
Bernau / Barnim / Berlin: Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Berlin, Barnim und Brandenburg kommt es am Freitag, den 27. Februar, sowie am Samstag, den 28. Februar, voraussichtlich zu weitreichenden Ausfällen.
Hintergrund ist ein zweitägiger Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten im Geltungsbereich des TV-N aufgerufen hat. Ziel der bundesweiten Maßnahme ist es, den Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen.
Wie und in welchem Umfang einzelne Verkehrsunternehmen im Detail betroffen sind, stand zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Betroffen ist auch die Barnimer Busgesellschaft (BBG) mit ihren Betriebshöfen in Bernau, Eberswalde und Bad Freienwalde. Nicht betroffen sind hingegen die S-Bahn oder die Regionalbahn.
Die Differenzen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft betreffen vor allem die Arbeitsbedingungen: Während ver.di auf eine Entlastung durch Arbeitszeitverkürzung und zusätzliche Urlaubstage pocht, verweisen die Arbeitgeber auf den engen finanziellen Spielraum. Über dem Konflikt steht die grundsätzliche Debatte um die Refinanzierung des Sektors; beide Parteien mahnen eine bessere finanzielle Ausstattung des öffentlichen Nahverkehrs durch die Bundes- und Landespolitik an.
Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Verkehrsbetriebe in den kommenden Stunden oder bis zum morgigen Mittwoch genau mitteilen werden, inwiefern der Streik Auswirkungen auf den jeweiligen Linienbetrieb haben wird.
Sachstand: 24. Februar, 11.30 Uhr.
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