
Bernau / Eberswalde / Britz: Nach der angekündigten Schließung der EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG setzen die regionalen Akteure auf schnelle Hilfe.
Rund 200 betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten am Mittwoch, den 25. Februar 2026, eine eigens initiierte Jobbörse in der Agentur für Arbeit Eberswalde. Die gemeinsame Initiative des Landkreises Barnim, der Stadt Eberswalde und der Arbeitsagentur stieß auf eine beachtliche Resonanz.
Zahlreiche Unternehmen aus der Region präsentierten konkrete Stellenangebote, um den Fachkräften aus Britz eine unmittelbare Anschlussperspektive zu bieten. Ergänzt wurde das Angebot durch individuelle Beratungsgespräche sowie Informationen zu Qualifizierungsmaßnahmen. Das erklärte Ziel der Veranstalter: ein nahtloser Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse – ohne bürokratische Hürden.
Landrat Daniel Kurth: „Die heutige Veranstaltung zeigt, dass der Barnim zusammensteht. Wir wollen den betroffenen Beschäftigten nicht nur unser Mitgefühl aussprechen, sondern konkrete Unterstützung anbieten. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Unternehmen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und neue Chancen zu eröffnen.“
Diese Einigkeit unterstrichen auch Eberswaldes Bürgermeister und Constanze Hildebrandt, Leiterin der Agentur für Arbeit Eberswalde. Beide hoben die „enge und konstruktive Zusammenarbeit“ hervor, die bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Schließungspläne angelaufen war. Durch die frühzeitige Abstimmung zwischen Landkreis, Stadt und Arbeitsagentur konnten maßgeschneiderte Unterstützungspakete geschnürt werden, um die Betroffenen in dieser Übergangsphase bestmöglich zu begleiten.
An der gestrigen Job- und Qualifizierungsbörse in der Agentur für Arbeit beteiligten sich nach Angaben des Landkreises Barnim 29 regionale Unternehmen und fünf Bildungsträger, um den rund 500 von der Schließung betroffenen Beschäftigten der EWN Wurstspezialitäten neue Wege aufzuzeigen.

Das Angebot der Partner – bestehend aus dem Landkreis Barnim, der Stadt Eberswalde und der Arbeitsagentur – setzte auf unmittelbare Hilfe:
- Direktkontakte: Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Börse für erste Bewerbungsgespräche und Sondierungen bei potenziellen neuen Arbeitgebern.
- Beratungspaket: Neben der klassischen Jobvermittlung standen Neuorientierung, Weiterbildung sowie Informationen zu Förderangeboten im Fokus.
- Barrierefreiheit: Eine polnischsprachige EURES-Beraterin unterstützte gezielt die polnischen Mitarbeiter bei ihrem Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse.
Die Unterstützung begann bereits im Januar mit Vor-Ort-Beratungen direkt im Werk, bei denen Experten zu Vermittlung und Arbeitslosengeld informierten. Der Landkreis Barnim kündigte an, den Prozess auch in den kommenden Wochen eng zu begleiten. Oberstes Ziel bleibt es, die Fachkräfte in der Region zu halten und den Betroffenen eine schnelle berufliche Anschlussperpektive zu bieten.
Unsere Quellen: Landkreis Barnim. Titelbild: Bachmann – LK Barnim.
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