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Weiterentwicklung in Bernau – Süd – es tut sich was!

Die Stadtverwaltung Bernau lud zum Informationsabend

Bernau: Von weit oben und etwas entfernt betrachtet, liegt der Stadtteil Bernau – Süd so ziemlich idyllisch im Grünen und mit dem äußerem Teil vom Venusbogen oder dem Polluxring wird die Lage mit einer tollen Aussicht belohnt.

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Seit Jahren ist man zudem bemüht, diesen Stadtteil weiter auszubauen und attraktiver zu gestalten. Pläne und Vorhaben gab es in all den Jahren genug, doch diese scheiterten leider all zu oft. Nun will man sich der „Sache“ erneut annehmen und lud am gestrigen Montagabend zu einer Info-Veranstaltung der Stadtverwaltung Bernau ein, in der es um die Erarbeitung eines neuen B-Planes für das Baugebiet Venusbogen gehen sollte. Torsten Schulz war dabei und hat einen sehr interessanten Bericht mitgebracht.

Der alte B-Plan stammte noch aus dem Anfang der 90-er Jahre und enthielt u.a. noch den Neubau einer Schule und Sporteinrichtungen. Ein neuer Plan musste her, da die alte Schule im Schönfelder Weg erhalten blieb und modernisiert wurde sowie der damalige Hauptinvestor, die KLW (KufflerLeisWohnbau GmbH) in die Insolvenz ging. Eine Bebauung fand also nicht mehr statt.

Teilgenommen haben gestern Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bernau, unter der Federführung von Frau Hirschfeld (Leiterin Stadtplanungsamt),  der Chef des Planungsbüros Schweizer, Herr Schweizer sowie ca. 30 interessierte Bürger aus Bernau, vornehmlich Bernau-Süd.

Die Info Veranstaltung diente der Bürgerbeteiligung am Planungsverfahren. Alle Hinweise und Sorgen der Bürger wurden während des Gespräches durch die Stadtverwaltung erfasst und finden Eingang in das Verfahren- so die Aussagen von Frau Hirschfeld.

Zunächst stellte Herr Schweizer 3 Planungsvarianten vor. In allen unverändert enthalten, sind die bereits vorangeschrittenen Planungen und Projekte der Wobau im Bereich Herkulesstraße/ Castorring und Sonnenallee.

Hier baut die WOBAU Mehrfamilienhäuser in 4-5 Etagen. (wir berichteten bereits darüber) Weiterhin teilte Herr Schweizer mit, dass in die Planung aller 3 Projekte eine Verlängerung der Sonnenallee über den Kreisverkehr am Castorring/Polluxring einbezogen wurde. Damit soll die Möglichkeit offengehalten werden, später (also bei verkehrsplanerischen Notwendigkeit) eine 2. Anbindung von Bernau-Süd in Richtung Blumberger Chaussee ermöglichen zu können. Unverändert in allen 3 Projekten bleibt die Erhaltung der Grünfläche mit dem vorhandenen Baumbestand im Bereich der Teiche.

WOBAU Bernau baut 250 Wohnungen an der Herkulesstrasse

Diese Fläche wurde von der Forstverwaltung als Waldfläche bestimmt, soll aber im Laufe des Verfahrens zur Grünfläche unter dem Grundsatz der Erhaltung der vorhandenen Bäume umgewandelt werden. Die Fläche dient der Erholung, erhält einige Wege sowie Spielplätze. Über den Bereich des Regenwasserrückhaltebeckens am Polluxring erhält die Grünfläche eine Verbindung zur Feldmark. Die zurzeit gesperrte Straße des Venusbogens wird ausgebaut und bindet Bernau-Süd zusätzlich an die Börnicker Chaussee an. Der Verlauf der Straße kann nicht verändert werden, da unterhalb dieser Straße Versorgungsmedien liegen, die weiterhin genutzt werden müssen. Die Planungen dazu stammen aus dem B-Plan Anfang der 90-er Jahre

Für das restliche Baufeld unterschieden sich die Projekte. Projekt 1 sieht einen Übergang von der Errichtung von Mehrfamilienhäusern über Reihenhäuser hin zu Einfamilienhäusern in 1-2 etagiger Bauweise vor. Projekt 2  beinhaltet am Venusbogen die Errichtung weiterer Mehrfamilienhäuser mit 3-4 Etagen, die dann wiederum übergehen in die Bebauung mit Einfamilienhäusern. Im 3. Projekt werden ab dem Kreisverkehr / Sonnenallee fast nur noch Einfamilienhäuser errichtet.

Frau Hirschfeld übernahm im Anschluss die Führung der Diskussion. Wie zu erwarten, wurde die Hauptprobleme an der möglichen Fortführung der Sonnenallee in Richtung Blumberger Chaussee gesehen. Hier gab es vielfach ablehnende Haltungen, vor allem Seitens der anwesenden Eigentümer und Häuslebauer, die durch zunehmenden Verkehr um ihre Ruhe und eine Abwertung ihres Grundstückswertes fürchten.

Andere Anwesende begrüßten die Überlegungen, den zunehmenden Verkehr auch über andere Wege als die Börnicker Chaussee abzuleiten. In dem Zusammenhang erläuterte Frau Hirschfeld, dass die Errichtung einer Ampelanlage im Bereich der Börnicker Chaussee/ Alberichstraße bereits in Erwägung gezogen wird. Ein Befürworter der Offenhaltung der Möglichkeit einer 2.Anbindung für Bernau-Süd erläuterte, dass dies bereits vor einigen Jahren (2007,2008) eine der Hauptforderungen der damaligen Bürgerinitiative Süd war. Damals wurde Bernau-Süd durch den grundhaften Ausbau der Börnicker Chaussee Monate lang komplett vom restlichen Stadtgebiet abgetrennt- mit fatalen Folgen für die Bürger: der Busverkehr wurde eingestellt und eine großräumige Umleitung über Börnicke-Blumberger Chaussee-Bernau eingerichtet. Viele in Bernau-Süd lebende alte Menschen kamen nur noch mit dem Taxi zum Arzt, die Rettungsfahrzeuge und Polizei brauchten  ein Vielfaches der sonst üblichen Zeit und die Pflegedienste waren überlastet.  Gerade für unsere alten Mitbürger mit einer schmalen Rente war diese Zeit fast nicht zu bewältigen.

Bernau - Süd - Luftbild Polluxring

Durch die Bemühungen der Bürgerinitiative wurde der Busverkehr wieder eingerichtet und späterhin der Fußweg zur Bahnhofspassage befahrbar mit einer Anbindung an die Marsstraße gestaltet. Frau Hirschfeld bestätigte, dass dieser Weg für Not- und Rettungsfahrzeuge entsprechend umgewidmet wurde. Weiterhin erklärten alle politischen Parteien bei der damaligen Kommunalwahl eine 2. Anbindung von Bernau-Süd als ein politisches Ziel im Wahlkampf. Somit ist die Offenhaltung der Möglichkeit der Anbindung an die Blumberger Chaussee unbedingt notwendig.

In der Diskussion um die Straße kam auch der Vorschlag für eine weitreichendere südliche Umfahrung von Bernau, an die dann die Sonnenallee über den Kreisverkehr angebunden werden könnte. Frau Hirschfeld betonte, dass auch ein Verkehrsgutachten ein Bestandteil des Verfahrens ist. Die Stadtverwaltung beobachtet die Verkehrsentwicklung ständig und schließt eine vorausschauende Planung immer mit ein. Beispielsweise wird mit dem Ausbau der Gebäude des ehemaligen Heeresbekleidungsamtes am Schönfelder Weg die schon einmal genutzte Umleitungsstraße als feste Verkehrsader wieder eingerichtet.

Weitere angesprochene Punkte waren die Einrichtung einer Straßenbeleuchtung an allen Wegen und Straßen sowie die Beachtung des ruhenden Verkehrs für die neu zu bauenden Gebäude. Frau Hirschfeld erläuterte hierzu, dass es dazu Bauvorschriften gibt. Die Mehrfamilienhäuser der WOBAU erhalten zudem Tiefgaragen.

WOBAU Bernau baut 250 Wohnungen an der Herkulesstrasse
Bauvorhaben der WOBAU

Eine Bewohnerin erkundigte sich, ob der Neubau einer Kita geplant ist. Da im Projekt der Umgestaltung der Gebäude des ehemaligen Heeresbekleidungsamtes eine Kita mit 150 Plätzen geplant wird, gibt es hier keine weitere Kita- so Frau Hirschfeld.

Zum Ende der Gesprächsrunde erkundigte sich Frau Hirschfeld, welches Projekt den meisten Zuspruch findet. Hier sind sich die Anwesenden einig, dass die Lösung mit Reihen- bzw. Einfamilienhäuser jenseits der Sonnenallee bevorzugt wird.

Wir danken Torsten Schulz für die tolle Zuarbeit zu diesem Beitrag!

Fotos: Bernau LIVE

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