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Barnim: Zahlreiche Wildunfälle in unserer Region – Vorsicht

Broschüre „Besser langsam als Wild“

 
           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
Verkehr Bernau: Vollsperrung in der Wandlitzer Chaussee (L 304) am 18.09. Infos
Verkehr: Sperrung der Autobahnbrücke Bernau Nord in Richtung Innenstadt
 Covid 19: Aktualisierte Corona-Umgangsverordnung ab 16. September – Beitrag
Wetter am Wochenende: Samstag meist stark bewölkt, Sonntag sonniger bei bis zu 16 Grad

Ahrensfelde – Mit Wildschwein kollidiert

Am 15.12.2017, gegen 05:25 Uhr, kam es auf der Ahrensfelder Chaussee, zwischen Hoheneiche und Eiche, zu einem Verkehrsunfall. Ein Wildschwein hatte die Straße überquert und war mit einem PKW Chrysler kollidiert. Das Tier verendete noch am Unfallort. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von rund 1.500 Euro.

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Bernau – Reh flüchtete vom Unfallort

Am 15.12.2017, gegen 06:30 Uhr, stießen auf der L200 ein Reh und ein VW Passat zusammen. Das Tier hatte ca. einen Kilometer hinter Bernau in Richtung Rüdnitz die Straße überquert und war dabei von dem Fahrzeug erfasst worden. Trotzdem gelang dem Reh die Flucht. Am Auto entstand ein Schaden von rund 1.000 Euro.

Buchholz – Mit Reh zusammengestoßen

Auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Buchholz und Altlandsberg ereignete sich am 15.12.2017 ein Verkehrsunfall. Gegen 5:50 Uhr befuhr der Fahrer eines Transporters IVECO die Fahrbahn und kollidierte mit einem Reh. Der Fahrer blieb unverletzt. Das Reh verendete.  Das Fahrzeug konnte nach der Unfallaufnahme seine Fahrt fortsetzten. Es entstand ein Schaden von ungefähr 250 Euro.

Bernau – Verkehrsunfall forderte zwei Verletzte

Am 13.12.2017, gegen 06:50 Uhr, kam es auf der L200, zwischen Rüdnitz und Bernau zu einem schweren Unfall.

Nach bisherigen Erkenntnissen war eine 33-jährige Frau mit ihrem Mercedes aus Rüdnitz in Richtung Bernau unterwegs gewesen, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Bei dem folgenden Zusammenstoß verlor die Frau die Kontrolle über den Wagen, welcher in den Gegenverkehr geriet. Dort prallte der Mercedes gegen einen Jeep. Dessen 52 Jahre alter Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste in ein Berliner Krankenhaus gebracht werden. Auch die Mercedesfahrerin erlitt Verletzungen, die in einem Krankenhaus Behandlung fanden. Die Autos erwiesen sich als nicht mehr fahrbereit. Das Reh wiederum verendete noch an der Unfallstelle. (wir berichteten)

(Meldungen der Polizeidirektion Ost)

Hintergrund und Infos des ADAC und des Landesjagdverband Brandenburg e.V.

Jährlich kommen bis zu zwanzig Verkehrsteilnehmer durch Wildunfälle zu Tode, zirka 2 500 werden verletzt; die versicherten Sachschäden stiegen zuletzt auf 680 Millionen Euro an. Deshalb haben ADAC und Deutscher Jagdverband gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Broschüre „Besser langsam als Wild“ entwickelt.

Sie soll Verkehrsteilnehmer sensibilisieren und gibt wichtige Verhaltenstipps wie beispielsweise:

Wie kann ein Wildunfall verhindert werden?

• Reduzierte Geschwindigkeit entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder
• Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
• Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.
• Tier am Straßenrand: abblenden, hupen, bremsen. Lenkrad festhalten, keine unkontrollierten Ausweichmanöver.
• Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

• Unfallstelle sichern: Warnweste anlegen, Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen.
• Bei Personenschäden Erste Hilfe leisten und Rettung rufen (Notruf 112).
• Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.
• Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
• Einem geflüchteten Tier nicht folgen, in der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden.
• Jäger oder Polizei (Notruf 110) kontaktieren und Standort melden. Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.

Die Broschüre „Besser langsam als Wild“ ist ab sofort erhältlich. Sie kann im Internet auf www.adac.de und www.jagdverband.de kostenfrei bestellt werden. Außerdem können Verkehrsteilnehmer über das Tierfundkataster (www.tierfund-kataster.de) erstmals bundesweit Wildunfälle ortsgenau eintragen – auch per App.

Wissenschaftler werten die Daten aus und helfen so Behörden, Straßen sicherer zu machen für Tiere und Menschen. Mehr als 40.000 Daten liegen bereits vor. (Quelle Landesjagdverband Brandenburg e.V.)

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