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Mietvertrag gekündigt – große Sorgen bei der Tafel in Bernau

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Bernau (Barnim): Als wir am heutigen späten Vormittag der Bernauer Tafel einen Besuch abstatteten, staunten wir nicht schlecht über den regen Betrieb auf dem Geschäftshof an der Rüdnitzer Chaussee.

Etwa 20 Personen warteten geduldig und mit gehörigem Sicherheitsabstand auf den Einlass in die Räumlichkeiten, während sich auf der anderen Seite des Hofes, zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter emsig um eine gerade angekommene Lebensmittellieferung kümmerten. Alltag bei der Bernauer Tafel!

Etwa 1000 Familien betreut die Bernauer Tafel in und um unsere Hussitenstadt Bernau. Neben einem sozialen Möbellager, der gebrauchte aber gut erhaltene Einrichtungsgegenstände anbietet und einer kleinen Ladenfläche auf dem Vereinsgelände, fahren zusätzlich 3 Fahrer in der Region umher. Sie versorgen mit der “Mobilen Tafel” die Menschen, die es aus alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr von allein zur Tafel in Bernau schaffen.

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Ein Großteil der Menschen, die auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind, sind neben Familien, vor allem RentnerInnen die jeden Cent ihres monatlichen Budgets umdrehen müssen. Gerade jetzt, während der Coronakrise, kommen immer mehr junge Familien dazu, die sich die Versorgung der Kinder, durch das wegfallende Schulessen, nicht mehr leisten können. Zudem dient der Bernauer Standort als Logistikzentrum für weitere Einrichtungen der Bernauer Tafel in ganz Barnim und darüber hinaus.

Doch nun kam nach knapp 20 Jahren, das aus für den Standort an der Rüdnitzer Chaussee per Post.

Wie uns Vorstandsvorsitzender Norbert Teich und Geschäftsführer Peter Raske vor Ort berichteten, wurde der Bernauer Tafel zum Jahresende der Mietvertrag gekündigt, bzw. nicht verlängert. Zwar hatte der Vermieter, eine in Österreich ansässige Gesellschaft, bereits zuvor verlauten lassen, dass der Standort über kurz oder lang, nicht mehr zur Verfügung stehen würde, aber dass es nun so schnell gehen soll, überraschte die Verantwortlichen des Bernauer Vereins jedoch sehr.

Für die Tafel ein Schlag in die Magengrube und ein Problem, welches eine gewaltige Herausforderung darstellt. Wer das Gelände an der Rüdnitzer Chaussee kennt, der wird wissen, wie umfangreich dieses ist. Neben Gebäuden und dem Sozialcafé, beherbergt es eine große Halle für den sozialen Möbelverkauf. All dies muss nun innerhalb kürzester Zeit einen neuen Standort finden.

Keine leichte Aufgabe in einer Stadt wie Bernau, wo Grundstücke rarer und begehrter denn je sind. Zudem spielt natürlich auch das Geld eine sehr wichtige Rolle. In erster Verzweiflung nahm die Tafel Kontakt zur Stadt Bernau, verschiedenen Fraktionen und Unternehmen auf. Letztere konnten hier “spontan” nur wenig helfen.

Hoffnung machte hingegen die Stadt Bernau. In einem Gespräch mit Bürgermeister André Stahl, u.a. auch am heutigen Vormittag, sicherte Bernaus Bürgermeister jede erdenkliche Hilfe zu. Spontan bot die Stadt ein städteeigenes Grundstück an der Oranienburger Straße an. Mit viel Glück und Anstrengungen könnte man hier bis zum Jahresende eine Halle errichten lassen und so erst einmal für die nötigste Versorgung hilfebedürftiger Menschen sorgen.

Ob die Fläche allerdings ausreichen wird um alle bisherigen Leistungen der Tafel weiterhin anzubieten, wird seitens der Tafel-Geschäftsführer angezweifelt. Bisher nutzt die Tafel an der Rüdnitzer Chaussee etwa 1.000 qm überdachte Fläche. Hinzu kommt einen sehr großes Außengelände. Das Grundstück an der Oranienburger ist jedoch ein Stück weit kleiner. Eine schnelle Lösung scheint erst einmal nicht in Sicht. Selbst wenn ein passendes Grundstück gefunden werden würde, so bräuchten Bauanträge etc. sicher auch ihre Zeit. Zeit, die die Tafel im Augenblick so gut wie nicht mehr hat.

Wie es weitergeht, ist also weiterhin ungewiss. In den kommenden Tagen erhofft sich die Tafel wohlwollende Gespräche mit dem Landkreis Barnim.

IMG 2714 © Bernau LIVE
Foto: Bernau LIVE

Wir drücken in jedem Fall die Daumen und hoffen, dass diese mehr als wichtige Einrichtung, weiterhin in Bernau ihr Zuhause findet. 

Einen Herzenswunsch von Geschäftsführer Peter Raske möchten wir an dieser Stelle weitergeben, „Die Bernauer Tafel ist gerade jetzt für die Menschen da. Scheuen Sie sich nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen und kontaktieren Sie die Bernauer Tafel persönlich oder auch telefonisch unter: 03338-39638.“

Zudem bedankt sich der Verein bei seinen vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren, die tagtäglich dazu beitragen, dass hilfsbedürftige Menschen versorgt werden können.

Alle Infos rund um die Bernauer Tafel findet ihr unter: https://www.bernauer-tafel.de

Foto: Bernau LIVE

 

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