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„Querdenker Demo“ in Bernau nach wenigen Minuten beendet

Mit Maske zur Demo gegen das Tragen von Masken

Bernau / Barnim: Seit geraumer Zeit treffen sich auch in unserer Hussitenstadt regelmäßig Menschen, um gegen die jeweils aktuellen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.

So auch am gestrigen Montag auf dem Bahnhofsvorplatz. Trotz strömenden Regens fanden etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg um auf ihre Sicht der Dinge aufmerksam zu machen.

Während noch vor zwei Wochen Musik aufspielte und eigens kreierte Lieder die Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beflügelte, so schlug die Stimmung gestern zum Teil in das Gegenteil über. Grund hierfür war unter anderem, dass Veranstaltungsleiter Andreas verkündete, dass es wohl die letzte „Querdenker-Demo“ in Bernau sei, die er organisiert habe. (Querdenker nennen sie sich im Übrigen selber, bzw. verabreden sich in gleichnamigen Gruppen)

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Begründet wurde die Entscheidung unter anderem damit, dass sich bei der Veranstaltung vor 14 Tagen, mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht an die Auflagen der Maskenpflicht gehalten haben. Als Organisator der Versammlung soll er hierfür wohl ein Verwarngeld erhalten haben.

Des Weiteren sei seiner Meinung nach der Punkt erreicht, bei dem man einsehen müsse, dass diese Form des Protestes nichts bringe. Nach einem Jahr auf der Straße müsse man nun andere Wege des Protestes finden. Die angebotenen Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen, lehne die „Gegenseite“ ab. „Es ist keiner in der Lage mit uns zu reden.“, so Andreas in seiner fortführenden Begründung. „Unter diesen Umständen könne er es nicht weiter mit seinem Gewissen vereinbaren, die Anwesenden mit Auflagen und einer Maskenpflicht zu nötigen“, führte er weiter auf.

Auch die gestrigen Auflagen zum Durchführen der regulär angemeldeten Versammlung fruchteten nicht bei allen. Trotz des lautstarken Aufrufes durch den Versammlungsleiter, dass sich bitte alle an die Maskenpflicht halten sollen, verzichteten viele darauf. Dies hatte zufolge, dass die Barnimer Polizei ebenfalls höflich darauf verwies, dass eine Maske getragen werden muss. Da auch dies nicht zum gewünschten Erfolg führte und einige Teilnehmer*innen weiterhin das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes verweigerten, erklärte Veranstaltungsleiter Andreas die Demonstration nach nur 9 Minuten für beendet.

Die davon überraschten Teilnehmer*innen machten nun ihren Unmut gegenüber den anwesenden Polizeibeamten Luft und beschimpften diese zum Beispiel als „Faschistenbande“. Des Weiteren widersetzten sich einige zunächst, den Bahnhofsvorplatz zu verlassen. Erst ein ausgesprochener Platzverweis bewegte nach teils hitzigen Diskussionen mehr und mehr Menschen dazu, den Rückzug anzutreten.

Für einen weiteren kurzen „Zwischenfall“ sorgten anschließend ca. 10 Teilnehmer*innen, die sich lautstark mit einem abgespielten O-Ton des Leiters des Robert-Koch-Institutes, Professor Wieler, in Richtung Bernauer Innenstadt bewegten. Kurzentschlossen stoppten die ca. 12 Polizeibeamtinnen und Beamten die Gruppe am Fuße der Alten Goethestraße und hinderten sie an der Durchführung ihrer spontanen Kundgebung. Als auch dies zu teils heftigen Diskussionen führte, nahmen die Ordnungshüter kurzerhand alle Personalien der Anwesenden auf und erteilten erneut einen Platzverweis.

Nur widerwillig löste sich die Gruppe unter den Augen der Beamtinnen und Beamten auf. Wie uns der diensthabende Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Barnim vor Ort erklärte, müssen nun alle Teilnehmer*innen mit einem möglichen Bußgeld wegen Verstoßes gegen die aktuelle Eindämmungsverordnung rechnen.

 

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