
Bernau / Schönow: Eine Institution verlässt die Kita „Schönower Heideknirpse“: Nach über 40 Dienstjahren wurde die stellvertretende Leiterin Silvia Werth am gestrigen Dienstag feierlich verabschiedet.
Rund 160 Kinder, das Erzieherteam sowie zahlreiche ehemalige Kolleginnen kamen zusammen, um Werth an ihrem 63. Geburtstag in den neuen Lebensabschnitt zu begleiten. Selbst angesichts des großen Aufgebots an Gratulanten bewahrte die langjährige Pädagogin jene Gelassenheit, die sie über vier Jahrzehnte im Dienst ausgezeichnet hat.
„So kennen wir sie all die Jahre: Egal, wie dicke es kam, Silvia Werth blieb stets gelassen und bewahrte einen klaren Kopf. Selbst wenn das Schiff in Turbulenzen geriet, lenkte sie es mit Bedacht und Sachverstand in ruhigere Fahrwasser“, heißt es unisono – sowohl von älteren, als auch jüngeren Kolleginnen.
„Mit Hingabe, Beständigkeit und Leidenschaft füllten Sie ihre Tätigkeit aus, hatten stets ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, egal, ob es um Persönliches oder um fachliche Fragen ging. Ihr warmes Herz zeigten Sie auch bei der Arbeit mit den Kindern. Sie haben Generationen von Mädchen und Jungen begleitet, ihnen Sicherheit und Geborgenheit sowie Neugier mit auf den Weg gegeben. Dafür danken wir Ihnen herzlich“, sagte Sabine Laue-Schramm, Dezernentin für Rechts- und Personalangelegenheiten, Allgemeine Verwaltung und IT, die Silvia Werth seitens der Stadtverwaltung zum verdienten Ruhestand nach mehr als 40 Dienstjahren gratulierte.
Die berufliche Reise von Silvia Werth begann weit vor den Toren Bernaus. Als gelernte Krippenerzieherin zog es die gebürtige Freitalerin 1982 in den Barnim. Nach ersten Stationen in Eberswalde-Finow und Röntgental fand sie 1988 in Schönow ihre berufliche Heimat – eine Treue, die bis heute anhalten sollte.
In einer bewegenden Abschiedsrede würdigte Erzieherin Annabelle Zagorski die Lebensleistung ihrer langjährigen Kollegin: „Sie sind nicht nur eine Zeitzeugin, sondern haben unsere Kita-Geschichte aktiv mitgestaltet.“ Besonders prägend war dabei die Phase des Neubaus an der Heidestraße 17 in den Jahren 2009 und 2010. Werth begleitete das Projekt von der ersten Planungsphase bis zum Einzug. „Sie wissen, wo jeder Stein sitzt und jede Erinnerung verwahrt wird“, betonte Zagorski die tiefe Verwurzelung der Vize-Leiterin mit dem Haus.
Der Abschied wurde laut und bunt: Mit Liedern der und einem Konfettiregen sagten die Kinder „Danke“. Im Anschluss an den offiziellen Teil folgten unzählige persönliche Glückwünsche für eine gesunde und erfüllte Rentenzeit. Auch wenn Silvia Werth nun den wohlverdienten Ruhestand antritt, bleibt die Tür für sie immer einen Spalt weit offen. Das Kollegium verabschiedete sie mit einem herzlichen Versprechen: „Wenn Sie die Sehnsucht nach dem Kita-Trubel packt: Sie sind uns jederzeit willkommen – auf einen Kaffee und ein offenes Ohr.“
Unsere Quelle: Stadt Bernau.
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