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Bernau: Altenpflegeheim Wohnen „Am Weinberg“ will Neuausrichtung

Info des Betreibers

Bernau / Barnim: Plötzlich und unerwartet wurde Ende Juni 2021 zahlreichen Bewohner:innen und deren Angehörige mitgeteilt, dass der Betrieb des Altenpflegeheims Wohnen „Am Weinberg“ in der bis dahin geführten Form nicht weitergeführt werden kann.

Beinahe über Nacht wurden Bewohnerinnen und Bewohner verlegt oder von ihren Angehörigen vorerst zuhause betreut. Für viele Menschen ein Schock, da sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurden oder Angehörige sich umstellen mussten. Als Grund wurde seitens des Betreibers, der Soziale Dienste „Am Weinberg“ gGmbH, akuter Personalnotstand aufgeführt.

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen und es zeichnet sich ab, welche Richtung das Bernauer Altenpflegeheim in Zukunft gehen wird, bzw. gehen will. Seitens der AWO erreichte uns gestern Nachmittag folgende Mitteilung:

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„Nach den Ereignissen der letzten Wochen beginnt der AWO Kreisverband Bernau e. V. gemeinsam mit dem AWO Kreisverband Eberswalde e. V. mit der Umstrukturierung des Altenpflegeheims Wohnen „Am Weinberg“ in Bernau. Ziel ist die zukunftsorientierte Ausrichtung der Einrichtung.

Das Altenpflegeheim Wohnen „Am Weinberg“ in Bernau bei Berlin war seit Monaten, wie andere Häuser auch, vom Personalnotstand in der Pflege betroffen. Auf Grund einer sich kurzfristig zuspitzenden Personalnotlage und der damit einhergehenden Tatsache, dass eine adäquate und ausreichende Fachpflege für alle Bewohnerinnen und Bewohner nicht im vollen Umfang sichergestellt werden konnte, waren wir aus Fürsorgegründen gezwungen die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner kurzfristig in andere Pflegeeinrichtungen zu verlegen. Für das Verständnis der Betroffenen und deren Angehörigen für diese Maßnahme bedanken wir uns sehr herzlich.

Im Rahmen der Krisennachbereitung fand intern beim AWO Kreisverband Bernau e.V. und seiner Tochtergesellschaft Soziale Dienste „Am Weinberg“ gGmbH eine intensive Aufarbeitung und Ursachenanalyse der Geschehnisse statt. Im Ergebnis zeigte sich, dass die sich deutlich veränderten Anforderungen und Herausforderungen an die Pflege, der immer stärker in den Fokus rückende Pflegepolitik- Grundsatz „Ambulant vor Stationär“ sowie der sich verschärfende Fachkräftemangel eine Neuausrichtung des Altenpflegeheims Wohnen „Am Weinberg“ notwendig machen.
Soziale Dienste „Am Weinberg“ gGmbH
Gemeinsam mit dem AWO Kreisverband Eberswalde e.V., als Träger der Sozialstation Bernau, wurde daher in den vergangenen Tagen und Wochen an der Erarbeitung eines zukunftsfähigen Einrichtungskonzeptes gearbeitet, um die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in Bernau weiterhin sicherzustellen.

Im Ergebnis ist die Schaffung von vier Wohngemeinschaften bis spätestens zum 01.01.2022 geplant. Eine Wohngemeinschaft wird dabei voraussichtlich 10 bis 12 Plätze sowie einen gemeinsamen Ess-, Wohn- und Aufenthaltsbereich umfassen. Der Alltag in den Wohngruppen wird durch Präsenzkräfte organisiert, die eine Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner 24 Stunden am Tag sicherstellen. Die Präsenzkräfte verfügen über Pflegegrundkenntnisse und dürfen im Rahmen der ambulanten Wohngemeinschaften nach entsprechenden Fort- und Weiterbildungen ausgewählte Fachkraftaufgaben übernehmen. Die Fachpflege wird ambulant durch die Sozialstation Bernau organisiert und entsprechend der individuellen Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner abgerufen. Des Weiteren ist die Schaffung einer Tagespflege im Gebäude angedacht.

Gegenwärtig leben im Altenpflegeheim Wohnen „Am Weinberg“ noch 24 Bewohnerinnen und Bewohner. Gemeinsam mit ihnen und ihren Angehörigen / gesetzlichen Betreuern werden in den nächsten Wochen individuelle Gespräche geführt werden, um eine bestmögliche langfristige Versorgungssituation jedes Einzelnen sicherzustellen. Dabei ist sowohl der Verbleib in der neustrukturierten Einrichtung als auch der Umzug in ein anderes vollstationäres Altenpflegeheim möglich. Das Wohlergehen und die damit verbundene Absicherung aller (Pflege- )Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner stehen dabei weiterhin an erster Stelle. Die AWO Kreisverbände Bernau und Eberswalde werden daher alle Beteiligten bestmöglich bei der Bewältigung der Situation unterstützen.

Auch den 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden alternative Arbeitsplätze im neustrukturierten Haus sowie in anderen Einrichtungen der Kreisverbände Eberswalde und Bernau angeboten.“

 

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