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Demokratie im Dialog: Wanderausstellung am Barnim-Gymnasium Bernau eröffnet

Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung

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Bernau / Barnim: Das neue „Wohnzimmer“ des Barnim-Gymnasiums in Bernau-Waldfrieden wurde am gestrigen Vormittag zum Schauplatz einer gesellschaftspolitisch bedeutsamen Premiere:

Unter dem Titel „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ eröffnete Schulleiter Herr Juergens eine Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).

Das Besondere an dem Projekt: Die Inhalte werden nicht frontal vermittelt, sondern von Schülern für Schüler aufbereitet. 19 Jugendliche verschiedener Jahrgangsstufen hatten sich im Vorfeld intensiv vorbereitet. In einem dreitägigen Workshop der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Brandenburg ließen sie sich unter der Leitung von Herrn Dietrich zu Ausstellungs-Guides ausbilden.

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Austausch statt Frontalunterricht

In den kommenden Tagen werden diese Guides ihre Mitschüler durch die Schau führen. Dabei steht nicht das bloße Ablesen von Infotafeln im Vordergrund, sondern der aktive Diskurs. Die Ausstellungsarchitektur unterstützt diesen Ansatz: Neben einem Medientisch zur Vertiefung einzelner Aspekte dienen interaktive Sitzwürfel als Werkzeuge für die gemeinsame Auseinandersetzung.

Zur Eröffnung begrüßte die Schule neben Schülern, Lehrkräften und Eltern auch prominente Gäste aus der Politik, darunter Landrat Daniel Kurth, Bürgermeister André Stahl und die Landtagsabgeordnete Martina Maxi Schmidt sowie Vertreter der FES und der RAA Brandenburg.

Klare Kante gegen Ausgrenzung

Landrat Daniel Kurth würdigte die Initiative als wichtiges Signal für die Region. Werte wie Menschenwürde und Respekt seien keine Selbstläufer, sondern müssten täglich aktiv gelebt und verteidigt werden. Die Ausstellung liefere Fakten gegen Parolen und entlarve Spaltungsstrategien:

„Demokratie braucht keine stillen Beobachter, sondern Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen“, so Kurth.

Bürgermeister André Stahl unterstrich die Bedeutung der Sensibilisierung im Alltag. In einer Stadt, in der Menschen aus über 100 Nationen zusammenleben, sei es entscheidend, schleichendem Rassismus entgegenzutreten. Er betonte die Rolle der Jugend als Multiplikatoren: Wenn junge Menschen die Impulse der Ausstellung in ihre Familien tragen, könne dies einen wichtigen Beitrag zu einer offenen Stadtgesellschaft leisten.

Die Ausstellung gastiert noch bis zum 13. März im Barnim-Gymnasium.

 

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