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Willkommen im Kontaktladen „THEO“ in Basdorf

Ein Ort für alle Menschen

Bernau / Basdorf: Auf viele Besucherinnen und Besucher freut sich der Kontaktladen „THEO“ im Wandlitzer Ortsteil Basdorf.

Kürzlich eröffnet, soll die inklusive Begegnungsstätte ein Ort der Begegnung und Teilhabe sein. THEO steht hierbei für Teilhabe / Hilfe / Eingliederung / Ortsnah.

In der Fontanestraße 6 in Basdorf (Wandlitz) tut sich neuerdings etwas. Die Räume sind belebt. Es brennt Licht.  Menschen gehen ein und aus. Von außen ist mit großer Schrift zu lesen: Kontaktladen THEO. In dem ehemaligen Büro eines Pflegedienstes verbirgt sich neuerdings eine inklusive Begegnungsstätte, die im Dezember vergangenen Jahres Ihre ersten Schritte gegangen ist. Sie wird organisiert und betrieben von der „Ambulanten Lebens- und Wohnbegleitung“ (ALuW) im Verbund Nord-Ost Brandenburg der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

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Alle sind willkommen

Der Ort ist zunächst gedacht für erwachsene Menschen, die auf Unterstützungsleistungen der Eingliederungshilfe angewiesen sind. In erster Linie zielen diese Angebote auf Menschen mit psychischer Erkrankung und/oder seelischer Behinderung ab. Doch darüber hinaus sind dort alle Menschen willkommen, die sich für die vielfältigen Angebote interessieren und an Teilhabeprojekte mitwirken wollen. Schließlich soll hier Begegnung und Inklusion stattfinden.

Zugang zur digitalen Welt

In den 120 qm großen ebenerdigen Räumen befindet sich ein digitaler Arbeitsplatz und Lernort, der für Menschen mit Beeinträchtigung einen barrierefreien Zugang zur digitalen Welt ermöglicht. Er ist eingerichtet nach dem Mehrsinneprinzip und verfügt über verschiedene Möglichkeiten, Barrieren im Umgang mit digitalen Medien abzubauen. Ein Bildungsangebot für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf, soll zukünftig unter anderem auch in den Räumen vom Kontaktladen stattfinden. Innerhalb der Öffnungszeiten können Menschen mit und ohne Beeinträchtigung den digitalen Arbeitsplatz selbständig aufsuchen und werden bei Bedarf von den Mitarbeitern vor Ort begleitet. Dieser Ort zur Teilhabe am digitalen Leben entstand in Kooperation mit dem Systemhaus Compulan aus Bernau und wird über Aktion Mensch gefördert.

Begegnung und Gemeinschaft

Der Kontaktladen Theo bietet vielfältige Möglichkeiten und Räume zur Begegnung. So wurde ein großer Gemeinschaftsraum mit einem einladenden Tisch und einer gemütlichen Gesprächsecke eingerichtet. Hier entstehen in Absprache mit den Besucherinnen und Besuchern vielfältige Angebote. Die große, teilweise barrierefreie Gemeinschaftsküche lädt zum gemeinsamen Backen und Kochen ein. Dazu erläutert Sebastian Richter, Leiter der ALuW: „Das gemeinsame Kochen und Backen und das gemeinsame Essen schafft Gemeinschaft und Begegnung.“ Es beschere auch Erfolgserlebnisse, die gerade für die Zielgruppe besonders wertvoll seien. Natürlich schaffe dies auch die Möglichkeit, dass einzelne Besucherinnen und Besucher Kochen und Backen lernen.

Das Konzept dahinter: „Am Gemeinschaftsleben teilnehmen, zusammen mit Freunden und Bekannten etwas in der Freizeit erleben, sich wie selbstverständlich mit anderen im digitalen Kosmos treffen: Dies sind für die meisten Menschen Selbstverständlichkeiten. Für Menschen mit seelischer Erkrankung kann es dabei zu unüberwindbaren Hindernissen kommen. Oft erzeugt dieses dann bei diesen Menschen sozialen Rückzug und Isolation. Um diesem entgegenzuwirken, braucht es eine vertraute Umgebung, die noch dazu inklusiv ist und niederschwellige Angebote bereithält. Der Kontaktladen ist nun ein solcher Ort.“  Ergänzend schafft die ALuW auch die Möglichkeit, bei Bedarf Menschen in ihren eigenen vier Wänden zu besuchen, um sie dort zu beraten.

Passgenaue Angebote

Damit das Angebot auch passgenau ist, erläutert Sebastian Richter: „Wir sind im Austausch mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern, um die konkreten Bedarfe und Wünsche eines gemeinsamen Teilhabeortes zu erfahren. Unser Wunsch ist es, die Ausgestaltung und Erschließung des neuen Angebots so partizipativ wie möglich zu gestalten.“

Bereits gemachte Erfahrungen an anderen Standorten im Barnim wie in Bernau, Lobetal und Eberswalde fließen mit ein und zeigen, dass eine sozialraumorientierte Anlaufstelle für die Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarfen von zentraler Bedeutung ist. Die ortsansässige AG „Barrierefrei“ aus Wandlitz und die „Arbeitsgemeinschaft- leben ohne Barrieren“ in Wandlitz ist in die Ausgestaltung des neuen Projektes eingebunden. Eine enge Kooperation mit der Gemeinde Wandlitz besteht bereits, ebenso wie mit den ehrenamtlichen Initiativen in der Gemeinde. So gibt sich der Kontaktladen sozialraumorientiert und ist mit seinen Angeboten offen für die Bürgerinnen und Bürger der ganzen Gemeinde Wandlitz.

Derzeit ist das Konzept noch in der Erprobungsphase. Spezielle Angebote, wie ein Kreativangebot, verschiedene Gesprächsangebote, einer Bratung zu Teilhabemöglichkeiten innerhalb der Stiftung und einem Kaffeeklatsch finden aber aktuell schon in dem Kontaktladen statt. „Leider sind uns auf Grund der aktuellen Situation einige Angebote wie z.B. das gemeinsame Kochen nicht möglich“, berichtet Sebastian Richter.  Zukünftig sollen zudem noch Angebote zum Thema „Leichte Sprache“, ein „diakonisches Angebot“ und viele verschiedene Begegnungs- und Teilhabeangebote stattfinden. Sobald eine Projektkoordination für den Kontaktladen Theo eingestellt ist, werden zu den bestehenden Angeboten regelhafte Öffnungszeiten eingerichtet. Unterstützung erhält das Projekt von der Aktion Mensch, die Personalkosten und Ausstattung finanziert.

Sebastian Richter weiß, dass die Gemeinde Wandlitz, aufgrund der berlinnahen Lage und der Ansiedlung von Industrie und dem neuen Wohnungsbau, auch in den nächsten Jahren mit steigenden Bevölkerungszahlen zu rechnen hat. Damit steige auch der Unterstützungsbedarf von Menschen mit seelischen Behinderungen. Deshalb müsse das bestehende Leistungsangebot, der ambulanten Unterstützung von Menschen mit Teilhabebarrieren, auch für die Gemeinde erweitert werden.

Seit 1995 begleitet die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal im Rahmen einer ambulanten Assistenz Menschen mit Beeinträchtigungen und unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen bei einer selbstständigen Lebensführung und bei der Bewältigung ihres individuellen Alltags im eigenen Wohnraum. Die Schaffung von Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen und kulturellen Leben und die Wahrung und (Weiter)-Entwicklung der Selbständigkeit aller hilfesuchenden Menschen stehen dabei im Vordergrund. Dabei ist der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ der leitende Gedanke. Die ALuW begleitet im Landkreis Barnim rund 140 Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Verwendete Quelle: Hoffnungstaler Stiftung Lobetal

 

 

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