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Über 700 tote Flüchtlinge im Mittelmeer – Barnimer wollen helfen – Sea Watch –

Boat People at Sicily in the Mediterranean Sea

Barnimer gründen Hilfsprojekt „SEA WATCH“


Gerade dieser Tage erreichen uns wieder schreckliche Nachrichten über Flüchtlinge, die im Mittelmehr kenterten und ums Leben kamen.

Neuesten Berichten zufolge kenterte das Boot in libyschen Gewässern Samstag-Nacht, rund 180 Kilometer südlich der italienischen Insel Lampedusa, die eigentlich eine malerische Insel zwischen Tunesien und Sizilien ist.

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Doch seit Jahren ist sie zentrale Anlaufstelle für Bootsflüchtlinge,  die versuchen, von Tunesien und Libyen aus über Lampedusa und Sizilien den europäischen Kontinent zu erreichen. Immer wieder kommt es dabei zu Schiffsunglücken mit Todesopfern. Laut UNHCR starben allein in diesem Jahr bereits 1600 Menschen!

Da eine politische Lösung dieses Problems wohl leider in weiter Ferne liegt, wollen nun ein paar Barnimer, u.a. aus Tempelfelde, direkt vor Ort helfen und gründeten kurzerhand das Projekt „Sea Watch“.

Sie kauften aus privaten Mitteln einen alten Kutter und wollen mit diesem ins Mittelmeer fahren um vor Ort Flüchtlinge zu retten. Zudem soll das Boot “Sea-Watch” im Mittelmeer vor Ort sein und durch die Übertragung und Veröffentlichung von Berichten, Bild- und Videomaterial das Schicksal der flüchtenden Menschen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Es soll die Menschen hierzulande für die Geschehnisse sensibilisieren und Druck auf die politisch verantwortlichen Entscheidungsträger ausüben.

„Mit unseren begrenzten Mitteln werden wir nicht verhindern können, dass weiterhin Flüchtlinge im Mittelmeer sterben. Aber jedes einzelne durch unsere Initiative gerettete Leben ist ein Sieg und ein Zeichen der Menschlichkeit! Es gibt viele Möglichkeiten, tätig zu werden. Wir wollen mit unserer Aktion andere Menschen ermutigen, selbst zu handeln. Wir werden allen, die uns fragen, unsere Erfahrungen zur Verfügung stellen (…), so die Macher von Sea Watch.

Das Projekt “Sea-Watch” war anfangs eine private Initiative von mehreren Familien aus Brandenburg/Barnim. Aktuell gibt es ungefähr 2 Dutzend engagierte Freiwillige aus ganz Deutschland, die sich aktiv am Bau des Schiffes bzw. bei der Vorbereitung der Reise beteiligen. Dazu gehören Kapitäne, Ärzte, Mechaniker, Anwälte, Sozialarbeiter, Journalisten.

Alle an diesem Projekt Beteiligten, sind ehrenamtlich und unentgeltlich tätig. Die Mittel für den Erwerb des Schiffes stammen aus privaten Spenden.

Und genau diese werden dringend weiterhin benötigt! Daher kann und sollte jeder versuchen, in irgendeiner Art und Weise mitzuhelfen. Infos findet Ihr hierzu auf der Homepage. s. Link.

Das “Sea-Watch”-Projekt im Mittelmeer soll Mitte Mai 2015 beginnen und ist zunächst für 3 Monate geplant. Danach werden wir ein Resümee ziehen und das Projekt bei positivem Ergebnis verlängern… (…)

Wir danken Christoph vom Seawatch-Team für den schnellen und netten Kontakt und werden Euch auch weiterhin über dieses Projekt informieren.

Alle Infos zu Sea Watch, dem Projekt und wie auch Ihr es unterstützen könnt, findet Ihr hier:

http://sea-watch.org
http://www.unhcr.de

Foto oben: „Boat People at Sicily in the Mediterranean Sea“ von Vito Manzari from Martina Franca (TA), Italy – Immigrati Lampedusa. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Boat_People_at_Sicily_in_the_Mediterranean_Sea.jpg#/media/File:Boat_People_at_Sicily_in_the_Mediterranean_Sea.jpg

Fotos unten: Sea Watch

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