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Initiative Bürger*innenasyl Barnim rief zur Kundgebung in Bernau auf

"Gegen soziale Isolation"

Bernau / Barnim: Unter dem Motto „No one is an island“, versammelten sich bereits am vergangenen Samstag etwa 100 Teilnehmer*innen, um gemeinsam auf die Situation geflüchteter Menschen aufmerksam zu machen.

Zu der Zusammenkunft, die auf dem Bahnhofsvorplatz in Bernau stattfand, hatte die Initiative Bürger*innenasyl Barnim eingeladen.

In mehreren Redebeiträgen wurde auf die unerträgliche Situation in den Flüchtlingsheimen, während der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Menschen leben oftmals, auf wenigen Quadratmetern eng zusammen und müssen sich eine gemeinsame Küche, sowie die sanitären Anlagen teilen. Was unter normalem Umständen schon schwierig ist, wird während der Pandemie unzumutbar.

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So fordert der Flüchtlingsrat Brandenburg in einer Pressemitteilung vom 10. Dezember, die Umsetzung der Empfehlungen des vom Robert-Koch-Instituts für Asylunterkünfte. Hierbei wird beispielsweise eine getrennte Unterbringung von Risikopersonen empfohlen bzw. die Bildung kleinerer Wohngruppen, um eine Ansteckung oder eine Quarantänesituation großer Gruppen oder gar eines ganzen Hauses zu verhindern. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht, so der Flüchtlingsrat Brandenburg. Des Weiteren thematisierten die Redner*innen die weiter stattfindenden Abschiebungen während der Corona-Krise.

Die Initiative Bürger*innenasyl Barnim ist eine Organisation, die sich aktiv gegen die Abschiebung geflüchteter Menschen einsetzt. Hierbei stehen die Mitglieder den Betroffenen unter anderem mit rechtlichem Rat, als moralische Unterstützung oder der Unterbringung zur Seite.

Doch nicht nur der Barnimer Verein setzt sich gegen Abschiebungen ein. Am 08. Dezember richteten sich insgesamt 40 Organisationen und Verbände, unter ihnen zahlreiche Flüchtlingsräte, der Arbeiterwohlfahrt und zahlreiche evangelische Kirchenverbände in einem Aufruf an die Innenminister der Länder. In ihrem Aufruf fordern sie einen sofortigen Aufschub der Abschiebungen während der Pandemie.

In einer Pressemitteilung heißt es hierzu: „Ein Abschiebungsmoratorium könnte Geflüchteten einen Moment der Sicherheit in unsicheren Zeiten verschaffen. Geflüchteten sind durch das dauerhaft hohe Infektionsrisiko und die Enge in Sammelunterkünften ohnehin stark belastet, ihre psychische und physische Gesundheit besonders gefährdet“, so Lotta Schwedler vom Flüchtlingsrat Brandenburg.

Gerade in der Weihnachtszeit, dieses doch so verrückten Jahres, sollten wir alle ein Stückchen näher zusammenrücken und aufeinander achtgeben, so die Organisatoren der Kundgebung. Und so ließ man die Veranstaltung friedlich mit Erbsensuppe, Glühwein und Musik ausklingen.

 

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