
Bernau / Barnim: Am vergangenen Samstag, dem 7. Februar, bewies Lok Bernau in der ProB Nord echte Nehmerqualitäten.
Mit einem knappen, aber verdienten 77:74-Sieg entführten die Bernauer die Punkte aus der Halle des Tabellenführers ETB Miners Essen.
Trotz der Ausfälle von Leistungsträger Shawn Scott (Verletzung) und Anton Nufer (Einsatz für ALBA Berlin) überzeugte das Team durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Mit nur zehn Spielern im Kader blieb Lok in der Crunchtime nervenstark und sicherte sich so den Verbleib auf dem zweiten Tabellenplatz. Essen behält trotz der Heimniederlage die Tabellenführung, doch Bernau hat den Kampf um die Spitze pünktlich zur heißen Saisonphase neu entfacht.
Nervenkrimi in vier Akten
1. Viertel: Schlagabtausch auf Augenhöhe (27:23) Die Partie startete rasant: Finn Siedel eröffnete für Lok per Dreier, bevor sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs nutzte Essen eine kleine Schwächephase der Bernauer aus und zog auf 25:18 davon. Doch Akim-Jamal Jonah hielt dagegen: Mit fünf Punkten in der Schlussminute verkürzte er den Rückstand zur ersten Pause auf Schlagdistanz.
2. Viertel: Lok dreht auf (42:47) Im zweiten Spielabschnitt übernahm Bernau das Kommando. Angeführt von einem treffsicheren Guy Artman und der Rebound-Stärke von Akim-Jamal Jonah erarbeitete sich Lok Punkt um Punkt. Leo Döring brachte die Gäste schließlich mit 42:40 in Führung. Dank einer stabilen Defensive durch Marco Rahn und Finn Siedel ging es mit einem verdienten Fünf-Punkte-Vorsprung in die Kabine.
3. Viertel: Ein Lauf mit Hindernissen (65:67) Nach dem Seitenwechsel schien Lok uneinholbar: Ein Dunk von Jonah und schnelle Punkte von Anthony Watkins schraubten die Führung auf 54:42. Doch der Tabellenführer aus Essen bewies Kämpferherz. Die Miners nutzten Bernauer Ballverluste gnadenlos aus und kämpften sich Punkt für Punkt zurück. Vor dem finalen Viertel war beim Stand von 65:67 wieder alles völlig offen.
4. Viertel: Nerven aus Stahl in der Crunchtime (74:77) Das Schlussviertel war nichts für schwache Nerven. Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter Parkett. Während Meo Martin wichtige Punkte zur 76:71-Führung beisteuerte, blieb die Verteidigung „giftig“. In der hektischen Schlussphase, geprägt von taktischen Fouls, behielt Guy Artman an der Freiwurflinie die Ruhe. Eine Sekunde vor der Schlusssirene war der Coup perfekt: Lok Bernau entführt die Punkte beim Spitzenreiter!
Date in der Sparkassen-Arena: Basketball-Liebe am Valentinstag
Nach dem Triumph beim Tabellenführer kehrt die Euphorie zurück in die Heimat. Am kommenden Samstag wird es in der Sparkassen-Arena emotional – und das nicht nur wegen des Datums. Zum großen „Valentinstags-Match“ empfängt Lok Bernau um 19 Uhr die Dragons Rhöndorf.
Weitere Informationen zum Spiel, zum Verein und Tickets unter: https://www.ssv-lok-bernau.de/.
Titelgrafik: Lok Bernau
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