Bauhaus Denkmal Bernau – Ausstellung, Außenanlagen, Besucherzentrum
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
Bernau (Barnim): Am heutigen Freitagabend eröffnet um 18 Uhr die Ausstellung „Schule im Walde – 1928 bis heute“ am Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau.
Bis zur Fertigstellung des neuen Besucherzentrums widmet sich diese der Bau- und Nutzungsgeschichte der einstigen Bundesschule sowie dem Leben auf dem Campus:
Vom Bau der Schule durch das legendäre Bauhaus in Dessau für den ADGB, über die Besetzung der Schule durch die SA und die hiermit verbundene Nutzung als Reichsführerschule bis 1945, bis zur jahrzehntelangen Nutzung als prestigeträchtige Gewerkschaftshochschule der DDR und dem folgenden Leerstand bis hin zur erfolgreichen Sanierung und derzeitiger Nutzung als Internat der Handwerkskammer Berlin.
Grundlage der Ausstellung bilden Ausstellungselemente, die in den 1990er Jahren vom baudenkmal bundesschule bernau e. V. erstellt und als Wanderschau genutzt wurden. In Teilen werden diese Elemente mit der 2019 in der Galerie Bernau realisierten Ausstellung „Volksbedarf statt Luxusbedarf – Bernau und sein Bauhaus“ kombiniert und auf die Räume des Vereinshauses zugeschnitten. Durch Erzählungen ehemaliger Anwohner*innen und Expert*innen, Artefakte, Zeitdokumente und einer Bibliothek wird ein Zeitraum von über 90 Jahren, von der Grundsteinlegung 1928 bis heute, veranschaulicht und erfahrbar gemacht.
Die Ausstellung „Schule im Walde“ – 1928 bis heute im Lehrerhaus Hannes-Meyer-Campus 9 ist bis zur Fertigstellung des Besucherzentrums nun für Besucher des UNESCO-Welterbes Anlaufstelle. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des baudenkmal bundesschule bernau e. V., der BeSt und der Stadt Bernau bei Berlin.
Das “Baudenkmal Bundesschule Bernau” gehört seit dem 09. Juli 2017 zum UNESCO Welterbe. („Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau“)
Geöffnet ist die Ausstellung Donnerstags von 10-16 Uhr und Sonntags von 10-16 Uhr – der Eintritt ist frei.
Außenanlage
Neben der anstehenden Ausstellung wurden am heutigen Freitag auch die Außenarbeiten am Bauhaus Denkmal offiziell beendet und durch Bernaus Bürgermeister André Stahl „freigegeben“. Wenngleich die Arbeiten hierfür bereits einige Zeit zurückliegen, so bot sich heute ein guter Anlass um die denkmalgerechte Instandsetzung hervorzuheben. Immerhin wurden hier 1,8 Millionen Euro investiert wovon etwa 1,2 Millionen gefördert worden sind. Etwa 22 Unternehmen wirkten an der Umgestaltung mit.
Zu den Arbeiten gehörten unter anderem der Abriss der alten Mensa, die Erneuerung von Straßen und Wegen, die Herstellung von Besucher-Parkplätzen, die Aufforstung des Waldsaumes oder Baumaßnahmen rund um die Teich auf der Rückseite des Bauhaus Denkmals. Neue Informationstafeln verweisen zudem anschaulich auf den Besucher-Rundweg. Anbei ein Blick auf das Gelände vor und während der Umgestaltungsarbeiten.
Besucherzentrum
Voraussichtlich werden im Frühjahr 2020 die Bauarbeiten zum neuen Besucherzentrum beginnen. Im Vorfeld haben sich für den Entwurf 47 Architekten aus ganz Deutschland beworben. Als Sieger ging das Stuttgarter Büro Steimle Architekten hervor die mit ihrer lichtdurchflutenden und mit Holzboden verlegten Glaskonstruktion die Jury überzeugten.
Gefördert wird das knapp 2 Millionen teure Vorhaben aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Das neue Besucherzentrum wird einen großen Empfangsbereich haben, es sollen Ausstellungen stattfinden, Raum für den Ortsbeirat Waldfrieden bieten oder der Startpunkt für Führungen werden. Bisher wird der Besucherverkehr und die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort hauptsächlich ehrenamtlich durch den Verein „baudenkmal bundesschule bernau e.V.” organisiert.
Fotos: Bernau LIVE am heutigen Freitag
Blick auf und um das Gelände / Archivbilder Bernau LIVE