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Ein Jahr Krieg in der Ukraine – Mahnwache und Friedenstauben in Wandlitz

Gegen den Krieg!

Nachrichten aus Deutschland und der Welt (Testbetrieb)

Bernau / Wandlitz: Heute vor einem Jahr begann der Krieg in der Ukraine. Vielerorts wird mit Gedenkveranstaltungen und Aktionen an die betroffenen Menschen gedacht. So auch in der Gemeinde Wandlitz.

So wurden unter anderem Friedenstauben von Kindern gebastelt, Teile des Rathauses in den Nationalfarben der Ukraine angeleuchtet oder es wurde zur Mahnwache vor dem Wandlitzer Rathaus aufgerufen.

„Frieden ist nicht selbstverständlich – auch nicht bei uns in Europa. Die Bilder und Nachrichten, die uns aus der Ukraine erreichen, sind beängstigend und machen fassungslos“, so Oliver Borchert. Wie wohl jedermann, hofft der Wandlitzer Bürgermeister auf eine politische Lösung und ein Ende der Leiden, die der ukrainischen Bevölkerung derzeit zugefügt werden.

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Als Zeichen der Solidarität und der Anteilnahme hisste das Rathaus am Jahrestag des Kriegsbeginns, am 24. Februar 2023, die ukrainische und die deutsche Fahne. Am Donnerstagabend wurde zudem der Glasübergang des Rathauses in blau und gelb, den ukrainischen Nationalfarben, beleuchtet.

Bürgermeister Oliver Borchert besuchte bereits am Donnerstagmorgen die Grundschule Basdorf um eigenhändig über 100 buntgemalte Friedenstauben bei der Grundschullehrerin Andrea Scholz abzuholen. Die Vorlage der Friedenstaube stammt von ihr – bereits im letzten Jahr, zu Kriegsbeginn in der Ukraine, hatte sie mit „ihren“ Kindern versucht Wünsche, Ängste, Sorgen in bunten ausdrucksstarken Bildern und Friedenstauben zu verarbeiten.

Insofern war Frau Scholz sofort dabei die Idee wieder aufzunehmen und sowohl die Schülerinnen und Schüler und andere Kolleginnen und Kollegen zu begeistern.

Ein Jahr Krieg in der Ukraine - Mahnwache und Friedenstauben in Wandlitz

Einige Stunden später bekam das Rathaus Besuch von Herrn Manthey, Schulleiter der Grundschule Klosterfelde. In Begleitung eines Kollegen und 8 Schülerinnen und Schülern um ca. 200 bunte Friedenstauben mitzubringen. Gemeinsam mit Bürgermeister Oliver Borchert und Mitarbeiterinnen der Verwaltung wurden die Friedenstauben an die Fenster des Rathauses und der Bibliothek geklebt.

Als symbolisches Zeichen für den Frieden und mit den besten Wünschen für die Menschen in der Ukraine, für unsere Freunde in unserer Partnerstadt Makariv, für die ukrainischen Soldaten, die ihr Land verteidigen und für die Geflüchteten, „fliegen“ nun hunderte bunter Tauben an den Fenstern des Rathauses.

Auch die Webseite der Gemeinde wurde aktualisiert. Seit heute findet man dort dort Berichte, Informationen und Fotos der letzten 12 Monate über die Arbeit mit den Geflüchteten aus der Ukraine, über den Beginn der strategischen Partnerschaft mit Makariv und den daraus entstehenden Freundschaften. Außerdem Berichte über unsere Hilfsaktionen für Makariv, die auch in diesem Jahr weitergehen, denn aktuell bereiten wir den nächsten Hilfstransport mit Material für Dachreparaturen vor. Daher gehen auch unsere Spendensammelaktionen unvermindert weiter.

Ein Jahr Krieg in der Ukraine - Mahnwache und Friedenstauben in Wandlitz

Mahnwache zum heutigen Jahrestag

Zu einer Mahnwache hat die FREIE BÜRGERGEMEINSCHAFT WANDLITZ aufgerufen. Hierfür versammelten sich am heutigen Freitagnachmittag zahlreiche Menschen vor dem Wandlitzer Rathaus.

Wie uns Initiator Marco Scafaro, Ortsvorsteher von Zerpenschleuse, vor wenigen Minuten in Wandlitz mitteilte, war er selbst in der Ukraine und konnte sich persönlich vom Kriegsgeschehen überzeugen. Sie brachten Hilfsgüter, kamen mit Betroffenen ins Gespräch und sorgten dafür, dass Geflüchtete hier eine Unterkunft finden. Um so wichtiger war es ihm und allen heute Beteiligten, ein klares Zeichen gegen den Krieg zu setzen.

In einem offenen Brief geben sie ihrem Anliegen noch einmal Nachdruck:

„An die Menschen in der Ukraine,
an die Menschen hier und an Menschen überall.

In Gedenken an den Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor einem Jahr.

24. Februar 2022: Russische Panzer stoßen in die ehemalige Sowjetrepublik vor, es gibt Luftangriffe im ganzen Land. Die Ukraine ruft den Kriegszustand aus und ordnet eine allgemeine Mobilmachung an. Die Nato aktiviert Verteidigungspläne für Osteuropa, schließt zunächst aber noch eine militärische Unterstüt- zung der Ukraine aus.

Mit dieser Ausgangsituation ist vor genau einem Jahr das eingetreten, was so viele von uns für unmöglich hielten: Ein weiterer Krieg ist ausgebrochen, unmittelbar auf dem europäischen Kontinent.
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges vor 78 Jahren und den Jugoslawienkriegen, die uns allen noch als die blutigsten Auseinandersetzungen innerhalb Europas, seit Ende des letzten großen Weltkriegs in Erinne- rung geblieben sein dürften, und in deren Verlauf es zu verheerenden Völkermorden, Massakern und Kriegsverbrechen mit über 200.000 Toten kam, hat kaum einer von uns es für möglich gehalten, dass sich so etwas noch einmal wiederholen würde, geschweige denn übertroffen werden könnte. Ich sage das bewusst so, denn Putin verfügt sowohl über das mentale als auch das militärische Potenzial um einen weiteren Weltkrieg zu entfesseln.

Genau wie damals, sind auch heute wieder mehrere Millionen Flüchtlinge und Vertriebene auf der Flucht und alle Staaten Europas wirken zusammen, um diesen Menschen den nötigen Schutz und vor allem auch Unterschlupf zu gewähren. Wir müssen uns immer gewahr machen, wie furchtbar die Schrecken sind, wenn es dazu kommt, dass Menschen ihresgleichen töten. Töten um ihre Idiologien zu vertreten, sich Resourcen zu sichern oder aus welchen anderen Gründen auch immer. Das gilt generell, aber besonders bei Kriegen. Denn in Kriegen ist die Anzahl derer, die sinnlos und unverschuldet zu Tode kommen immer zu groß.

Es gilt: Bereits ein einziges Opfer ist eines zu viel.

Jedem, der nicht selbst die Grauen erlebt hat die ein Krieg auslöst, fällt es schwer nachzuvollziehen wie es ist, wenn Freunde, Verwandte, Eltern oder Kinder gefoltert, erschossen, zerfetzt oder unter Trümmern begraben werden. Wie furchtbar es ist, nicht mehr ihre Stimmen oder ihr Lachen zu hören, sie nie wieder sehen, geschweige denn riechen oder spüren zu können. Deshalb müssen wir ALLE immer ganz genau hinschauen und helfen, dürfen uns niemals abwenden oder es sogar ignorieren, wenn sich irgendwo auf unserer Welt solch ein Unrecht ereignet. Ukrainerinnen und Ukrainer, wir denken an Euch, wir stehen zu Euch und wir werden euch nicht im Stich lassen, was auch immer die Zukunft bringt.

Wir teilen nicht nur Eure freiheitlichen und demokratischen Werte, sondern wir bewundern auch euren Mut. Wir trauern mit euch über die Zerstörungen, den Hass und die Morde, die der Kriegsverbrecher Wladimir Putin, und genau das ist er in meinen Augen, unter Missbrauch der Streitkräfte der Russischen Föderation, seit nunmehr einem Jahr in Euer Land trägt.

Wir sind nicht nur mit unseren Gedanken bei Euch, sondern auch mit unseren Herzen.
Wir helfen wo wir können…

Marco Scafaro

Gezeichnet im Namen der Freien Bürgergemeinschaft Wandlitz“

Michael Siebert

Fraktionsvorsitzender Mitglied der GV Ortsbeirat Basdorf

Frank Wendland

Fraktionsvorsitzender Mitglied der GV Ortsvorsteher Lanke

 

 

Peter Liebehenschel

Mitglied der GV Ortsvorsteher Basdorf

Dietmar Seefeldt

Mitglied der GV Ortsbeirat Klosterfelde

Für alle aktuellen und zukünftigen Hilfsprojekte für unsere ukrainische Partnerstadt Makariv freuen wir uns daher weiterhin über Spenden.

SPENDENKONTO

Gemeinde Wandlitz –> Sparkasse Barnim

IBAN DE08 1705 2000 0940 0801 84

Verwendungszweck: Spende Makariv, Name des Spenders

Kontakt für Spendenbescheinigung: gemeindekasse@wandlitz.de

 

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Gemeinde Wandlitz
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