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Tuning- und Fahrzeugtreffen wohl nicht mehr in Bernau!

 
           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
Verkehr: Sperrung der Autobahnbrücke Bernau Nord in Richtung Innenstadt bis zum 17.09.
 Covid 19: Aktualisierte Corona-Umgangsverordnung ab 16. September – Beitrag
Wetter am Donnerstag: Meist stark bewölkt, kaum Regen bei bis zu bei bis zu 18 Grad

Bernau (Barnim): Am 6. Mai 2017 war es wieder soweit. Nach einer langen Winterpause trafen sich hunderte Fahrzeug- und Tuningfans in Bernau und belagerten die Parkplätze von McDonald´s, OBI und Hammer und ließen ein wenig Festivalstimmung aufkommen. (wir berichteten)

Vom Lamborghini bis hin zum Trabant präsentierten sich, bis auf den letzten Platz belegt, mehrere hundert Autos und Motorräder dem Publikum. Fein säuberlich aufgereiht boten sie wohl alles, was ein Tuner-Herz höher schlagen lässt.

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An der Zufahrt zur Wandlitzer Chaussee hatten es sich etliche Zuschauer bequem gemacht, um quietschend-davonbrausende Fahrzeuge zu applaudieren. Auch wenn bei den Abfahrten einige Motoren und Auspuffanlagen ziemlich laut durch die Nacht hallten, so hielt sich die Polizei dezent zurück. Bis jetzt!

Am kommenden Freitag soll bereits das nächste Fahrzeug-Treffen stattfinden. Grund genug für uns, einmal bei der Polizeiinspektion Barnim nachzufragen. Schließlich gab es bereits im vergangenem Jahr einige dieser Treffen in unserer Stadt und wir wussten, dass die Polizei nicht begeistert war, bzw. ist.

Nachts in Bernau: Tuningszene hat unsere Stadt (wieder) entdeckt
Foto: Bernau LIVE / letztes Fahrzeugtreffen

Nett wurden wir hierzu am heutigen Montag vom Revierdienstkoordinator der Polizeiinspektion Barnim, Herrn Thomas Höhns, empfangen. Auf unsere Frage, ob die Polizei diese Art von (unangemeldeter) Veranstaltungen toleriere und sich deswegen bisher zurückhielt, kam ein klares NEIN.

Bisher hätte man die Fahrzeugtreffen zwar mit Zurückhaltung beobachtet, aber bei immer mehr werdenden Teilnehmern sei dies nun nicht mehr möglich. Zum einen stand, verursacht durch einige „wilde“ Teilnehmer, eine konkrete Gefährdung des Straßenverkehrs, z.B. durch sehr hohe Geschwindigkeiten an und zum anderen werden die Beschwerden der Grundstückseigentümer wie OBI oder Hammer immer lauter. Denn bereits während der Geschäftszeiten trafen die ersten „Tuning- und Fahrzeugfans“ auf den Parkplätzen ein, behinderten Kunden, Lärmten oder nahmen Kundenparkplätze für sich in Anspruch. Zudem sah es am Tag danach teilweise aus wie „Sau“. Umherliegender Müll, zertretende Grünflächen oder dicker Reifenbelag auf den Steinen zeugten von einer wilden Party.

Insofern haben sich die Märkte entschlossen, ihr Hausrecht ab sofort an die Polizei zu übertragen. Damit ist die Fläche nicht mehr als privates Grundstück anzusehen, sondern fällt in die Hoheit der Polizei.

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Foto: Bernau LIVE / letztes Fahrzeugtreffen

Was bedeutet das konkret? Für den kommenden Freitag und an den darauffolgenden Wochenenden wird die Polizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften die Zufahrtsstraßen und die Zufahrten zum Gelände kontrollieren. An mehreren Stellen wird es Kontrollen geben die ein entspanntes Tuning- und Fahrzeugtreffen im Keim ersticken sollen. Diese Kontrollen werde man auf den Barnim ausweiten so dass etwaige illegale Ausweichplätze gar nicht erst entstehen können.

Für die Tuning- und Fahrzeug Fans dürfte dies ein herber Schlag sein, denn viele von ihnen bewegen sich anständig und halten sich an die Verkehrsvorschriften. Andererseits sind diese Treffen eine „Veranstaltung“, die eigentlich angemeldet werden müsste. Wir sind der Meinung, dass sich die zahlreichen Autofans einfach einen festen Platz für ihre Treffen suchen sollten. So etwa auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums Finowfurt oder auf dem Flugplatz in Werneuchen. Hier haben sie ein fest angemietetes Gelände, haben ausreichend Platz, eine „ordentliche“ Veranstaltung und vor allem jemanden, der die Fäden in der Hand hält und sich dafür verantwortlich fühlt.

Wenn dann noch jeder Teilnehmer eine kleine Summe Eintritt bezahlt, sollten die etwaigen Unkosten gedeckt sein… (…)

In Bernau zumindest ist nun erst einmal Schluss! Anbei ein Rückblick vom Vorjahr.

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