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Protestaktion – Licht an! Friseure kämpfen auch in Bernau ums Überleben

"Wir leben von unseren Ersparnissen"

Bernau / Barnim: Unter dem Motto „Licht an, bevor es ganz ausgeht!“ rief der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks am gestrigen Sonntag dazu auf, das Licht in den Friseursalons 24 Stunden brennen zu lassen.

Mit der bundesweiten Aktion, an der sich mehrere tausend Friseur-Betriebe beteiligten, sollte ein Hilferuf bis ins teils weit entfernte Berlin gesendet werden. Denn Friseur-Betriebe stehen, ähnlich wie Teile des Einzelhandels oder unzählige Gastronomen, mit dem Rücken an der Wand und schauen in eine schwierige und ungewisse Zukunft.

Auch Isabel und Carolyn vom Bernauer Friseursalon HAARmonie wollten mit der Aktion ein Zeichen setzen und für die Politik, aber auch für ihre Kunden sichtbar bleiben. Bereits seit 10 bzw. 7 Jahren ist der Friseursalon in der Berliner Straße das zweite Zuhause der beiden Frauen.

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Das eingespielte Team hatte sich nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr schnell wieder aufgerappelt. Durch umfangreiche Umbaumaßnahmen und der Anschaffung von Schutz- und Hygieneartikeln gelang es ihnen, die erste Phase des Lockdowns relativ gut zu überstehen.

Auch die schnellen finanziellen Hilfen des Land Brandenburg im ersten Lockdown, haben dem kleinen Friseurbetrieb im letzten Jahr über die schwere Zeit hinweggeholfen.

Doch nun im zweiten Lockdown, ist alles anders. Bereits seit 7 Wochen müssen Kamm und Schere vergeblich auf ihre Bestimmung warten. Ein notwendiges Übel, welches auch Isabel und Carolyn angesichts der hohen Infektionszahlen für gut befinden. Allerdings lebt der Friseursalon aktuell von dem Ersparten, denn die durch die Regierung versprochenen Hilfen lassen auf sich warten und die laufenden Kosten steigen Besorgniserregend in die Höhe.

Anfänglich sorgten Softwareprobleme bei der Beantragung von Hilfsgeldern für Frust bei den Unternehmer*innen. Hinzu gesellte sich die lange Überbrückungszeit ohne jegliche Einnahmen oder Zahlungen seitens des Staates. So teilt die Investitionsbank des Landes Brandenburg aktuell mit, dass erst zwei Drittel der Anträge für die Novemberhilfe bearbeitet sind.

In einer Pressemitteilung der ILB heißt es hierzu, „Seit dem 12. Januar haben wir technisch Zugriff auf das Bundesportal, um die November- und Dezemberhilfen zu bearbeiten. Das tun wir aktuell mit über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um den Unternehmen auch hier schnellstmöglich zu ihren Geldern zu verhelfen.“

Bernau, Friseur

Isabel und Carolyn (Titelbild) glauben nicht an ein baldiges Ende des Lockdowns, dabei wäre es ihr größter Wunsch, bald wieder arbeiten gehen zu können und ihre Kundinnen und Kunden mit einem Lächeln begrüßen zu dürfen.

Bis es soweit ist, wollen sie weiterkämpfen, mit allen Mitteln durchhalten und der Politik zeigen, dass sich für sie und viele andere geschlossene Gewerbetreibende und Dienstleister schnellstmöglich etwas ändern muss. Vielleicht lassen demnächst mehr Geschäfte in der Bernauer Innenstadt ihre Lichter an, um zu zeigen: „Hey, wir sind noch da!

 

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