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Bernau: Umweltsünden im Schönfelder Weg vor Gericht

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Mülldeponie Bernau, Gehab, Brand, Umwelt, Bernau, Bernau LIVE, LandgerichtMülldeponie Bernau: Vor fast genau 10 Jahren sorgte der Brand einer Mülldeponie für einen tagelangen Einsatz der Feuerwehren.

Prozessauftakt in Frankfurt / Oder. Seit gestern muss sich die ehemalige Geschäftsführerin der Firma GEAB (Gesellschaft für Abfallverwertung und Bodensanierung) aus Bernau, Sylvia G. und ihr Kollege Stefan K., vor dem Landgericht Frankfurt / Oder für Umweltstraftaten in einem besonders schweren Fall verantworten.

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Systematisch hatten die Beschuldigten, laut Anklage, über Jahre hinweg mehrere Tausend Kubikmeter Kunstoff- , giftige Gewerbe-, Elektro- und nicht zuletzt Hausabfälle mit Erde vermischt und diese in riesigen Erdwällen auf dem Gelände des Betriebshofes gelagert.

Anfang September 2005 kam es dann zum Super Gau und sorgte für großes Aufsehen in Berlin und Brandenburg. Zahlreiche Anwohner fühlten sich auf Grund der sehr hohen Ungezieferbelastung in ihrer Wohnqualität gestört. Einem Bernauer war es dann zu viel! Er schlich sich auf den Betriebshof und zündete den vorhandenen Müll an.

Mehrere Tage waren nötig, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, bei dem 15000 Tonnen Müll vernichtet wurden.

Zwei Wochen später stellte das Landesumweltamt Strafanzeige gegen den Betreiber wegen dem Betrieb einer illegalen Anlage.

Schon bei Kontrollen im Frühjahr 2005, stellten Kontrolleure 117.000 Tonnen, statt der erlaubten 45.000 Tonnen Müll fest.

Bis ins Jahr 2010 wurde weiterhin auf illegale Weise Müll gesammelt und gelagert, bevor die GEAB dann Insolvenz anmeldete.

Erschreckend ist hierbei der Gedanke, dass das Gelände zwar verschlossen, jedoch bis zum heutigen Tag nicht geräumt wurde. Bis zu 200.000 Kubikmeter Müll lagern nach wie vor auf dem ehemaligen Betriebshof.

Erst im Mai 2015 legte die Fraktion Bündnis90-Grüne/Piraten einen Antrag zum Prüfauftrag hinsichtlich der Umsetzbarkeit eines nachhaltigen Sanierungskonzeptes für die belasteten Deponieflächen Bernaus vor.

Es stellte sich in der Diskussion des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses vom 09.04.2015 heraus, dass die Mehrheit der anwesenden Stadtverordneten aus Zuständigkeitserwägungen heraus nicht bereit waren, das erforderliche Geld für eine solche Machbarkeitsstudie aus dem Stadthaushalt bereitzustellen.

Die Stadtverordnetenversammlung einigten sich auf die Aufnahme von Verhandlungen mit der Landesregierung und der Kreisverwaltung über die Aushandlung einer fairen und verantwortungs-/ interessengerechten Kostenteilung für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Klärung der aufgeworfenen Fragestellungen zur Sanierung des Geländes.

Unterdessen wird im Landgericht Frankfurt / Oder die Verhandlung am Montag fortgesetzt, mehrere Zeugenaussagen und Gutachten sind zu bewerten, bevor am 24.08.2015 das Urteil erwartet wird.

Fotos: Brand: Polizei-Pressefoto / Karte: © 2015 Google, Kartendaten © 2015 GeoBasis-DE/BKG (©2009), Google / Gericht: Landgereicht Frankfurt/Oder

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