
Bernau / Brandenburg: Bernau, Barnim und Brandenburg steht ab dem morgigen Freitag voraussichtlich ein unruhiges Winterwochenende bevor.
Angesichts der für Freitag angekündigten starken Schneefälle und Sturmböen hat der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) erhöhte Einsatzbereitschaft signalisiert. Die Räum- und Streudienste bereiten sich daher auf schwierige Bedingungen auf den Straßen des Landes vor.
Trotz maximaler Einsatzbereitschaft verweist der Landesbetrieb dennoch auf die Grenzen des Winterdienstes. Die Behörde appelliert an die Bürger, unnötige Fahrten zu vermeiden oder zumindest mit äußerster Achtsamkeit unterwegs zu sein.
„Unsere Teams sind bereit, aber jeder Verkehrsteilnehmende sollte seine Fahrweise den winterlichen Bedingungen anpassen“, so Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen. „Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte seine Fahrt verschieben.“
Um das Verkehrsnetz funktionsfähig zu halten, mobilisiert der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) ein gewaltiges Aufgebot: Rund 970 Einsatzkräfte und Partnerunternehmen stehen nach Eigenangaben bereit. Bereits ab den frühen Morgenstunden am Freitag schwärmt die Flotte von 250 Räum- und Streufahrzeugen aus, um rund 6300 Kilometer Bundes- und Landesstraßen sowie 1700 Kilometer innerörtliche Verbindungen zu sichern. Der Fokus liegt dabei klar auf den überregionalen Hauptverkehrsadern und hochfrequentierten Strecken.
„Unsere Streu- und Räumfahrzeuge arbeiten rund um die Uhr. Trotz aller Vorbereitung können jedoch extreme Wetterlagen wie Schneeverwehungen zu unvorhersehbaren Behinderungen führen“, erklärt Koehler.
Die Salzlagerhallen sind gefüllt und an Steigungen sind Streugutboxen installiert, sodass Lkw-Fahrende im Notfall schnell Streumaterial erhalten können, so der Landesbetrieb abschließend.
Die Zuständigkeit
Auch wenn die Wahrnehmung des Winterdienstes in diesen Tagen von vielen vermutlich eher als gering einzuschätzen ist, so ist zu beachten, dass der Landesbetrieb nicht für alle Straßen zuständig ist. Hauptsächlich ist der LS für Bundes- und Landstraßen zuständig. Er ist nicht zuständig für kleinere Straßen, Plätze oder Gehwege. Hierfür sind die Gemeinden oder die Grundstückseigentümer selbst zuständig, die die Schneebeseitigung durch z.B. Bauhöfe oder durch Fremdvergabe veranlassen.
Schwierig wird die Arbeit auch dann, wenn die Straßen alt oder marode sind. Bei älteren Straßen ist die Straße so gewölbt, dass das freischwimmende Schneeschild nicht richtig aufliegen kann. Ebenso, wenn Fahrzeuge zu dicht am Straßenrand- oder in 2. Reihe parken oder eine Einfahrt nicht möglich ist. Hinzu kommt, dass das gestreute Salz nur dann seine Wirkung erzielt, wenn auf diesem auch gefahren wird. Es bringt also fast nichts, wenn in der Nacht um 1 Uhr Salz gestreut wird und keiner lang fährt, bzw. es vielleicht noch pausenlos schneit. Im Übrigen verliert gestreutes Salz, welches vielerorts verboten ist, ab einer Temperatur von etwa –8 Grad erheblich an seiner Wirkung.
Wetterwarnungen
Seitens des Deutschen Wetterdienstes besteht aktuell für den Raum Bernau eine Vorabinformation Unwetter vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Hierin heißt es:
Ab Freitagvormittag zieht aus Südwesten anhaltender und teils kräftiger Schneefall mit markanten Neuschneemengen auf. Im Zusammenspiel mit einem bereits in der Nacht zum Freitag zunehmend böigem Ostwind können starke Schneeverwehungen auftreten. Dabei muss mit starken Einschränkungen auf Verkehrswegen gerechnet werden. Hinsichtlich der Intensität des Ereignisses bestehen noch Unsicherheiten. Akute Unwetterwarnungen werden bei Bedarf ausgegeben. (Fr, 9. Jan, 03:00 – Sa, 10. Jan 03:00 Uhr) Quelle: Deutscher Wetterdienst.
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