
Eberswalde / Barnim: Der Zoo Eberswalde baut sein Angebot für Menschen mit Einschränkungen weiter aus.
Im Rahmen des Projekts „Zoo für Alle“ erhält die Einrichtung eine erneute finanzielle Unterstützung durch das Sozialministerium. Brandenburgs Sozialministerin Britta Müller übergab am gestrigen Montag hierfür einen Förderbescheid in Höhe von 69.900 Euro an Zoodirektorin Paulina Ostrowska.
Die Mittel stammen aus den Konzessionsabgaben der Glücksspielabgabe des Landes Brandenburg. Gemeinsam mit dem Eberswalder Sozialdezernenten Bernd Schlüter informierte sich die Ministerin bei einem Rundgang über die geplanten Baumaßnahmen. Müller bezeichnete die Investition als ein wichtiges Signal für die gesellschaftliche Teilhabe und die Umsetzung von Inklusion im öffentlichen Raum.
Modernisierung in drei Teilprojekten
Die aktuelle Fördersumme fließt in drei spezifische Vorhaben, die noch in diesem Jahr realisiert werden sollen. Dazu gehört die Installation eines barrierefreien Wegeleitsystems, das gleichzeitig ein neues Sicherheitskonzept integriert. Zudem werden Bildungsstationen mit Informationstafeln in leichter Sprache ausgestattet, um Wissensinhalte für alle Besuchergruppen zugänglich zu machen. Ein multisensorischer Sinnespfad im Waldareal des Zoos soll das Angebot abrunden.
Das Gesamtvorhaben umfasst insgesamt vier Säulen. Bereits im Vorjahr unterstützte das Ministerium den Zoo mit 8.000 Euro. Mit diesem ersten Teilbetrag wurden Leih-Rollstühle für Gäste finanziert sowie ein spezieller Holzpfad errichtet, der Rollstuhlfahrern den Zugang zum Freiwildgehege ermöglicht.
Sozialministerin Britta Müller betonte vor Ort: „Wir setzen heute im Zoo Eberswalde ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe und gelebte Inklusion. Multisensorische Angebote wie der Sinnespfad machen den Zoo auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen erfahrbar. Infotafeln in leichter Sprache eröffnen Menschen mit kognitiven Einschränkungen einen niedrigschwelligen Zugang zu Wissen über unsere Tier- und Pflanzenwelt. Ein barrierefreies Wegeleitsystem unterstützt Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ebenso wie Seniorinnen und Senioren dabei, den Zoo selbstständig zu erkunden. So entsteht ein Ort der Begegnung, an dem Inklusion konkret und erlebbar wird. Das bedeutet auch echte Chancengleichheit bei der gesellschaftlichen Teilhabe, gerade im ländlichen Raum. Mein herzlicher Dank gilt allen, die mit ihrem Engagement hier in meiner Heimatstadt Eberswalde zeigen: Echte Teilhabe beginnt dort, wo wir Barrieren im Gelände und Barrieren in den Köpfen gleichermaßen überwinden.“
Der Zoo Eberswalde
Mit jährlich rund 300.000 Gästen gehört der Zoologische Garten Eberswalde zu den zentralen Ausflugszielen für Familien in der Region Berlin-Brandenburg. Die nun durch Sozialministerin Britta Müller geförderten Maßnahmen zur Barrierefreiheit fügen sich in die langfristige Entwicklung des Standorts ein, der in gut drei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiert.
Der 1929 von Bruno Schulz gegründete Zoo erstreckt sich heute über eine Fläche von 15 Hektar. Aktuell beherbergt die Anlage rund 1.300 Tiere aus 130 verschiedenen Arten. Neben der Funktion als Freizeitstätte legt die Zooleitung unter Paulina Ostrowska einen Schwerpunkt auf die wissenschaftliche und pädagogische Arbeit.
Unsere Quelle: Ministerium für Gesundheit und Soziales Brandenburg.
Möchtest Du lieber zur Startseite wechseln?



