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Namens-Diskussion zum neuen Wohngebiet an der Schwanebecker Chaussee in Bernau

Thema der SVV am 23.03.23

Nachrichten aus Deutschland und der Welt 3 x am Tag (Testbetrieb)

Bernau / Barnim: In den kommenden Jahren sollen an der Schwanebecker Chaussee in Bernau bis zu 2.000 neue Wohnungen entstehen.

Mit Kitas, einer Schule, Gewerbeflächen und Geschäften soll auf dem ehemaligen Heeresbkleidungsamt ein komplett neuer Stadtteil realisiert werden. Es ist eines der größten Wohnungsbauprojekte im Land Brandenburg, klar, dass solch ein neuer Stadtteil einen eigenen Namen benötigt.

Hierfür hatte die Stadt Bernau bei Berlin Ende 2019 im Amtsblatt / Stadtmagazin „BERNAUER“ aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Das Interesse schien nicht wirklich groß, denn nur 23 Personen beteiligten sich an der Namens-Suche. Aus ihr gingen insgesamt 17 Vorschläge heraus. Mit 5 Stimmen wurde der Name „Neu-Lindow“ als Sieger auserkoren. (Alle Namensvorschläge findet ihr hier)

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Mit einem Antrag der Stadt Bernau sollen die Bernauer Stadtverordneten in der kommenden Stadtverordnetenversammlung den Stadtteilnamen „Neu-Lindow“ nunmehr offiziell beschließen.

Nicht begeistert zeigt sich die Bernauer CDU. Hier ist man der Auffassung, dass die erfolgte Umfrage kein repräsentatives Ergebnis sei und man die bisherigen „Lindower“ Bewohnerinnen und Bewohner in die Namenssuche stärker einbeziehen müsse.

„Sie sollen aktiv befragt werden, wie das Stadtgebiet zukünftig genannt werden soll. Nach der Einwohnerbeteiligungssatzung können die Lindowerinnen und Lindower zur Namensvergabe entscheiden, ob das neue Stadtgebiet auch „Lindow“ oder „Neu-Lindow“ heißen soll“, so die CDU Bernau.

Der Bernauer CDU-Vorsitzende und  Stadtverordnete Daniel Sauer geht noch einen Schritt weiter: „Es ist schade, dass hier einer ordentlichen Einwohnerbeteiligung ein Riegel vorgeschoben werden soll. Aus 5 Meldungen einen Mehrheitswillen abzuleiten und dabei die Menschen in Lindow außen vor zu lassen, zeigt eins ganz deutlich: Der Bernauer Linken passt Einwohnerbeteiligung nur dann, wenn ihr genehme Ergebnisse bestätigt werden. Schon beim Bauprojekt Schwanebecker Chaussee hat sich die Linke für die Investoreninteressen stark gemacht und den Belangen der Bernauer und ihrer Stadt wenig Bedeutung beigemessen. Dieses Politikverständnis setzt sich mit der Ablehnung der Lindow-Befragung fort. Das unsere ist es nicht.“

Was aus der Namensgebung wird, kann man in der SVV am 23.03.2023 ab 16:00 Uhr verfolgen.

Hintergrund zum neuen Wohngebiet an der Schwanebecker Chaussee

Mit dem geplanten Wohngebiet soll die ehemals militärisch genutzte und seit vielen Jahren brachliegende Fläche verschwinden. Im Video findet Ihr ein mögliches Konzept, bzw. eine Visualisierung des Projektes. Es wurde vor etwa 3 Jahren erstellt.

Die Nordland Projekte Bernau GmbH & Co. KG erwarb im Jahr 2015 die Liegenschaft des ehemaligen Heeresbekleidungshauptamtes an der Schwanebecker Chaussee. Das Areal in der Größe von ca. 40 Hektar soll vorrangig als Wohngebiet entwickelt werden.

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung des Wohngebiets zu schaffen, hat die 6. Stadtverordnetenversammlung am 10. März 2016 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohngebiet westlich der Schwanebecker Chaussee (ehemaliges Heeresbekleidungshauptamt)“ sowie die Einleitung der 9. Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren beschlossen.

Im Vorfeld gab es allerdings jede Menge Diskussionsbedarf rund um die Errichtung des neuen Wohngebietes. Insbesondere ging es hier um die Anzahl der Wohnungen, um fehlenden sozialen Wohnungsraum, den Lärmschutz oder den zukünftigen Verkehr rund um das Wohngebiet. Letztlich einigte man sich darauf, dass der Bauherr die Planungen von ursprünglich 2.300 Wohnungen auf etwa 2.000 herabsetzt. Zudem errichtet der Investor 2 Kita sowie eine Schule, die kostenlos an die Stadt Bernau übergeben werden.

Fürsprecher begrüßen Hingegen das neue Wohngebiet. Immerhin wurde viele Jahre erfolglos nach einem Investor gesucht, der das Grundstück „wiederbeleben“ möchte. Etwa 10 Millionen Euro betragen allein die Kosten für die Entsorgung von Altlasten der ehemaligen sowjetischen Armee. Zudem hat der Denkmalschutz sehr hohe Auflagen an die zukünftigen Bauherren oder Investoren.

Im Übrigen sollen die etwa 2.000 Wohnungen nicht auf einmal gebaut werden. Der Rahmen erstreckt sich über etwa 10 Jahre, so zumindest die bisherige Planung.

Verwendete Quellen: Stadt Bernau, CDU Bernau, Bürgerinformationssystem, Nordland GmbH, AI.STUDIO GmbH Architekten + Ingenieure / Video verlinkt via YouTube

 

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