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Sachspenden aus Rüdnitz erreichen Flutopfer im Landkreis Ahrweiler

Vielen Dank an alle Beteiligten

Bernau / Rüdnitz: Bereits in den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstag machten sich Mitglieder des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Rüdnitz auf die Reise in den vom Hochwasser besonders betroffenen Landkreis Ahrweiler.

Im Gepäck hatten die Helferinnen und Helfer zahlreiche Sachspenden, wie Schaufeln, Schubkarren, Schneeschieber aber auch Hygieneartikel, Babysachen oder Trinkwasser.

Eine Woche zuvor rief der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Rüdnitz in den sozialen Netzwerken zu einer spontanen Spendensammelaktion auf. (Wir berichteten – https://bernau-live.de/nachrichten/hilfe-fuer-flutopfer-aus-bernau-ruednitz-und-werneuchen) In einer Welle der Hilfsbereitschaft füllte sich die Begegnungsstätte Rüdnitz innerhalb kürzester Zeit bis unter die Decke mit Sachspenden. Des Weiteren gaben zahlreiche Menschen Geld um die Aktion zu unterstützen und so kamen am Ende des vergangenen Sonntags unglaubliche 2.281 Euro zusammen.

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Geld welches der Verein dringend für die Logistik der gesammelten Spenden benötigte. Denn schnell wurde klar, dass man sich für diese Mengen an Sachspenden, selbst auf die lange Reise in das Hochwassergebiet machen muss.

Doch bevor es soweit war, standen für die hochmotivierten Helferinnen und Helfer einige zum Teil knifflige Aufgaben auf dem Programm. So musste unter anderem ein Kontakt in das Hochwassergebiet hergestellt werden, hierbei war die Freiwillige Feuerwehr Ladeburg, allen voran Ortsvorsteher Jens Thaute, behilflich. Im Anschluss wurde der Transport organisiert, hierfür stellten die Firma Besch und die Firma Möbel Hübner LKWs, Fahrer und den Diesel zur Verfügung.

Das Biesenthaler Unternehmen TZMO und die Firma Hildebrandt & Bartsch GmbH sowie die Pflegeeinrichtung Lazarus Haus Berlin, spendeten im Laufe der Woche zahlreiche Hygieneartikel. Aber auch andere Firmen, wie Rewe Schneider aus Schönow, Thomas Philipps aus Wandlitz oder Deutschmann aus Bernau, unterstützten die Rüdnitzer mit Geld- und Sachspenden. So konnten unter anderem dringend benötigte Werkzeuge, Schaufeln, Pumpen oder Schneeschieber besorgt werden. Auch das Edeka Center Bernau wollte helfen und spendete kurzerhand zwei Paletten Trinkwasser und haltbare Lebensmittel.

Neben der Organisation der Logistik, standen für die Vereinsmitglieder weitere herausfordernde Aufgaben an. So mussten unter anderem die eingegangenen Sachspenden in Kisten sortiert werden. Circa 30 Helferinnen und Helfer sortierten Tag für Tag Kleidung, Spielzeug und andere Dinge. So dass am Ende unglaubliche 500 Umzugskisten zusammenkamen, welche am Freitagnachmittag ihren Weg in die LKWs fanden.

Nur Stunden später, während Rüdnitz bereits im tiefen Schlaf lag, rollte die Kolonne in Richtung Süden in den etwa 700 Kilometer entfernten Ort Remagen im Landkreis Ahrweiler. Hier wurde die Gruppe bereits von den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr erwartet und freudig empfangen. Besonders Gummistiefel, Decken und Werkzeuge wurden gar nicht erst eingelagert, sondern fanden sofort ihre Bestimmung.

Spontan stellte die Freiwillige Feuerwehr Versmold / Osterweg ihre Wache als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung, während das ortsansässige Backhaus die Vereinsmitglieder kulinarisch versorgte.

Und so konnten die Rüdnitzer*innen am Sonntagmorgen ausgeschlafen und erholt den langen Rückweg antreten. Mit dem Eintreffen der Vereinsmitglieder im heimischen Barnim geht für die Helferinnen und Helfer eine aufregende und sehr anstrengende Woche zu Ende, die so am Anfang niemand geplant hatte. Und so möchten wir am Ende die Worte von Vereinsmitglied Heike zitieren:

„Alle wieder gesund zu Hause – Der Förderverein und die Freiwillige Feuerwehr Rüdnitz bedankt sich bei allen Helfern, Sponsoren und Spendern. Ohne eure Unterstützung hätten wir es nicht geschafft, in 7 Tagen so ein Projekt zu organisieren und durchzuführen. Es war sehr anstrengend, aber so konnten wir ein kleiner Beitrag dazu leisten. Da im Krisengebiet die Lagermöglichkeiten ausgeschöpft sind, haben wir noch viele Kisten mit Kleidung hier. Nach Rücksprache mit der Ukrainehilfe Lobetal werden wir die Sachen dorthin spenden. Da ich selber 1 Jahr ehrenamtlich dort gearbeitet habe weiß ich, dass die Sachen auch dort ankommen, wo es benötigt werden.

Nun noch eine Letzte BITTE, wer am Dienstag, den 27. Juli Zeit hat, kann uns helfen alles zur Ukrainehilfe nach Lobetal zu bringen. Uns stehen zwei große Fahrzeuge zur Verfügung. Treffpunkt ist 10 Uhr an der Begegnungsstätte in Rüdnitz.

LG Heike Menschner“

Auch wir von Bernau LIVE möchten uns beim Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Rüdnitz für die Einladung und die intensive Begleitung des Projektes bedanken. Chapeau für Eure Hilfsbereitschaft und vielen Dank für die vielen zum Teil auch privaten Einblicke.

Am Ende noch ein Hinweis in eigener Sache. Wir haben im Beitrag versucht alle uns bekannten Firmen zu nennen, die dieses Projekt unterstützt haben. Sollten wir hierbei jemanden vergessen haben, so gilt der Dank natürlich auch Ihnen.

Fotos: Bernau LIVE / Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Rüdnitz

Privatbilder der Helferinnen und Helfer

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