unter Alkoholeinfluss war ein leichter Rückgang auf 297 Unfälle zu verzeichnen, wenngleich die Zahl der dabei verletzten Personen geringfügig stieg. Besorgniserregend ist hingegen die Entwicklung bei Drogenunfällen: Diese stiegen deutlich von 48 auf 74 Fälle an, wobei sich auch die Zahl der Verletzten auf 37 erhöhte.
Ungeschützte Verkehrsteilnehmer und Baumunfälle
Ein zweigeteiltes Bild zeigt sich bei Rad- und Motorradfahrern sowie Fußgängern. Zwar sanken die Unfallbeteiligungen von Radfahrern (-10 %) und Motorradfahrern (-64 Fälle) insgesamt, doch die Zahl der Todesopfer stieg in beiden Gruppen massiv an: Elf Radfahrer und zehn Motorradfahrer verunglückten tödlich. Kollisionen mit Straßenbäumen bleiben zudem ein Hauptrisiko; sie forderten 24 Todesopfer, was 41 % aller Verkehrstoten der Direktion ausmacht.
Resümee und Ausblick
Obwohl die Gesamtzahl der Verunglückten sank, stieg die Zahl der Verkehrstoten in der Summe deutlich auf 58 Personen an (Vorjahr: 39). Die Analyse verdeutlicht, dass insbesondere überhöhte Geschwindigkeit und die Teilnahme am Straßenverkehr unter berauschenden Mitteln weiterhin zentrale Gefahrenquellen darstellen. Die Polizeidirektion Ost wird daher die Verkehrsüberwachung mit hoher Intensität fortführen, um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen.
Unsere Quelle: Polizeidirektion Ost. Wir haben die Verkehrsunfallbilanz stark eingekürzt und zusammengefasst. Genauere Angaben, Zahlen und Details findet ihr hier.
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