
Bernau / Barnim: Der NABU Barnim lädt Naturbeobachter und Frischluftfans am Sonntag, den 25. Januar 2026, zu einer besonderen Winterwanderung ein.
Die rund dreistündige Tour führt durch die abwechslungsreiche Kulisse des Biesenthaler Beckens, das auch in der kalten Jahreszeit mit faszinierenden Einblicken aufwartet. Neben Wissenswertem über die Geologie und Ökologie der Region erhalten die Teilnehmenden praktische Anregungen, worauf es bei der Naturbeobachtung im Winter ankommt.
Interessierte treffen sich um 10.00 Uhr in Biesenthal am Ende des Langerönner Wegs (Rastplatz am Eingang des Naturschutzgebietes). Eine wunderbare Gelegenheit, die heimische Wildnis von einer neuen Seite kennenzulernen. Zu der Wanderung lädt Andreas Krone, NABU-Schutzgebietsbetreuer für das Biesenthaler Becken, ein. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Naturparadies Biesenthaler Becken
Das Biesenthaler Becken zählt mit seinen 1.000 Hektar zu den ökologisch wertvollsten Naturschutzgebieten Brandenburgs. Geprägt durch die letzte Eiszeit, vereint das Areal auf engstem Raum extrem unterschiedliche Ökosysteme – von trockenen Kames-Hügeln bis hin zu tiefen Mooren und naturnahen Fließgewässern.
Diese strukturelle Vielfalt macht das Gebiet zu einem Hotspot der Biodiversität. Es dient als Rückzugsort für zahlreiche stark gefährdete Tierarten. Während in den Gewässern Steinbeißer und Bitterling heimisch sind, bietet das weite Gelände Schutz für Fischotter, Biber, Kraniche und Amphibien wie den Moorfrosch. Für Naturbeobachter ist das Becken damit zu jeder Jahreszeit ein Ziel von höchstem faunistischem und floristischem Wert.

Sicherung der Wildnis: Das Engagement der NABU-Stiftung
Damit das Biesenthaler Becken auch für kommende Generationen ein Naturparadies bleibt, setzt die NABU-Stiftung auf nachhaltigen Schutz durch Eigentum. Ihr Ziel: die Wiederherstellung der einst so prägenden, urwüchsigen Laubwälder. Durch gezielten Flächenkauf stellt die Stiftung sicher, dass wertvolle Lebensräume dauerhaft der wirtschaftlichen Nutzung entzogen werden.
Mittlerweile befinden sich über 400 Hektar Wald, Wiesen und Gewässer in der Obhut der Stiftung. Doch Eigentum allein ist nur der erste Schritt: In enger Kooperation mit dem Naturpark Barnim treibt die NABU-Stiftung die Renaturierung von Mooren und Fließen aktiv voran. Auch in Zukunft soll dieser „Schutzschirm“ wachsen, um die ökologische Vielfalt der Region Quadratmeter für Quadratmeter zu sichern.
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