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Bernauer Stadtarchiv soll auf Vordermann gebracht werden

Eine Info der Stadt Bernau

Bernau / Barnim: Im täglichen Leben haben wir vermutlich nur wenig mit dem städtischen Archiv der Stadt Bernau zu tun.

Allerdings schlummern hier wichtige und interessante Unterlagen, Chroniken oder tausende Urkunden, die jedem einmal nützlich werden können. Den Durchblick behält hier Diplom-Archivarin Katrin Busch. Über ihre Arbeit informiert aktuell die Stadt Bernau:

Schon so manchem Bürger konnte das Bernauer Stadtarchiv mit Geburts- und Sterbeurkunden der Vorfahren, mit alten Bauanträgen und Baugenehmigungen weiterhelfen. „Das sind die Klassiker, die bei uns abgefragt werden“, berichtet Katrin Busch. Aber auch geschichtlich Interessierte, die beispielsweise Chroniken schreiben oder zu historischen Themen wie Mühlen forschen, stöbern gern in den überlieferten Dokumenten.

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Seit 15. August 2022 arbeitet die Diplom-Archivarin Katrin Busch an der Breitscheidstraße 43 und hütet den erhaltenswerten historischen Altbestand und die Verwaltungsakten, deren Fristen noch nicht abgelaufen sind.

Derzeit großes „Kassieren“

„Derzeit ist gerade großes Entsorgen angesagt“, berichtet Katrin Busch. Das sei von ihren Vorgängern lange nicht gemacht worden, weshalb das Archiv momentan aus allen Nähten platze. „Bewertungsrückstände“ nennen die Fachleute die Akten, die lange nicht gesichtet wurden und deren Aufbewahrungsfristen inzwischen abgelaufen sind.

Bevor die Dokumente ausgesondert, im Fachjargon „kassiert“ werden, wird bewertet, ob sie für die Stadtgeschichte als historisch wertvoll gelten oder für die Rechtssicherheit von Belang sind. Gemeinsam mit den Ämtern wurde ein Bewertungskatalog erstellt, so dass nach verbindlichen Richtlinien „kassiert“ wird. Beim Klar-Schiff-Machen wird die Archivarin tatkräftig von ihrem Kollegen Felix Rosenberg und von Nico Löser, dem FSJler aus dem Kulturamt, unterstützt, denn das Entsorgen ist eine körperlich anstrengende Arbeit.

Archiv Nico und Felix cs 2

Das Stadtarchiv gehört zum Heimatmuseum

Das Stadtarchiv ist eine selbständige Abteilung des Heimatmuseums. Museumsleiterin Franziska Radom freut sich sehr über „die Neue“. „Katrin Busch ist eine große Bereicherung für unser Team – einerseits durch ihr umfangreiches Fachwissen, ihre strukturierte Herangehensweise und andererseits durch ihre umgängliche, freundliche Art und die vielen Ideen, die sie einbringt“, schätzt die Museumsleiterin ein.

Pläne für die Zukunft des Archivs

Nach dem großen Aufräumen ist ein nächster „großer Brocken“ zu bewältigen, der langfristig mit viel weniger Papier auskommt. Er heißt Digitalisierung. „Dafür müssen wir jetzt die Strukturen schaffen, damit die digitalen Akten auch Speicherplatz finden“, sagt Katrin Busch. Derzeit laufe dazu der Fachdiskurs.

Außerdem schwebt der Archivarin vor, einen PC mit einer speziellen Software für den großen Leseraum anzuschaffen, damit die Bürgerinnen und Bürger selbst recherchieren können. Bisher erhält das Archiv E-Mail-Anfragen oder Anrufe und sucht dann die entsprechenden Unterlagen für die (Hobby-)Historiker heraus. „Wir verwenden dafür die Stichworte, die uns genannt werden. Vielleicht gibt es aber auch angrenzende Gebiete, die den Suchenden zum Erfolg führen könnten, uns aber nicht geläufig sind“, meint Katrin Busch. Derzeit nutzt das Archiv für die Suche eine Excel-Tabelle mit etwa 5.700 Datensätzen.

Der historische Altbestand

Die älteste Urkunde des Archivs stammt übrigens aus dem Jahr 1430. „Der Archivbestand aus alten Zeiten ist allerdings unvollständig, da unter anderem durch Stadtbrände viele Akten vernichtet wurden“, erklärt Archivmitarbeiter Felix Rosenberg. Urkunden würden erst seit 1874 von der Stadt ausgefertigt, davor seien die Kirchen dafür zuständig gewesen. Bisher fehlte Katrin Busch die Zeit, sich dem historischen Altbestand ausgiebig zuzuwenden. „Der scheint mir gut erschlossen zu sein“, freut sich die neue Archivarin.

Der Archivbestand des Stadtarchivs gliedert sich in vier Bereiche:

  • Endarchiv: Alt-Aktenbestand der Stadt, alte Gesetze und Ministerialblätter, alte Bauunterlagen
  • Urkundenstelle (Urkunden seit 1874): Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Sterbeurkunden
  • Regionale Sammlung: Chroniken, Wegbeschreibungen und Ähnliches über die Stadt Bernau bei Berlin, die Mark Brandenburg sowie angrenzende Orte und die Umgebung
  • Regionale Zeitungen: Teilbestände des Niederbarnimer Kreisblatts, des Neuen Tags und der Märkischen Oderzeitung

Eine Benutzung des Stadtarchivs ist nach schriftlicher Anfrage möglich. Bitte richten Sie Ihre Anfrage per E-Mail an stadtarchiv@bernau-bei-berlin.de oder per Post an:

Stadtarchiv Bernau bei Berlin,
Breitscheidstraße 43 c
16321 Bernau bei Berlin

Eine Zusammenfassung der Stadt Bernau.

 

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